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Börsentelegramm

Weizen steigt über 180 Euro, Raps knapp unter 360 Euro

von , am
21.05.2015

Am Donnerstag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Weizen erneut mit steigenden Preisen.

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© Torbz/fotolia.de
 
Am Donnerstag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Weizen erneut mit steigenden Preisen. Am gestrigen Mittwoch waren die Weizenpreise angetrieben durch den schwachen Euro (Export) und durch die festen Weizenpreise in den USA über die 180-Euro-Marke gesprungen. Der europäische Mais hatte am Mittwoch unter dem Druck der schwächeren US-Preise  moderat nachgegeben. Am heutigen Donnerstag liegen die Maispreise jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks leicht im Plus.
 
Die Rapspreise beginnen den Handel am Donnerstag ganz leicht im Minus waren am gestrigen Mittwoch jedoch den dritten Tag in Folge gestiegen. In den USA beginn der Handel für Sojabohnen am Donnerstag ebenfalls mit moderat steigenden Preisen. Am Mittwoch hatten die Sojapreise nachgegeben. Auch die Preise für Sojaschrot waren am Mittwoch zurückgegangen, liegen jedoch am heutigen Donnerstag ebenfalls im Plus. Am heutigen Abend könnten die wöchentlichen Exportdaten aus den USA und aus Europa bei Weizen, Mais und Ölsaaten erneut für Bewegung an den Märkten sorgen.
 
USA: Weizenpreise erneut im Plus
Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,7 % Plus bei 516,6 Ct je Buschel (170,7 Euro). Für den in Kansas gehandelte proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter liegen die Preise am Donnerstag Mittag 0,6 % im Plus bei 548 Ct je Buschel (181 Euro) zu. Am Mittwoch (20.05) hatten die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago leicht zugelegt. Der Preis für den Julikontrakt des Chicago-Weizens (SRW) stieg um 0,5 % auf 513 Ct je Buschel (169,5 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter stiegen die Preise am gestrigen Mittwoch um 0,8 % auf 555 Ct je Buschel (183,4 Euro).
 
USA: Mais und Soja starten am Donnerstag im Plus
Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago 0,6 % im Plus bei 362,2 Ct je Buschel (128,4 Euro). Am gestrigen Mittwoch hatten die Preise für den Mais in den USA um 0,6 % auf 360 Ct je Buschel (127,5 Euro/t) nachgegeben. Die Sojabohne (Maikontrakt) war am Mittwoch um 0,5 % auf 941,2 Ct je Buschel (311 Euro/t) zurückgegangen. Am Donnerstag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,3 % im Plus bei 943,6 Ct (312 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Mittwoch in Chicago um 0,9 % auf 304,5 USD/st (302 Euro/t) gefallen und bewegen sich am Donnerstag Mittag 0,3 % im Plus. Für Sojaöl sind die Preise am Mittwoch um 0,1 % auf 32,20 Ct/lb (638 Euro/t) gestiegen und liegen am Donnerstag Mittag erneut 0,8 % im Plus.
 
Euro fällt weiter, Rohöl steigt wieder
Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar erneut 0,4 % an Wert verloren und notierte bei 1,112 USD, kann sich jedoch am Donnerstag etwas erholen und liegt bei 1,114 USD je Euro und damit 0,2 % im Plus. Der Rohölpreis (WTI) hat am Mittwoch zugelegt und liegt auch am Donnerstag im Plus. Am US-Terminmarkt stiegen die WTI-Kurse am Mittwoch um 1,7 % auf 58,98 USD je Barrel. Am Donnerstag Mittag liegen die Preise am 1,1 % im Plus bei 59,61 USD je Barrel. Gleichzeitig ist der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 1,6 % auf 65,03 USD je Barrel gestiegen. Am Donnerstag Mittag liegen die Brent-Preise 1,2 % im Plus bei 65,78 USD je Barrel.
 
Weizenpreise über 180 Euro, Preise steigen weiter
Am gestrigen Mittwoch sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt wieder über die Marke von 180 Euro gestiegen. Der Septemberkontrakt (neue Ernte) für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 180,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (178,25 Euro) haben die Preise damit um 2,25 Euro bzw. 1,3 % zugelegt. Der Dezember-Termin kostete am Mittwoch 181,75 Euro und damit 1,75 Euro mehr als am Vortag (181,75 Euro). Gleichzeitig waren die Preise für die Dezemberkontrakt 1,25 Euro höher als die Preise für den September-Termin. Im Vergleich zum Vorjahr (196,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 15,0 Euro niedriger. Am Donnerstag Mittag liegen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt für den September 1,50 Euro im Plus bei 182,0 Euro/t. Der Dezember-Termin kostete am Donnerstag Mittag 183,0 Euro und damit nochmals 1,25 Euro mehr als wie am Vortag.
 
Neue Maisernte deutlich teurer als der alte Mais
Am gestrigen Mittwoch haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt leicht nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel bei 154,0 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,5 % niedriger als am Vortag (154,75 Euro). Der Augusttermin notierte bei 161,0 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (161,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 164,75 Euro und eben so viel wie am Vortag (164,75 Euro) sowie 10,75 Euro mehr als der vordere Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (187,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 33 Euro niedriger. Am Donnerstag Mittag notiert der vordere Mais (Juni) am europäischen Terminmarkt unverändert bei 154,0 Euro. Gleichzeitig kostet die neue Ernte 164,75 Euro und damit ebenfalls geani so viel wie am Mittwoch.
 
Rapspreise knapp unter 360 Euro
Am gestrigen Mittwoch sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt den dritten Tag in Folge gestiegen und haben für den vorderen August (neue Ernte) nur noch knapp die Marke von 360 Euro verfehlt. Der Augusttermin beendete den Handel bei 359,75 Euro/t und damit 2,0 Euro höher als am Vortag (357,75 Euro). Der November-Termin wurde am Mittwoch mit 361,50 Euro gehandelt und damit 1,75 Euro höher als am Vortag (359,75 Euro) und über der Marke von 360 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (361,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 1,50 Euro niedriger. Am Donnerstag Mittag liegen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt für den Augustkontrakt 0,50 Euro im Minus bei 359,25 Euro. Gleichzeitig kostet der Novembertermin 0,75 Euro weniger und damit 360,75 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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