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Börsentelegramm

Weizen testet neue Tiefstände, Raps steigt, EU-Mais schwach

von , am
06.05.2015

Die Weizenpreise sind am Dienstag am europäischen Terminmarkt auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014 gefallen.

© agrar-press
 
Die Weizenpreise sind am Dienstag am europäischen Terminmarkt auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014 gefallen und behaupteten gerade noch die Marke von 170 Euro. In den USA fielen die Preise für den Chicago-Weizen (SRW) bis auf das Niveau von Juni 2010 zurück. Die Rapspreise bewegten sich hingegen am Dienstag weiter nach oben. Weiter nach oben ging es am Dienstag zudem für Sojabohnen und für Sojaöl. Auch für Sojaschrot legten die Preise moderat zu. Die Maispreise gaben am Dienstag in Europa weiter nach, konnten sich in den USA jedoch etwas erholen. Am Mittwoch beginnt der vorbörsliche Handel in den USA mit etwas höheren Weizenpreisen. Auch der Mais startet im vorbörslichen Handel in den USA ganz leicht im Plus. Gleichzeitig bewegen sich die Sojapreise am Mittwoch Handel erneut leicht nach oben.
 
Russland drückt auf die Weizenpreise
Massiver Preisdruck ging am Weizenmarkt von einer Auktion des größten Weizenimporteurs Ägypten aus. Dort erhielten Russland und Rumänien einen Zuschlag. Dabei lagen die Preise (fob) für den auf der Auktion verkauften russischen Weizen mit 194,2 USD/t (173,3 Euro) rund 14,30 USD niedriger als bei der vorigen Auktion am 20. April mit 208,5 USD/t (186 Euro). Außerdem hat Russlands Landwirtschaftsminister diese Woche angekündigt, die derzeit geltenden Exportzölle für Weizen schon ab dem 15. Mai abzuschaffen.
 
Zweitgröße europäische Weizenernte
Zum Monatswechsel hat die EU-Kommission ihre Prognose zur neuen europäischen Weizenernte 2015 sowie die Eckdaten zum europäischen Markt aktualisiert. Im Vergleich zur letzten Prognose von Ende März haben die EU-Experten die Erwartungen leicht nach oben gesetzt. Ein Grund für die nach oben korrigierte Ernteschätzung sind die weiter verbesserten Produktionserwartungen für Frankreich, Deutschland und für das Vereinigte Königreich.
 
Kommissionsprognose zur europäischen Weizenernte:
 
Kommission korrigiert Rapsernte nach oben
Kurz vor dem Monatswechsel hat die EU-Kommission  auch ihre Prognose zur neuen europäischen Rapsernte 2015 aktualisiert. Auf der Grundlage der vorliegenden Anbaudaten und aktueller Ertragsschätzungen rechnet die Kommission jetzt mit einer Rapsernte von 21,90 Mio. t. Im Vergleich zur vorigen Prognose der Kommission (21,15 Mio. t) wurde die erwartete Erntemenge damit um 0,75 Mio. t bzw. 3,5 % nach oben gesetzt.
 
Kommissionsprognose zur europäischen Rapsernte
 
 
USA: Weizenpreise auf 5Jahrestief gefallen
Am Mittwoch Mittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel 0,5 % im Plus bei 469 Ct je Buschel (153,1 Euro). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter erholten sich die Preise am Mittwoch Mittag um 0,8 % auf 494 Ct je Buschel (161,2 Euro). Am gestrigen Dienstag (05.05) hatten die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago weiter nachgegeben. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Abschlag von 1,3 % bei 466,4 Ct je Buschel (152,2 Euro/t) aus dem Handel. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter (Julikontrakt) gingen die Preise am gestrigen Dienstag um 1,6 % auf 490,2 USD je Buschel (160 Euro) zurück.
 
USA: Maispreise leicht erholt, Soja weiter im Plus
Am Mittwoch Mittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,3 % im Plus bei 363,6 Ct je Buschel (128 Euro). Am gestrigen Dienstag hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 0,7 % auf 362,6 Ct je Buschel (127,5 Euro/t) leicht zugelegt. Die Sojabohne (Julikontrakt) ist am gestrigen Dienstag um 0,9 % auf 984,6 Ct je Buschel (321 Euro/t) gestiegen. Am Mittwoch Mittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,3 % im Plus bei 987,4 Ct je Buschel (322 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am gestrigen Dienstag um 0,7 % auf 315,2 USD/st (313 Euro/t) gestiegen und bewegen sich am Mittwoch seitwärts. Für Sojaöl (Juli) haben die Preise am gestrigen Dienstag um 13 % auf 33,05 Ct/lb (650 Euro/t) zugelegt und liegen am Mittwoch Mittag 0,9 % im Plus.
 
Euro steigt auf 1,12 USD, Rohöl kräftig im Plus
Der Euro hat am Dienstag gegenüber dem Dollar 0,5 % an Wert gewonnen und notierte bei 1,1201 USD und liegt am Mittwoch bei 1,122 USD je Euro und damit 0,2 % im Plus. Der Rohölpreis (WTI) ist am gestrigen Dienstag gestiegen und liegt am Mittwoch wieder im Plus. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Junitermin am Dienstag um 2,5 % auf 60,40 USD je Barrel zu. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Mittwoch 2,4 % im Plus bei 61,87 USD je Barrel. Gleichzeitig hat sich der Preis für das Nordseeöl Brent am Dienstag mit 67,52 USD je Barrel um 1,6 % verteuert. Im vorbörslichen Handel am Mittwoch liegen die Brent-Preise 2,2 % im Plus bei 69,0 USD.
 
Weizenpreise auf 8Monatstief
Am Dienstag sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt weiter zurückgegangen und damit auf den tiefsten Strand seit Oktober 2014 gefallen. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging mit nur noch 171 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (176,0 Euro) haben die Preise um 3,0 % oder 5,25 Euro nachgegeben. Die neue Ernte (September) notierte am Dienstag bei 170,75 Euro und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag (173,25 Euro). Gleichzeitig waren die Preise für die neue Weizenernte (September) 0,25 Euro niedriger als die Preise für den auslaufenden Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (209,25 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 38,25 Euro niedriger. Am Mittwoch Mittag liegen die Weizenpreise für den auslaufenden Maikontrakt am europäischen Terminmarkt erneut 0,50 Euro im Minus bei 170,50 Euro/t. Die neue Ernte (September) kostete am Mittwoch Mittag 172,50 Euro und damit 1,75 Euro mehr als am Dienstag.
 
Maispreise geben nochmals nach
Am Dienstag haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt erneut nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 153,50 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 1,1 % niedriger als am Vortag (155,25 Euro). Der Augusttermin notierte am gestrigen Dienstag bei 159,0 Euro und damit 2,25 Euro niedriger als am Vortag (161,25 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 159,75 Euro und damit 2,00 Euro weniger als am Vortag (161,75 Euro) sowie 5,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (196,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 43,0 Euro niedriger. Am Mittwoch Mittag liegen die Maispreise für den Junikontrakt am europäischen Terminmarkt 0,75 Euro im Plus bei 154,25 Euro/t. Die neue Ernte (November) kostet am Mittwoch Mittag 160,25 Euro und damit 0,50 Euro mehr als am Dienstag.
 
Rapspreise erholen sich weiter
Am Dienstag sin die Rapspreise am europäischen Terminmarkt weiter gestiegen. Die Preise für die neue Ernte (August) legten um 0,6 auf 356,25 Euro zu und waren damit 2,25 Euro höher als am Vortag (354,0 Euro). Der Novemberkontrakt wurde am Dienstag mit 358,25 Euro und damit 2,50 Euro höher gehandelt als am Vortag (355,75). Im Vergleich zum Vorjahr (351,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,75 Euro höher. Am Mittwoch Mittag liegen die Rapspreise für den Augustkontrakt erneut 1,50 Euro im Plus bei 357,75 Euro/t. Der November kostet am Dienstag Mittag 359,25 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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