Login
Börsentelegramm

Weizen seitwärts, Raps im Plus, Mais in Europa fester

von , am
12.05.2015

Viel Bewegung an den Terminmärkten hat es kurz vor dem ersten großen USDA-Report zur neuen Getreideernte 2015 nicht gegeben.

© agrar-press
 
Viel Bewegung an den Terminmärkten hat es kurz vor dem ersten großen USDA-Report zur neuen Getreideernte 2015 nicht gegeben. Das könnte jedoch der Veröffentlichung ersten Ernte- und Bilanzschätzungen durch das USDA am heutigen Dienstag Abend und im weiteren Verlauf der Woche völlig anders aussehen. Am gestrigen Montag konnten sich die Weizenpreise jedenfalls sowohl in Europa als auch in den USA behaupten. Die Maispreise legten am europäischen Terminmarkt leicht zu und behaupteten in den USA ihr Niveau. Lediglich der Raps machte erneut eine Ausnahme und beendete den Handel am europäischen Terminmarkt deutlich im Plus. Dagegen blieben auch die Preise für Sojabohnen am Montag nahezu unverändert, während die Kurse für Sojaschrot nachgaben und die Preise für Sojaöl zulegten.
 
Am heutigen Dienstag beginnt der vorbörslichen Handel in den USA mit eiern Seitwärtsbewegung bei den Weizenpreisen. Der Mais startet im vorbörslichen Handel in Chicago leicht im Minus. Außerdem geben die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot am Dienstag im vorbörslichen Handel ebenfalls nach.
 
USA: Maisaussaat mit hohem Tempo, Winterweizen etwas besser
Aus den USA meldete man am gestrigen Montag Abend, dass die bereits Maisaussaat bis zum 10 Mai zu 75 % abgeschlossen war, im Vergleich zu 57 % im langjährigen Mittel und 55 % in der Vorwoche. Auch die Sojaaussaat nimmt in den USA deutlich Fahrt auf und war bis zum 10. Mai zu 31 % abgeschlossen (nach 13 % in der Vorwoche) und liegt damit ebenfalls deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 20 %. Der Zustand des Winterweizens hat sich nach dem Crop-Monitoring des USDA in den zuletzt leicht verbessert. Das USDA stufte jetzt 44 % der Bestände als gut oder sehr gut ein und damit 1 Prozentpunkt mehr als vor einer Woche und sogar 14 Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr (30 %). Die Aussaat von Sommerweizen war in den USA bis zum 10 Mai ebenfalls schon weit fortgeschritten und zu 87 % abgeschlossen, im Vergleich zu 75 % in der Vorwoche und 51 % im langjährigen Mittel.
 
USA: Weizenpreise bewegen sich seitwärts
Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel unverändert bei 481,0 Ct je Buschel (158,7 Euro). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter geben die Preise am Dienstag Vormittag um 0,4 % auf 505,6 Ct je Buschel (166,9 Euro) nach. Am gestrigen Montag hatten sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago kaum verändert. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Minus von 0,1 % bei 481,0 Ct je Buschel (158,7 Euro/t) aus dem Handel. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter legten die Preise am gestrigen Montag um 0,1 % auf 508,6 USD je Buschel (167,9 Euro) zu.
 
USA: Mais etwas schwächer, Soja behauptet
Am Dienstag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,4 % im Minus bei 359,2 Ct je Buschel (126,9 Euro). Am gestrigen Montag hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 0,7 % auf 360,4 je Buschel (127,3 Euro/t) nachgegeben. Die Sojabohne (Julikontrakt) hat sich am gestrigen Montag bei 974,0 Ct je Buschel (321 Euro/t) knapp behauptet. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,1 % im Minus bei 973,2 Ct je Buschel (321 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) sind die Preise am gestrigen Montag um 1,0 % auf 310,2 USD/st (306,4 Euro/t) zurückgegangen und bewegen sich am Dienstag Vormittag erneut 0,3 % im Minus. Für Sojaöl (Julikontrakt) haben die Preise am gestrigen Montag um 0,7 % 33,19 Ct/lb (656 Euro/t) zugelegt und liegen am Dienstag Vormittag erneut 0,5 % im Plus.
 
Euro steigt wieder über 1,12 USD
Der Euro hat am gestrigen Montag gegenüber dem Dollar 0,4% an Wert verloren und notierte bei 1,116 USD, liegt jedoch am Dienstag Vormittag bei 1,1242 USD je Euro und damit 0,73 % im Plus. Der Rohölpreis (WTI) ist am gestrigen Montag leicht zurückgegangen und liegt am Dienstag Vormittag im Plus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Junitermin am gestrigen Montag um 0,2 % auf 59,25 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Diensatg Vormittag (MEZ) 0,6 % im Plus bei 59,58 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am gestrigen Montag um 0,7 % auf 64,91 USD je Barrel nachgegeben. Im vorbörslichen Handel am Dienstag liegen die Brent-Preise 0,7 % im Plus bei 65,35 USD.
 
Weizenpreise verändern sich kaum
Am gestrigen Montag haben sich die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt kaum verändert. Der Septemberkontrakt (neue Ernte) notiert am Ende bei 173,50 Euro/t und damit 0,25 Euro höher als am Vortag (173,25 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 175,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (174,75 Euro) hatten die Preise damit ebenfalls um 0,25 Euro zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr (196,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 23,75 Euro niedriger.
 
Maispreise am Montag im Plus
Am gestrigen Montag haben sich die Maispreise am europäischen Terminmarkt zugelegt. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 156,25 Euro/t und damit 1,50 Euro bzw. 1,0 % höher als am Vortag (154,75 Euro). Der Augusttermin notierte am gestrigen Montag bei 163,0 Euro und damit 0,50 Euro höher als am Vortag (162,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am gestrigen Montag 163,50 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (162,50 Euro) sowie 7,25 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (193,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 36,75 Euro niedriger.
 
Rapspreise steigen kräftig
Die Rapspreise sind am gestrigen Montag am europäischen Terminmarkt kräftig gestiegen. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde mit einem Aufschlag von 1,3 % bei 359,0 Euro gehandelt und kostete damit 4,75 Euro mehr als am Vortag (354,25 Euro). Der Novemberkontrakt wurde am gestrigen Montag mit 361,50 Euro und damit 4,25 Euro höher gehandelt als am Vortag (357,25). Gleichzeitig kostete der November-Raps 2,50 Euro mehr als in Augusttermin. Im Vergleich zum Vorjahr (356,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 3,00 Euro höher.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
Auch interessant