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Börsentelegramm

Woche beginnt mit kräftigen Preiskorrekturen

von , am
06.07.2015

Am heutigen Montag folgen die Preise am europäischen Terminmarkt den schwachen Vorgaben aus den USA zunächst nach unten.

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© Torbz/fotolia.de
 
Am US-Terminmarkt in Chicago beginnt der vorbörsliche Handel am heutigen Montag (06.07) sowohl für den Weizen als auch für Mais und Sojabohnen mit kräftigen Preisabschlägen. Auch die Canolapreise starten am kanadischen Terminmarkt mit Preisabschlägen in die neue Woche. Am vorigen Freitag gab es in den USA wegen eines Feiertages (Independent Day) keinen Handel gegeben und damit auch keine Vorgaben für die europäischen Märkte. Am heutigen Montag folgen die Preise am  europäischen Terminmarkt den schwachen Vorgaben aus den USA zunächst nach unten.
 
Am europäischen Terminmarkt hatten die Weizenpreise am Freitag mit einem leichten Minus geschlossen jedoch weiterhin deutlich über der 200-Euro-Marke. Der Mais hatte sich seitlich bewegt und die Rapspreise hatten ebenfalls etwas nachgegebenen. Gleichzeitig dürfte die aktuelle Hitzewelle in Europa sowie die fortgesetzten Abwärtskorrekturen beim Crop-Monitoring in Frankreich sowie die zuletzt immer weiter nach unten korrigierten Erwartungen an die europäischen Getreide- und Rapsernten die Preise stützen.
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USA: Weizenpreise zum Wochenbeginn unter Druck
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den vorbörslichen Handel mit einem sehr deutlichen Minus von 2,0 % bei 578,4 Ct je Buschel (190,0 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter (Juli-Kontrakt) geben die Preise am Montag Vormittag um 1,2 % auf 569,2 Ct je Buschel (186,9 Euro) nach.
 
Am vorigen Freitag gab es in den USA wegen eines Feiertages (Independent Day) keinen Handel. Der letzte Handelstag war also der Donnerstag (02.07). Am letzten Handelstag (02.07) hatten sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago und auch in Kansas  behauptet. Der auslaufende Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem leichten Abschlag von 0,3 % bei 585,6 Cent je Buschel (193,9 Euro/t) aus dem Handel. Die neue Ernte (September) notierte hingegen 0,3 % höher bei 590,4 Ct je Buschel (195,5 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago damit um 4,2 Prozent (!!!) gestiegen.
 
Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter (HRW) haben sich die Preise für den vorderen Julitermin am letzten Handelstag mit 576,0 USD je Buschel (190,8 Euro) nicht verändert. Die neue Ernte (September) notierte 0,1 % niedriger bei 591,6 Ct je Buschel (195,9 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Preise für den Kansas-Weizen der Sorte Hard Red Winter (HRW) um 3,0 % gestiegen. Gleichzeitig ist der Chicago-Weizen (SRW) am Terminmarkt weiterhin teurer als der proteinreiche HRW.
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USA: Rallye der Maispreise am Ende? Sojapreise geben nach
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Maispreise in Chicago den vorbörslichen Handel 1,8 % im Minus bei 421 Cent je Buschel (146,4 Euro). Am vorigen Donnerstag (02.0) sind die Terminmarktpreise für den Mais in den USA jedoch um 1,4 % auf 419,6 Cent je Buschel (148,9 Euro/t) gestiegen. Die neue Ernte (Dezember) notierte 1,3 % höher bei 437,2 Cent je Buschel (155,1 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Maispreise in Chicago damit um rund 9 % gestiegen.
 
Am Montag Vormittag (MEZ) lagen die vorderen Sojapreise ebenfalls deutlich 1,3 % im Minus bei 1033 Ct je Buschel (342 Euro) und für den August 1,6 % im Minus bei 1022 Cent (338 Euro). Am vorigen Donnerstag (02.07.) war die Sojabohne (Julikontrakt) um 0,1 % auf 1045,2 Cent je Buschel (346 Euro/t) gestiegen. Die neue Ernte (November) notierte am letzten Handelstag unverändert bei 1030,2 Cent je Buschel (341 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die vorderen Sojapreise in Chicago jedoch um 4,0 % gestiegen.
 
Weizenpreise behaupten 200-Euro-Marke
Am heutigen Montag folgen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt zunächst den deutlich schwächeren Vorgaben aus den USA und geben ebenfalls nach. Zum Handelsbeginn liegt der vordere Septembertermin 3,50 Euro im Minus bei 200,50 Euro, hält damit jedoch weiterhin die 200-Euro-Marke.
 
Am vorigen Freitag (03.07) haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt (ohne Vorgaben aus den USA) moderat nachgegeben. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 204 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,5 % niedriger als am Vortag (205 Euro). Gegenüber der Vorwoche (194,25 Euro) sind die Weizenpreise an der MATIF um 9,75 Euro bzw. 5,0 % gestiegen.
 
Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 205 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (206,50 Euro) haben die Preise damit um 0,7% oder 1,50 Euro nachgegeben. Gegenüber der Vorwoche (196 Euro) sind die Weizenpreise für den Dezembertermin jedoch um 9,0 Euro bzw. 4,6 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr (187,0 Euro) waren die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt zuletzt 17,0 Euro bzw. 9 % höhe.
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Maispreise in einer Woche 20 Euro gestiegen
Am heutigen Montag beginnen die Maispreise den Handel am europäischen Terminmarkt deutlich im Minus mit einem Abschlag für den vorderen August-Termin von 3,0 Euro bei 190,75 Euro. Die neue Ernte gibt um 2,50 Euro auf 193,250 Euro nach.
 
Am vorigen Freitag (03.07) hatten sich die Maispreise am europäischen Terminmarkt nicht verändert. Der Augustkontrakt beendete den Handel mit 193,75 Euro/t und damit unverändert zum Vortag (193,75 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (173,50 Euro) sind die Maispreise an der MATIF allerdings um 20,25 Euro bzw. 11,7 % gestiegen.
 
Die neue Ernte (November) kostete am Freitag 195,75 Euro und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % mehr als am Vortag (195,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (175,50 Euro) sind die Maispreise für die neue Ernte an der MATIF damit um 20,25 Euro bzw. 11,5 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr (174,25 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit nur noch 19,50 Euro 12,5 % höher.
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Rapspreise am Montag unter Druck
Die Rapspreise beginnen den Handel am europäischen Terminmarkt am heutigen Montag unter dem Druck der nachgebenden Soja- und Canolapreise ebenfalls im Minus. Der vordere Augusttermin startet mit einem Abschlag von 3,75 Euro bei 390,50 Euro und der November mit einem Minus von 4,00 Euro bei 394,25 Euro. .
 
Am vorigen Freitag hatten die Rapspreise am europäischen Terminmarkt ebenfalls nachgegeben. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde mit 394,25 Euro gehandelt und damit zu 2,75 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (397,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (391,25 Euro) waren die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF jedoch um 3,0 Euro bzw. 0,7 % höher.
 
Der Novemberkontrakt wurde am vorigen Freitag mit 398,25 Euro gehandelt und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag (400,75) Gleichzeitig kostete der Novembertermin 3,50 Euro mehr als in der Vorwoche (394,75). Im Vergleich zum Vorjahr (339,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 55,0 Euro höher.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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