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Börsentelegramm

Woche beginnt mit Preiskorrekturen bei Getreide und Ölsaaten

von , am
20.07.2015

Am US-Terminmarkt in Chicago beginnt der vorbörsliche Handel am heutigen Montag (20.07) vor allem bei Sojabohnen mit kräftigen Preisabschlägen. Auch die Canolapreise starten am kanadischen Terminmarkt mit leichtem Preisrückgang in die neue Woche. Der Euro steht zum Dollar bei 1,08 und die Rohölpreise sind ebenfalls schwächer.

© Martin Kolb/pixelio
Am europäischen Terminmarkt kann man die Preisbewegung der vergangenen Woche als stabil beschreiben, wobei Mais den Abstand zu Weizen erneut reduzieren konnte. Weizen und Raps fanden zum Wochenende ebenfalls ein ausgewogenes Marktgleichgewicht.
 
International
Die Hitzewelle in Europa führte zu weiteren Rücknahmen der Ernteerwartungen, und die Zahlen dürften noch weiter reduziert werden. Die Situation in Kanada hat sich hingegen offenbar stabilisiert. Argentinien hat aufgrund heftiger Niederschläge Probleme, die Weizenernte einzubringen. Die Situation in Australien ist unklar, Fakt ist aber, dass die Gefahr von Trockenheit zunimmt.
 
Aussichten
Am heutigen Montag dürften die Preise am europäischen Terminmarkt den schwachen Vorgaben aus den USA zunächst nach unten folgen. Gleichzeitig dürften die aktuelle Hitzewelle in Teilen Europas sowie die fortgesetzten Abwärtskorrekturen beim Crop-Monitoring in Frankreich sowie die zuletzt immer weiter nach unten korrigierten Erwartungen an die europäischen Getreide- und Rapsernten die Preise stützten. Eine höhere Eröffnung heute wäre ein deutlich bullisches Signal.
 
Die Matif am Vortag
Am vergangenen Freitag (17.07.) gaben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt moderat nach. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 192,75 Euro/t und damit 1,75 Euro niedriger als am Vortag. Gegenüber der Vorwoche (193,50 Euro) sind die Weizenpreise an der Matif um 0,75 Euro gefallen.
 
Die Maispreise haben sich am Freitag (17.07.) am europäischen Terminmarkt wenig verändert. Die neue Ernte (November) kostete 191,00 Euro und damit 1,25 Euro weniger als am Vortag (192,25 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (188,25 Euro) sind die Maispreise für die neue Ernte an der Matif um 2,75 Euro gestiegen. Im Vergleich zum Jahrestief (152,25 Euro) liegen die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit fast 40 Euro höher.
 
Die Rapspreise haben am vergangenen Freitag leicht zugelegt. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde mit 388,75 Euro gehandelt und damit zu 1 Euro höheren Preisen als am Vortag (387,75 Euro). Im Vergleich zur ersten Juliwoche waren die Preise für den Augustkontrakt an der Matif um 15,75 Euro niedriger. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 390,50 Euro und damit einen Euro höher gehandelt als am Vortag. Das Jahrestief für den Novemberkontrakt lag im Vergleich dazu bei 316,25 Euro je Tonne.
 
USA: Getreidepreise zum Wochenbeginn unter Druck
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den vorbörslichen Handel mit einem sehr deutlichen Minus bei 545,6 Ct je Bushel (185,40 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter (Juli-Kontrakt) geben die Preise am Montag Vormittag auf 539,6 Ct je Bushel (183,0 Euro) nach. Mais muss ebenfalls Federn lassen, der Septemberkontrakt an der CME notiert bei 413-4, das sind 150 Euro/t. Sojabohnen verzeichnen mit 12 Ct je Bushel den stärksten Rückgang in der Übernachtbörse. Ob sich die 10-Dollar-Marke halten kann, ist fraglich. Scheinbar verbesserte Wetterbedingungen sind der Grund dafür, doch die Crop-Conditions sind nach wie vor schlecht.
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