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Börsentelegramm

Woche beginnt mit steigenden Getreidepreisen

von , am
10.08.2015

Am heutigen Montag Vormittag beginnt der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in den USA erneut mit steigenden Preisen für Weizen und vor allem für Mais und Soja

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
In der ersten Augustwoche haben sich die Preise für Weizen und Futtergetreide erholt. Die Kurse für Ölsaaten gingen sogar kräftig nach oben. Trotz dieser Erholung sind die Getreidepreise weiterhin deutlich niedriger als in der ersten Julihälfte und auch die Ölsaatenpreise sind weit von ihren letzten Preisspitzen entfernt. Am heutigen Montag Vormittag beginnt der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in den USA erneut mit steigenden Preisen für Weizen und vor allem für Mais und Soja. Dies sorgte auch bei den europäischen Terminmarkpreisen für einen positiven Wochenstart. Bereits am letzten Freitag hatte die europäischen Terminmarktpreise die Woche mit grünen Vorzeichen beendet.
 
USDA-Report kommt mit neuen Daten
In dieser Woche wird vor allem der neuen USDA-Report am Mittwoch Abend die Märkte beschäftigen. Dann wird es unter anderem neue Daten zur laufenden Getreideernte in Europa und am Schwarzen Meer geben. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Getreidepreise werden zudem die aktualisierten Einschätzungen des USDA zur Exportdynamik der einzelnen Länder (unter anderem bei Weizen und Gerste) sein. Hier sind die Europäer sowohl bei Weizen als auch bei Gerste ganz hervorragend in das neue Wirtschaftsjahr gestartet und liegen bei der Ausfuhr bislang noch über den rekordhohen Vorjahreswerten.
 
Großen Einfluss auf die Preisentwicklung bei Getreide und Ölsaaten werden zudem aktualisierten Anbau- und Ertragsschätzungen des USDA bei Mais und Soja in den USA selbst haben. Nicht wenige Analysten erwarteten hier Korrekturen, so dass es hier zu kräftigen Preissausschlägen kommen könnte.
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USA: Weizenpreise erholen sich
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den vorbörslichen Handel mit einem Plus von 0,6 % bei 513,6 Cent je Buschel (172 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter (September-Kontrakt) legen die Preise am Montag Vormittag um 0,8 % auf 497 Cent je Buschel (166,4 Euro) zu. Am vorigen Freitag (07.08) hatten die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago und in Kansas ebenfalls zugelegt. Der Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Aufschlag von 0,7 % bei 510,4 Cent je Buschel (170,9 Euro/t) aus dem Handel. Der Dezember-Termin notierte 0,9 % höher bei 515,6 Cent je Buschel (172,6 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Weizen von Anfang Juli (616 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise rund 17 % niedriger. Seit Anfang August (493 Cent) sind die Weizenpreise wieder um gut 3,4 % gestiegen. Das Preisniveau vom Vorjahr (611 Cent) wird am US-Terminmarkt derzeit jedoch um 17 % verfehlt.
 
USA: Mais- und Sojapreise steigen weiter
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Maispreise in Chicago den vorbörslichen Handel 1,7 % im Plus bei 379,2 Cent je Buschel (136,1 Euro). Am vorigen Freitag (07.08 sind die Maispreise für den Septembertermin in den USA um 0,8 % auf 372,6 Cent je Buschel (133,7 Euro/t) gestiegen. Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,9 % höher bei 383,6 Cent je Buschel (137,6 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Mais von Anfang Juli (441 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise rund 15 % niedriger. Seit Anfang August (366 Cent) sind die Maispreise wieder um rund 2,0 % gestiegen. Das Preisniveau vom Vorjahr (402 Cent) wird am US-Terminmarkt derzeit jedoch um 7 % verfehlt.
 
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (September) 0,9 % im Plus bei 984,2 Cent je Buschel (329,6 Euro). Am vorigen Freitag (07.08) war die Sojabohne (September) bereits um 2,0 % auf 975,4 Cent je Buschel (346 Euro/t) gestiegen. Die neue Ernte (November) notierte am Freitag ebenfalls 2,1 % höher bei 963,2 Cent je Buschel (322,5 Euro/t).
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Weizenpreise wieder über 180 Euro
Am heutigen Montag folgen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt den festeren Vorgaben aus den USA und legen weiter zu. Zum Handelsbeginn liegt der vordere Septembertermin 0,50 Euro im Plus bei 180,50 Euro und überwindet damit die 180-Euro-Marke. Am vorigen Freitag (07.08) hatten die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt leicht nachgegeben. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 179,75 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (180,25 Euro).
 
Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 186,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (186,25 Euro) sind die Preise damit um 0,3 % oder 0,50 Euro gestiegen. Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Weizen von Anfang Juli (205 Euro) sind die derzeitigen Preise rund 25 Euro oder 12 % niedriger. Seit Anfang August (178 Euro) sind die Weizenpreise wieder um gut 2 Euro gestiegen. Das Preisniveau vom Vorjahr (185,5 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit jedoch um 6,0 Euro bzw. 3,1 % verfehlt.
 
Anstieg der Maispreise setzt sich fort
Am heutigen Montag beginnen die Maispreise den Handel am europäischen Terminmarkt deutlich im Plus mit einem Aufschlag für den vorderen November-Termin (neue Ernte) von 2,50 Euro bei 186,0 Euro. Am vorigen Freitag (07.08) hatten die Maispreise am europäischen Terminmarkt ebenfalls zugelegt. Der Novemberkontrakt beendete den Handel mit 183,50 Euro/t und damit 1,50 Euro höher als am Vortag (182,0 Euro). Der Januarkontrakt kostete am vorigen Freitag 185,75 Euro und damit 2,0 Euro bzw. 1,1 % mehr als am Vortag (183,75 Euro).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Mais von Anfang Juli (196 Euro) sind die derzeitigen Preise rund 12,50 Euro 6,4 % niedriger. Seit Anfang August (173 Euro) die Maispreise allerdings wieder um gut 10 Euro gestiegen. Das Preisniveau vom Vorjahr (167,50 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit um 16,0 Euro bzw. 10, 0 % übertroffen.
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Rapspreise steigen weiter
Die Rapspreise beginnen den Handel am europäischen Terminmarkt am heutigen Montag im Sog der steigenden Soja- und Canolapreise ebenfalls im Plus. Der vordere Novembertermin startet mit einem Aufschlag von 1,50 Euro bei 385,50 Euro und der Februar mit einem Plus von 2,25 Euro bei 386,0 Euro. Am vorigen Freitag hatten die Rapspreise am europäischen Terminmarkt ebenfalls zugelegt. Der Novemberkontrakt wurde mit 384,0 Euro gehandelt und damit zu 1,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (382,75 Euro). Der Februarkontrakt wurde am Freitag mit 383,75 Euro und damit 1,25 Euro höher gehandelt als am Vortag (382,50).
 
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Raps von Anfang Juli (402,5 Euro) sind die derzeitigen Rapspreise rund 18,50 Euro bzw. 4,6 % niedriger. Seit Anfang August (376,50 Euro) die Rapspreise allerdings wieder um 7,50 Euro gestiegen. Das Preisniveau vom Vorjahr (331 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit um 53,0 Euro bzw. 16 % übertroffen.
 
Dr. Olaf Zinke
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