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Börsentelegramm

Weizen verliert weiter, Raps steigt kräftig, Mais schwächer

von , am
01.06.2015

An den Terminmärkten in Europa und in den USA haben die Weizenpreise am letzten Handelstag im Mai (Freitag) kräftig nachgegeben.

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
An den Terminmärkten in Europa und in den USA haben die Weizenpreise am letzten Handelstag im Mai (Freitag) kräftig nachgegeben. Ursachen waren neben der nochmals nach oben korrigierten globalen Weizenernte durch den Internationalen Getreiderat (IGC) insbesondere die kräftig gefallenen Exportpreise für die neue Weizenernte bei der aktuellen Importauktion Ägyptens. Auch die Maispreise gaben zum Wochenausklang vor allem auch in Europa aber auch in den USA nach. Dagegen konnten die Rapspreise mit Unterstützung der Sojabohnen überraschend deutlich zulegen und erreichten für den August-Termin sogar ein neues Kontrakthoch.
 
Am heutigen Montag Vormittag (01.06) beginnt der vorbörsliche Handel in den USA zunächst kaum veränderten Weizenpreisen. Der Mais startet im vorbörslichen Handel in Chicago etwas schwächer. Gleichzeitig rutschen die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot im vorbörslichen Handel deutlich ins Minus. Am europäischen Terminmarkt beginnt der Handel für den Weizen und für den Mais zunächst im Plus und der Raps steigt kräftig weiter.
 
USA: Weizenpreise im Wochenvergleich 7,5 % gefallen
Am vorigen Freitag (29.05) haben die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago wieder deutlich nachgegeben. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Abschlag von 2,4 % bei 477 Ct je Buschel (159,6 Euro/t) aus dem Handel. Die neue Ernte (September) notierte 2,5 % niedriger bei 482,2 Ct je Buschel (161,3 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago damit drastisch um 7,5 % gefallen. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter gaben die Preise am Freitag um 2,3 % auf 498,6 USD je Buschel (166,8 Euro) nach. Die neue Ernte (September) notierte 2,4 % niedriger bei 507,6 Ct je Buschel (169,8 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Preise für den Weizen der Sorte Hard Red Winter damit um 8,8 % abgestürzt. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel 0,2 % im Plus bei 478 Ct je Buschel (159,9 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter steigen die Preise am Montag Vormittag um 0,2 % auf 499,6 Ct je Buschel (167,1 Euro).

 
USA: Maispreise schwächer, Soja und Sojaöl gestiegen
Am Montag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,2 % im Minus bei 350,6 Ct je Buschel (125,7 Euro). Am vorigen Freitag (29.05) hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 0,6 % auf 351,4 USD je Buschel (125,9 Euro/t) nachgegeben. Im Wochenvergleich haben die Maispreise in Chicago damit erneut um 2,4 % nachgegeben. Die Sojabohne (Julikontrakt) hat am vorigen Freitag (29.05) um 0,9 % auf 934,0 Ct je Buschel (312,3 Euro/t) zugelegt. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago um 1,0 % gestiegen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,95 % im Minus bei 925,2 Ct je Buschel (309,5 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) haben die Preise am vorigen Freitag um 0,3 % auf 305,7 USD/st (306,8 Euro/t) zugelegt, bewegen sich am Montag Vormittag jedoch wieder 1,0 % im Minus. Für Sojaöl (Julikontrakt) sind die Preise am Freitag um knapp 4,0 % auf 33,33 Ct/lb (668,7 Euro/t) gestiegen und liegen am Montag Vormittag erneut 0,6 % im Plus.
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Euro etwas schwächer, Rohölpreise kräftig gestiegen
Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar 0,2 % an Wert gewonnen und notierte bei 1,0983 USD und liegt am Dienstag Vormittag bei 1,0900 USD je Euro und damit 0,8 % im Minus. Im Wochenvergleich ist der Kurs des Euros gegenüber dem Dollar um 0,5 % gefallen. Der Rohölpreis (WTI) ist am vorigen Freitag sehr kräftig gestiegen und liegt am Montag Vormittag jedoch im Minus. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für am Freitag um 4,5 % auf 60,30 USD je Barrel zu. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 1,1 % im Minus bei 59,66 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 4,8 % auf 65,56 USD je Barrel zugelegt. Im vorbörslichen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 1,0 % im Minus bei 64,92 USD.
 
Weizenpreise im Wochenvergleich kräftig gefallen
Am vorigen Freitag (29.05) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt deutlich nachgegeben. Der Septembertermin (neue Ernte) notiert am Freitag bei 176,0 Euro/t und damit 3,00 Euro niedriger als am Vortag (179,0 Euro). Gegenüber der Vorwoche (182,50 Euro) sind die Weizenpreise an der MATIF damit um 6,50 Euro bzw. 3,6 % gefallen. Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 177,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (180,25 Euro) hatten die Preise am Freitag um 1,4 % oder 2,5 Euro nachgegeben. Gegenüber der Vorwoche (184,0 Euro) haben die Weizenpreise für den Dezembertermin um 6,25 Euro bzw. 3,4 % nachgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr (190,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 14,75 Euro niedriger. Am heutigen Montag starten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt 1,0 Euro höher bei 177,0 Euro .
 
Maispreise stehen unter Druck
Am vorigen Freitag (29.05) haben die Maispreise am europäischen Terminmarkt deutlich nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel am Montag mit 151,50 Euro/t und damit 3,00 Euro bzw. 1,9 % niedriger als am Vortag (154,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (153,0 Euro) haben die Maispreise an der MATIF damit um 1,50 Euro bzw. 1 % niedriger. Der Augusttermin notierte am Freitag bei 159,75 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag (161,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Montag 162,50 Euro und damit 2,75 Euro weniger als am Vortag (165,25 Euro) sowie 11,0 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (181,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 29,5 Euro niedriger. Am heutigen Montag starten die Maispreise am europäischen Terminmarkt 0,50 Euro höher bei 152,0 Euro.
 
Rapspreise steigen auf neues Kontrakthoch
Die Rapspreise haben sich am vorigen Freitag am europäischen Terminmarkt kräftig zugelegt. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Freitag mit 365,75 Euro gehandelt und damit zu 3,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (362,50 Euro) und auf einem neuen Kontrakthoch. Im Vergleich zur Vorwoche (359,25 Euro) sind die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF um 6,50 Euro bzw. 1,8 % gestiegen. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 367,75 Euro und damit 3,75 Euro höher gehandelt als am Vortag (364,0). Gleichzeitig kostete der Novembertermin 6,0 Euro mehr als in der Vorwoche (361,75). Im Vergleich zum Vorjahr (347,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 18,0 Euro höher. Am heutigen Montag starten die Rapspreise am europäischen Terminmarkt 2,75 Euro höher bei 36,50 Euro
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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