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Börsentelegramm

Weizen und Soja unter Druck, Mais seitwärts

von , am
05.03.2015

Am Mittwoch gaben die Preise für Weizen, Soja und Sojaschrot am US-Terminmarkt in Chicago sehr kräftig nach.

© kk artworks/fotolia
 
Am Mittwoch gaben die Preise für Weizen, Soja und Sojaschrot am US-Terminmarkt in Chicago sehr kräftig nach. Der Mais konnte sich hingegen überraschend gut behaupten. In Europa reagierten die Terminmärkte relativ verhalten auf die scharfe Korrektur auf der anderen Seite des Atlantiks und rutschten für den Weizen nur leicht ins Minus und schlossen für Raps und Mais sogar  leicht im Plus. Am heutigen Donnerstag beginnt der Handel in Chicago für den Weizen erneut mit nachgebenden Kursen und für den Mais leicht im Minus. Die Kurse für Sojabohnen geben zum Handelsbeginn ebenfalls leicht nach. In Europa beginnt der Handel für den Weizen und den Mais leicht im Plus und für den Raps mit schwächeren Kursen.
 
USA: Weizen unter Druck, Soja schwächer, Mais seitwärts
Am Mittwoch (04.02) sind die Weizenpreise für den Maikontrakt am Terminmarkt in Chicago um 2,0 % auf 496 Ct je Buschel 164,6 Euro/t) gefallen und die Preise für den in Kansas gehandelten Weizen Hard-Red-Winter gaben um 1,5 % auf 527,2 USD/t (175 Euro) nach. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel  erneut 0,3 % im Minus bei 494 Ct je Buschel (165,2 Euro). Gleichzeitig ist der Mais in Chicago für den Maitermin am Mittwoch um 0,4 %  auf 389,4 Ct je Buschel (138,5 Euro/t) zurückgegangen. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen 0Handel seitwärts bei 389,6 Ct je Buschel (138,5 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) hat am Mittwoch um 1,8 % auf 994,0 je Buschel (330 Euro/t) nachgegeben. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,3 % im Plus bei 997,0 Ct (331 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Mittwoch in Chicago um 1,7 % auf 327,1 USD/st (325,6 Euro/t) zurückgegangen und bewegten sich auch am Donnerstag Nachmittag 0,3 % im Plus. Für Sojaöl haben die Preise am Mittwoch um 2,3 % auf 32,21 Ct/lb (641 Euro/t) nachgegeben und liegen am Donnerstag Nachmittag 0,3 % im Minus.
 
Euro fällt immer weiter
Der Rohölpreis (WTI) hat am Mittwoch (04.03) weiter zugelegt und gibt am Donnerstag Nachmittag wieder nach. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Apriltermin am Mittwoch um 2,0 % auf 51,53 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag Nachmittag (MEZ) 1,0 % im Minus bei 51,02 USD je Barrel. Gleichzeitig ging der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 0,8 % auf 60,55 USD je Barrel zurück. Im elektronischen Handel am Donnerstag Nachmittag liegen die Brent-Preise jedoch 0,1 % im Plus bei 60,58 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Mittwoch um 2,1 % gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel leicht im Minus. Die Preise für Ethanol (Aprilkontrakt) sind am Mittwoch am US-Terminmarkt den fünften Tag in Folge um 1,1 % gestiegen und bewegen sich am Donnerstag Nachmittag seitwärts. Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar um 0,9 % nachgegeben und notierte bei 1,1075 USD und liegt am Donnerstag Nachmittag bei 1,1026 USD je Euro und damit weitere 0,4 % im Minus.
 
Weizenpreise bröckeln weiter
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (04.03) leicht zurückgegangen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen notierte bei 186,25 Euro und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (186,75 Euro). Die neue Ernte (September) kostete am Ende Handelstages 185,0 Euro und damit sogar 0,25 Euro mehr als am Vortag (184,75 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 1,25 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (196,0 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,75 Euro niedriger. Im vorigen Jahr sind die Weizenpreise im März und im April zeitweise bis auf 209 Euro gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag wird der Weizen (Maikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit einem leichten Preisabschlag von 0,25 Euro bei 186,0 Euro/t gehandelt.
 
Maispreise kaum verändert
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (04.03)  ganz leicht gestiegen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 157,0 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,2 % höher als am Vortag (156,75 Euro). Der Augustkontrakt notierte bei 161,75 Euro und damit ebenfalls 0,25 Euro höher als am Vortag (161,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 168,25 Euro und damit ebenfalls 0,25 Euro mehr als am Vortag (167,75 Euro) sowie 10,0 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (191,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 34,00 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Maispreise im März und im April bis etwa 195 Euro gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag wird der Mais (Junikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit einem leichten Preisaufschlag von 0,75 Euro bei 157,75 Euro/t gehandelt.
 
Raps am Donnerstag schwächer
Die Rapsreise konnten am europäischen Terminmarkt (entgegen dem rückläufigen Trend am Sojamarkt) am Mittwoch (04.03) leicht zugelegen. Der Maitermin beendete den Handel bei 365,75 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,3 % % höher als am Vortag (364,75 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 357,75 Euro und damit 0,50 Euro mehr als am Vortag (357,25 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem leichten Aufschlag von 0,25 Euro bei 359,0 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 8,0 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (382,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 16,75Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Rapspreise im März zeitweise über 380 und im April über 375 Euro gestiegen. Am Donnerstag Nachmittag wird der Raps (Maikontrakt) am europäischen Terminmarkt mit einem Preisabschlag von 1,25 Euro bei 364,50Euro/t gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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