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Börsentelegramm

Weizen verliert zum Wochenbeginn, Raps steigt wieder

von , am
13.04.2015

Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel in den USA und Europa mit deutlich nachgebenden Preisen bei Weizen.

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel in den USA mit deutlich nachgebenden Preisen bei Weizen und auch in Europa liegen die Weizenpreise zum Handelsbeginn im Minus. Die Preise für Mais starten in Chicago leicht im Minus und für Soja knapp behauptet. Am europäischen Terminmarkt bewegen sich die Maispreise zum Handelsbeginn am Montag seitwärts und der Raps beginnt deutlich im Plus. Am Ende der vorigen Woche mussten die Märkte für Getreide und Ölsaaten eine ganze Reihe neuer Eckdaten verarbeiten.
 
Kurz nach dem  USDA-Report vom April (Donnerstag) meldete die staatliche brasilianische Getreideagentur CONAB ebenfalls neue (verbesserte) Erntedaten für Soja und Mais. Insgesamt konnten sich die Weizenpreise im Verlauf der letzten Woche auf beiden Seiten des Atlantiks knapp behaupten. Die Wochenbilanz für Soja (USA/Südamerika) war hingegen deutlich negativ, währen der Raps (Europa) gegen den Widerstand der nachgebenden Sojapreise sogar zulegen konnte. Dagegen mussten die Maispreise in den USA in der vorigen Woche Verluste hinnehmen, während sich der Mais in Europa knapp behaupten konnte.
 
USA: Regen drückt Weizenpreise nach unten
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 2,3 % im Minus bei 514,4 Ct je Buschel (178,2 Euro). Für den in Kansas gehandelte proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter geben die Preise am Montag Vormittag sogar um 2,6 % auf 544,4 US/t (188,5 Euro) nach. Grund für den Preisrückgang sind recht kräftige Regenfälle in den südlichen Weizenanbaugebieten der USA. Am vorigen Freitag (10.04) hatten die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago zunächst kräftig zugelegt. Der Maikontrakt ging mit einem Aufschlag von 1,5 % auf 526,4 Ct je Buschel (182,3 Euro/t) aus dem Handel. Im Wochenvergleich haben sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago (Soft Red Winter) damit knapp behauptet. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter legten die Preise am vorigen Freitag um 1,3 % auf 558,6 US/t (194,5 Euro) zu. Im Wochenvergleich sind die Preise für den Hard Red Winter jedoch 2,4 % zurückgegangen.
 
USA: Maispreise schwächer, Soja letzte Woche mit Verlusten
Am Montag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,8 % im Minus bei 374,0 Ct je Buschel (139,1 Euro). Am vorigen Freitag haben sich die Terminmarktpreise (Maitermin) für den Mais haben  in den USA knapp bei bei 377 Ct je Buschel (139,9 Euro/t) behauptet. Im Wochenvergleich sind die Maispreise in Chicago damit um 2,0 % zurückgegangen. Die Sojabohne (Maikontrakt) ha sich am Freitag bei 951,4 Ct je Buschel (329,5 Euro/t) behauptet. Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago damit um 2,7 % zurückgegangen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,1 % im Plus bei 952,6 Ct (330 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Freitag in Chicago um 0,9 % auf 309,2 USD/st (321,2 Euro/t) zurückgegangen und bewegen sich am Montag Vormittag 0,2 % im Minus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Freitag um 0,8 % auf 31,09 Ct/lb (641 Euro/t) zugelegt und liegen am Montag Vormittag 0,3 % im Plus.
 
Ölpreis erholt sich, Euro verliert deutlich
Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar um 0,3 % an Wert verloren und notierte bei 1,0613 USD und liegt am Montag Vormittag nur noch bei 1,0558 SD je Euro und damit 0,52 % im Minus. Im Wochenvergleich ist der Kurs des Euro damit um 3,5 % zurückgegangen. Der Rohölpreis (WTI) ist am Freitag gestiegen und liegt auch am Montag Vormittag deutlich im Plus. Am US-Terminmarkt kletterten die WTI-Kurse für den Maitermin am Freitag um 1,7 % auf 51,64 USD je Barrel nach oben. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 1,65 % im Plus bei 52,49 USD je Barrel. Gleichzeitig legte der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 2,3 % auf 57,87 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 1,54 % im Plus bei 58,76 USD.
 
Weizenpreise geben empfindlich nach
Am Montag Vormittag folgt der Weizen am europäischen Terminmarkt den sehr schwachen Vorgaben aus Chicago und gibt um etwa 2,0 Euro auf 188,25 Euro/t nach und fällt damit auch unter die 190-Euro-Marke. Die neue Ernte (September) kostete am Montag Vormittag 189,0 Euro und damit 2,75 Euro weniger als am Vortag (191,75 Euro). Am Freitag hatten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt noch leicht zugelegt. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 190,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zur Vorwoche (193,50 Euro) sind die Preise an der MATIF damit um rund 1,7 % bzw. 3,25 Euro zurückgegangen. Im Vergleich zum Vortag (189,25 Euro) waren die Preise noch um 0,5 % oder 1,0 Euro gestiegen. Die neue Ernte (September) kostete am Freitag 191,75 Euro und damit 1,75 Euro mehr als am Vortag (190,0 Euro) und 5,25 Euro weniger als vor einer Woche (193,25 Euro). Gleichzeitig waren die Preise für die neue Weizenernte (September) 1,50 Euro höher als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (204,25 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 17,50 Euro niedriger.
 
Maispreise bewegen sich weiter seitwärts
Am Montag Vormittag behauptet sich der Mais (Juni) am europäischen Terminmarkt bei 164,25 Euro und die neue Ernte kostet 173,75 Euro. Am vorigen Freitag blieben die Maispreise haben am europäischen Terminmarkt ebenfalls fast unverändert. Der Junikontrakt beendete den Handel am Freitag mit 164,25 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,15 % höher als am Vortag (164,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (166,0 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,1 % bzw. 1,75 Euro zurückgegangen. Der Augusttermin notierte am Freitag bei 171,0 Euro und damit 0,75 Euro höher als am Vortag (170,25 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 174,0 Euro und damit 0,75 Euro mehr als am Vortag (173,25 Euro) sowie 9,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (192,25 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 28,0 Euro niedriger.
 
Rapspreise beginnen die Woche im Plus
Am Montag Vormittag legen die Rapspreise am am europäischen Terminmarkt um 3,25 auf 373,0 Euro zu und die neue Ernte kostet 2,50 Euro mehr und damit 362,0 Euro. Am vorigen Freitag hatten sich die Rapspreise am europäischen Terminmarkt behauptet. Der Maitermin beendete den Handel am Freitag bei 369,75 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % höher als am Vortag (369,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (371,25 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,6 % bzw. 6,0 Euro gestiegen. Die neue Ernte (August) kostete am Freitag 359,50 Euro und damit 2,0 Euro mehr als am Vortag (357,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (355,75 Euro) sind die Preise an der MATIF um rund 1,0 % bzw. 3,75 Euro gestiegen. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag 1,75 Euro höher als am Vortag bei 360,75 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 10,25 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (370,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 0,75 Euro niedriger.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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