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Weizenpreise auf 5Jahrestief, Preisrutsch bei Mais und Raps

von , am
03.09.2015

Am europäischen Terminmarkt fallen die Weizenpreise am Mittwoch und Donnerstag weiter und unterschreiten für den auslaufenden Septemberkontrakt am Donnerstag Nachmittag mit 151,25 Euro sogar den preislichen Tiefpunkt der letzten 5 Jahre.

© imageteam/fotolia.de
 
Am europäischen Terminmarkt fallen die Weizenpreise am Mittwoch und Donnerstag weiter und unterschreiten für den auslaufenden Septemberkontrakt am Donnerstag Nachmittag mit 151,25 Euro sogar den preislichen Tiefpunkt der letzten 5 Jahre vom September 2014 als die Weizenpreise nur noch bei 152 Euro lagen. Zwar geben auch die folgenden Termine weiter nach, jedoch kostet der Dezember-Weizen noch knapp 168 Euro. Der Abstand zwischen September und Dezember ist weiterhin ungewöhnlich groß und beträgt jetzt 16,25 Euro.
 
Die europäischen Maispreise sind unter dem Druck der weiter nachgebenden US-Maispreise am Mittwoch ebenfalls bis auf 163 Euro zurückgegangen. Am Donnerstag Nachmittag geben die Maispreise weiter nach. Der Raps ist am Mittwoch ebenfalls sehr kräftig gefallen und rutschte unter die Marke von 358 Euro. Am heutigen Donnerstag Nachmittag kann sich der Raps leicht erholen.
 
In den USA sind die Weizenpreise am Mittwoch kräftig gefallen. Grund sind die ebenfalls fallenden Weizenpreise in Russland und der Ukraine, die derzeit für deutliche Wettbewerbsvorteile der Schwarzmeerländer an den Exportmärkten sorgen und auch die Weizenpreise der Wettbewerber in Europa, Kanada und Australien mit nach unten ziehen.
 
Die Maispreise gaben in den USA am Mittwoch weiter nach. Dagegen haben sich die Sojapreise am Mittwoch knapp behauptet. Am Donnerstag Vormittag liegen die Weizenpreise(September) in den USA zunächst leicht im Minus und die folgenden Termine im leicht Plus. Der Mais rutscht am US-Terminmarkt am Donnerstag Nachmittag wieder in die roten Zahlen. Die Sojapreise bewegen sich am Donnerstag seitwärts und die kanadischen Canolapreise liegen sogar leicht im Plus.
 
Der Euro hat am Mittwoch gegenüber den USD um 0,5 % auf 1,124 USD nachgegeben. Das Rohöl WTI wurde am Mittwoch mit 46,25 USD je Barrel gehandelt und damit 1,9 % höher als am Vortag. Am Donnerstag Nachmittgag liegen die WTI-Preise 0,9 % im Minus bei 45,84 USD.
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EU: Weizenpreise fallen auf 5Jahrestief
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt für den vorderen Termin weiter kräftig gefallen und haben für die hinteren Termine nicht ganz so kräftig nachgegeben. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel am Mittwoch nur noch bei 153,0 Euro/t und damit 4,25 Euro bzw. 2,7 % niedriger als am Vortag (157,25 Euro).
 
Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 169,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (171,75 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 2,75 Euro nachgegeben. Außerdem ist der Abstand zwischen Dezember und Septemberweizen weiter gewachsen und beträgt ungewöhnlicherweise 16,0 Euro bzw. 10,0 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (183,50 Euro) verfehlten die Weizenpreise (September) am Mittwoch um 30,5 Euro bzw. 16,4 %.
 
Am Donnerstag Nachmittag (15:30) fallen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt weiter und liegen für den September auf dem tiefsten Stand seit 5 Jahren (2010). Der vorige preisliche Tiefpunkt vom September 2014 als die Weizenpreise nur noch bei 152 Euro lagen, wird damit unterschritten. Der Septemberkontrakt notiert am Donnerstag Nachmittag (15:00) nur noch bei 151,0 Euro und der Dezember bei 167,75 Euro/t. Seit Anfang Juli (205 Euro) sind die europäischen Weizenpreise damit um 25 % bzw. 52 Euro gefallen.
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EU: Maispreise immer schwächer
Am Mittwoch (01.09) haben die vorderen Maispreise am europäischen Terminmarkt nochmals kräftig nachgegeben. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 163,25 Euro/t und damit 3,00 Euro bzw. 1,8 % niedriger als am Vortag (166,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 169,25 Euro und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag (171,25 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (166,25 Euro) wird am europäischen Terminmarkt jetzt um 3,0 Euro bzw. 1,8 % verfehlt. Seit der letzten Preisspitze von Anfang Juli (196 Euro) sind die Maispreise um 32,75 Euro bzw. 12,8 % gefallen
 
Am Donnerstag Nachmittag (15:00) geben die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter nach. Der Novemberkontrakt geht um 0,75 Euro zurück und notiert nur noch 162,50 Euro. Der Januar gibt um 0,25 Euro auf 169,0 Euro nach.
 
EU: Rapspreise fallen unter 360 Euro
Die Rapspreise sind am Mittwoch am europäischen Terminmarkt kräftig gefallen. Der Novemberkontrakt wurde nur noch mit 357,50 Euro gehandelt und damit zu 4,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (361,50 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 357,75 Euro und damit 4,25 Euro niedriger als am Vortag (362,0). Trotz des Rückgangs sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 24,50 Euro bzw. 7,4% höher als die Preise im Vorjahr (333,0 Euro).
 
Am Donnerstag Nachmittag (15:00) können sich die Rapspreise am europäischen Terminmarkt leicht erholen. Der Novemberkontrakt steigt um 0,50 Euro und notiert bei 358,0 Euro.
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USA: Weizenpreise fallen immer weiter
Am Mittwoch (02.09) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago kräftig gefallen. Der vordere Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) gab um 2,3 % nach und beendete den Handel bei 473,0 Cent je Buschel (154,6 Euro/t). Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,5 % niedriger bei 479 Cent je Buschel (156,6 Euro/t).
 
Das Preisniveau vom Vorjahr (600,6 Cent) wird mittlerweile um 22 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) geben die Weizenpreise in Chicago weiter nach. Der auslaufende (Septemberkontrakt) liegt 1,3 % im Minus bei 466,6 Cent je Buschel (152,2 Euro/t) und der Dezember gibt um 0,9 % auf 474,6 Cent je Buschel nach (155,1 Euro).
 
USA: Maispreise weiter unter Druck
Am Mittwoch (02.09) haben die Maispreise am Terminmarkt in Chicago weiter nachgegeben. Für den auslaufenden Septembertermin (alte Ernte) beendeten die Maispreise den Handel 0,6 % niedriger bei 354,0 Cent je Buschel (124 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,4 % niedriger bei 367,4 Cent je Buschel (128,9 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (388 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt derzeit um 8,8 % verfehlt.
 
Am Donnerstag (MEZ) Nachmittag liegen die Maispreise (Septemberkontrakt) in Chicago erneut 0,9 % im Minus bei 350,6 Cent je Buschel (122,8 Euro/t).
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USA: Sojabohnen behaupten sich
Die Preise für Sojabohnen für den auslaufenden Septemberkontrakt sind am Mittwoch (02.09) am Terminmarkt in Chicago ganz leicht um 0,1 % auf 883,6 Cent je Buschel (288,8 Euro/t) zurückgegangen. Die neue Ernte (November) unverändert bei 874,0 Cent je Buschel (285,7 Euro/t).Das Preisniveau vom Vorjahr (1036 Cent) wird am US-Terminmarkt um etwa 15 % verfehlt.
 
Am Donnerstag Nachmittag(MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (September) 0,1 % im Plus bei 884 Cent je Buschel (288,9 Euro) und der Novemberkontrakt leicht im Minus bei 871,4 Cent je Buschel (284,9 Euro)
 
Dr. Olaf Zinke
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