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Börsentelegramm

Woche beginnt mit steigenden Getreidepreisen

von , am
05.10.2015

Am heutigen Montag startet der Chicago-Weizen etwas fester in den Handel, so dass die Weizenpreise den Handel am Montag wohl auch in Europa etwas höher beginnen werden.

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel

 
Am heutigen Montag startet der Chicago-Weizen etwas fester in den Handel, so dass die Weizenpreise den Handel am Montag wohl auch in Europa etwas höher beginnen werden. Die Preise für US-Mais bewegen sich am Montag zum Handelsbeginn zunächst ebenfalls im Plus und werden auch in Europa zunächst für festere Kurs sorgen. Die Sojapreise beginnen den Handel am Montag ebenfalls mit leicht steigenden Notierungen. Davon dürften am Montag auch die Rapspreise in Europa profitieren und leicht zulegen.
 
Konsolidierung am vorigen Freitag
Am vorigen Freitag sind die Weizenpreise in Europa leicht zurückgegangen und in den USA etwas deutlicher abgerutscht. Trotz der leichten Korrektur hat der vordere Weizen in Europa die Marke von knapp 176 Euro behauptet. In den USA hatte der Chicago-Weizen im Verlauf der vorigen Woche zugelegt und notierte am Freitag (trotz des Rückgangs) noch bei 513 Cent je Buschel (168 Euro/t).
 
Seitwärts bewegten sich die Maispreise am Freitag in Europa und auch in den USA notierte der Mais fast unverändert. Der vordere Mais notierte am europäischen Terminmarkt bei 162 Euro und in den USA bei 389 Cent je Buschel (136 Euro/t). Leicht nachgegeben haben am  Freitag die Preise für Sojabohnen und auch die Rapspreise notierten am Freitag mit 368,50 Euro leicht im Minus.
 
Der Euro hat am Freitag gegenüber den USD 0,4 % auf 1,1124 USD zugelegt. Das Rohöl WTI wurde am Freitag mit 45,45 USD je Barrel gehandelt und damit um 1,8 % höher als am Vortag.
 
Mehr Weizen in Kanada und Europa
Die Märkte hatten vorigen Woche eine Reihe neuen Daten zur verarbeiten. Unter anderem hatte die EU-Kommission die europäische Weizenernte kräftig nach oben geschätzt und gleichzeitig die sehr kleine europäische Maisernte bestätigt. Aus Kanada wurden am Freitag ebenfalls eine Aufwärtskorrektur der aktuellen Weizenernte gemeldet und außerdem eine deutlich über den bisherigen Erwartungen liegendende Canolernte.
 
Anderseits hatte das USDA die US-Weizenernte 2015 vorigen Woche überraschend kräftig nach unten korrigiert, gleichzeitig läuft der US-Weizenexport jedoch sehr schlecht und bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Offensichtlich sind die US-Weizenpreise im Vergleich zu den europäischen und russischen Exportpreisen einfach zu hoch. Dagegen läuft die US-Ausfuhr von Sojabohnen derzeit unerwartet gut.
 
Neue Daten aus den USA und aus Südamerika
Am kommenden Freitag Abend (09.10.) wird der neue USDA-Report aktuelle Daten zu der auf vollen Touren laufenden US-Mais- und Sojaernte bringen. Diese Daten könnten die Märkte diese Woche kräftig bewegen. Im Vorfeld des Reports werden Analysten ihre Einschätzung zur Erträgen und zur erwarteten Produktion geben und dürften damit ebenfalls für Bewegung sorgen.
 
In Südamerika steht zudem die Aussaat von Sojabohnen und Sommermais für die Ernte im Frühjahr 2016 unmittelbar bevor und insbesondere aus Brasilien (CONAB und USDA) werden diese Woche aktuelle Daten zu den Aussaatflächen bei Mais und Soja erwartet.
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EU: Bodenbildung bei den Weizenpreisen
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 175,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (176,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,3 % bzw. 0,50 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Freitag mit 184,25 Euro/t gehandelt.
 
Gegenüber dem Vortag (184,25 Euro) haben die Märzpreise damit um 0,25 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (176,50 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 0,75 Euro verfehlt. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (155,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 20,25Euro bzw. 13,0%.
 
EU: Maispreise 20 % höher als 2014
Die Maispreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Freitag kaum verändert. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 162,0 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % höher als am Vortag (161,75 Euro).
 
Der Januarkontrakt notierte bei 170,50 Euro und damit ebenfalls 0,25 Euro höher als am Vortag (170,25 Euro). Das Preisniveau der Vorwoche (165,25 Euro) wurde vom November-Mais hingegen um 3,25 Euro verfehlt. Die Maispreise vom Vorjahr (134,50 Euro) wurden am europäischen Terminmarkt deutlich um 27,50 Euro bzw. 20,4% übertroffen.
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EU: Rapspreise pendeln weiter seitwärts
Die Rapspreise haben sich am Freitag am europäischen Terminmarkt knapp behauptet. Der Novemberkontrakt wurde mit 368,50 Euro gehandelt und damit zu 0,25 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (368,75 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 367,25 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (367,75).
 
Das Preisniveau der Vorwoche (369,75 Euro) wurde vom November-Raps um 1,25 Euro verfehlt. Im Vergleich zum Vorjahr (320,50 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 48,0 Euro bzw. 15,0 % höher.
 
USA: Weizenpreise im Wochenvergleich gestiegen
Am vorigen Freitag (02.10) haben die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago nachgegeben. Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,0 % niedriger bei 513,2 Cent je Buschel (167,8 Euro/t) und damit weiterhin deutlich über der 500-Cent-Marke. Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte ebenfalls 1,0 % schwächer bei 519,0 Cent je Buschel (169,7 Euro/t).
 
Das Preisniveau der Vorwoche (507,6 Cent je Buschel) übertraf der Dezember-Weizen am Freitag um 1,1 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (481 Cent je Buschel) übertreffen die Weizenpreise (Dezember) in Chicago um etwa 6,6 %.
 
Am Montag Vormittag beginnen die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago den Handel erneut 0,6 % im Plus bei 516,4 Cent je Buschel (168,9 Euro/t).
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USA: Maispreise kaum verändert
Die Maispreise haben sich am vorigen Freitag am Terminmarkt in Chicago seitwärts bewegt. Der Dezemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,1 % höher bei 389,2 Cent je Buschel (136,3 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 1,9 % niedriger bei 400,2 Cent je Buschel (140,7 Euro/t). Gleichzeitig wird der Dezember-Mais auf dem Preisniveau der Vorwoche (389 Cent) gehandelt. Das Preisniveau vom Vorjahr (339 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 14,8 % übertroffen.
 
Am Montag Vormittag starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago 0,6 % fester bei 391,4 Cent je Buschel (137,0 Euro/t) in den Handel.
 
USA: Sojapreise im Wochenvergleich gefallen
Die Preise für Sojabohnen sind am vorigen Freitag am Terminmarkt in Chicago leicht zurückgegangen. Der vordere Novemberkontrakt (neue Ernte) notierte 0,3 % niedriger bei 874,2 Cent je Buschel (285,8 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 0,3 % niedriger bei 878,2 Cent je Buschel (287,2 Euro/t).
 
 Das Preisniveau der Vorwoche (889,2 Cent je Buschel) verfehlt der November-Kontrakt um 1,7 %. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (918 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um 4,8 % verfehlt.
 
Am Montag Vormittag liegen die vorderen Sojapreise (Novemberkontrakt) zunächst 0,3 % im Plus bei 876,4 Cent je Buschel (286,6 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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