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Börsentelegramm

Weizen steigt kräftig, höhere Preise für Soja, Raps und Mais

von , am
28.09.2015

Am heutigen Montag startet der Chicago-Weizen erneut deutlich fester in den Handel und in Europa legen die Weizenpreise ebenfalls weiter zu.

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
Am vorigen Freitag sind die Weizenpreise in Europa und den USA erneut kräftig gestiegen. In Europa hat die der vordere Weizen die Marke von knapp 177 Euro erreicht und dürfte zum Wochenbeginn auch die Kassapreise mit nach oben ziehen. In den USA ließ der Chicago-Weizen die Marke von 500 Cent je Buschel (164 Euro/t) hinter sich. Hier stützen erneut Meldungen über zu trockenes Wetter in Russland und der Ukraine sowie zuletzt auch wieder in Australien die Preise.
 
China-Einkauf lässt Sojapreise steigen
Einen sehr kräftigen Preisanstieg löste am US-Markt eine Vereinbarung zwischen den USA und China über die Lieferung von 13,2 Mio. t Soja aus. (Allerdings hat China im vorigen Wirtschaftsjahr auch ohne spezielle Vereinbarungen 28 Mio. t US-Soja importiert). Hinzu kommt eine kräftige Verteuerung des brasilianischen Reals und damit auch der Exporte. Der Preisanstieg bei Soja gab auch den Rapspreisen in Europa und den Canolpreisen in Kanada einen sehr kräftigen Impuls, so dass der Raps am Freitag bis auf knapp 370 Euro nach oben kletterte. Aus Kanada meldete man indessen von der laufenden Canolaernte überwiegend durchschnittliche Erträge.
 
Kleinere Maisernte in der Ukraine?
Auf 165 Euro nach oben ging es in Europa für den vorderen Maiskontrakt. Auch hier waren die kräftig steigenden US-Kurse der Auslöser. Auslöser waren Berichte über eine witterungsbedingte Korrektur der ukrainischen Maisernte nach unten und die anhaltenden Spekulation am US-Markt über eine unter den Erwartungen bleibende Maisernte in den USA. Dort waren bis zum 20. September 10 % (Vj. 15 %) der Maisernte mit weiterhin sehr heterogenen Erträgen eingebracht.
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Am heutigen Montag startet der Chicago-Weizen erneut deutlich fester in den Handel und in Europa legen die Weizenpreise ebenfalls weiter zu. Die Preise für US-Mais bewegen sich am heutigen Montag zum Handelsbeginn zunächst seitwärts und in Europa liegen die Maispreise leicht im Plus. Die Sojapreise beginnen den Handel am Montag etwas schwächeren Preisen, während der Raps erneut etwas zulegt und die Canolapreise in Kanada ebenfalls steigen.
 
Der Euro hat am Freitag gegenüber den USD 0,3 % auf 1,1203 USD verloren. Das Rohöl WTI wurde am Freitag mit 45,70 USD je Barrel gehandelt und damit um 1,8 % höher als am Vortag (44,91 USD).
 
EU: Weizenpreise steigen kräftig
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 176,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (172,75 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 2,2 % bzw. 3,75 Euro zugelegt. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Freitag mit 184,0 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (181,0 Euro) haben die Märzpreise damit um 3,00 Euro zugelegt. Das Preisniveau der Vorwoche (167,25 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 9,25 Euro übertroffen. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (151,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 25,0 Euro bzw. 16,5 %.
 
Am heutigen Montag Vormittag (11:00) wird der vordere Weizenkontrakt am europäischen Terminmarkt zu höheren Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen liegt 2,0 Euro im Plus und notiert bei 178,50 Euro. Der März-Weizen steigt sogar um 2,50 Euro und liegt bei 186,50 Euro.
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EU: Maispreise wieder bei 165 Euro
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Freitag ebenfalls gestiegen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 165,25 Euro/t und damit 2,0 Euro bzw. 1,2 % höher als am Vortag (163,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 173,50 Euro und damit ebenfalls 2,00 Euro höher als am Vortag (171,50 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (161,75 Euro) wurde vom November-Mais um 3,50 Euro übertroffen. Die Maispreise vom Vorjahr (138,75 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 26,75 Euro bzw. 19,1 % übertroffen.
 
Am heutigen Montag Vormittag (11:00) wird der vordere Maiskontrakt am europäischen Terminmarkt zu etwas höheren Preisen gehandelt. Der November-Mais notiert 1,25 Euro höher bei 166,50 Euro. Der Januarkontrakt notiert ebenfalls 1,25 Euro höher als am Vortag bei 174,75 Euro/t.
 
EU: Rapspreise am Montag über 370 Euro
Die Rapspreise haben am Freitag am europäischen Terminmarkt sehr kräftig zugelegt. Der Novemberkontrakt wurde mit 369,75 Euro gehandelt und damit zu 5,50 Euro höheren Preisen als am Vortag (364,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 368,50 Euro und damit 5,25 Euro höher als am Vortag (363,25). Das Preisniveau der Vorwoche (359,50 Euro) wurde vom November-Raps um 110,25 Euro übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (313,25 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 56,50 Euro bzw. 18,0 % höher.
 
Am heutigen Montag Vormittag (11:00) steigen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt zunächst weiter. Der November-Raps geht um 2,25 Euro nach oben und notiert bei 372,0 Euro. Der Februar-Kontrakt notiert 2,0 Euro höher bei 370,50 Euro
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USA: Weizenpreise steigen am Montag weiter
Am vorigen Freitag (25.09) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago nochmals kräftig zugelegt. Der Dezember-Termin beendete den Handel 2,0 % höher bei 507,6 Cent je Buschel (166,6 Euro/t) und damit deutlich über der 500-Cent-Marke. Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte 2,1 % höher bei 515 Cent je Buschel (169,0 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (486,6 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen am Mittwoch um 4,3 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (492 Cent je Buschel) übertreffen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 3,2 %.
 
Am Montag Vormittag beginnen die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago den Handel erneut 1,1 % im Plus bei 513,4 Cent je Buschel (168,5 Euro/t).
 
USA: Maispreise erholen sich deutlich
Die Maispreise sind am vorigen Freitag am Terminmarkt in Chicago ebenfalls kräftig gestiegen. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 2,0 % höher bei 389 Cent je Buschel (136,7 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 1,9 % niedriger bei 400,2 Cent je Buschel (140,7 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (386 Cent) übertrifft der Dezember-Mais um 0,7 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (323 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 20,4 % übertroffen.
 
Am Montag Vormittag starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,1 % fester bei 389,2 Cent je Buschel (136,8 Euro/t) in den Handel.
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USA: Sojapreise machen Sprung nach oben
Die Preise für Sojabohnen sind am vorigen Freitag am Terminmarkt in Chicago kräftig gestiegen. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 2,5 % höher bei 889,2 Cent je Buschel (291,8 Euro/t). Das Preisniveau der Vorwoche (887,2 Cent je Buschel) übertrifft der November-Kontrakt um 2,3 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (929 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 4,3 % verfehlt.
 
Am Montag Vormittag liegen die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) zunächst 0,3 % im Minus bei 886,4 Cent je Buschel (290,9 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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