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Analyse

Dünger in Deutschland stabil, Druck vom Weltmarkt

von , am
25.02.2015

Ende Februar haben sich die Preise für die meisten Mineraldünger an den deutschen Spotmärkten im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Nicht so die Entwicklung an den internationalen Handelsplätzen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Ende Februar haben sich die Preise für die meisten Mineraldünger an den deutschen Spotmärkten im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Nicht so die Entwicklung an den internationalen Handelsplätzen. Dort gehen die Preisforderungen vor allem bei Harnstoff und Ammonium weiter zurück und auch für die kommenden Monate zeigen die Preise für Harnstoff weiter nach unten. Auch die Preise für P-Dünger kommen Ende Februar an den internationalen Handelsplätzten allmählich ins Rutschen. So gehen die Exportpreise für DAP in Nordamerika und Nordafrika ebenso zurück wie die Importpreise für MAP in Brasilien. Dagegen sind die Preise Kalidünger am Weltmarkt bis zum Ende des Neujahrsfestes in China und neuen Preisabschlüssen stabil. Der Wechselkurs des USD zum Euro lag Ende Februar bei etwa 1,13 USD und damit etwas niedriger als vor einer Woche mit 1,14 USD/t.
 
Harnstoffpreise rückläufig, Ammonium billiger
Die Preisangebote für geprillten Harnstoff lagen am ukrainischen Schwarzmeerhafen Yuznhy für die Auslieferung im März bei 280 USD/t. Für die Auslieferung von April bis Juli bewegen sich die Preisforderungen weiterhin unter 280 USD/t. An den Exporthäfen im Mittleren Osten sind die Preisforderungen für granulierten Harnstoff Ende Februar von zuletzt auf 315 USD/t auf nur noch 307 USD/t zurückgegangen. In Exporthäfen in Ägypten lagen die Preisforderungen im Februar noch bei knapp 350 USD/t und bewegen sich für März und April zwischen 332 USD/t und 325 USD/t. Auch an den Importhäfen der USA rutschten die Harnstoffpreise Ende Februar (trotz Frühjahrsbestellung) von zuletzt 315 USD/ t auf 305 USD/t nach unten und für den März liegen die Preisforderungen nur noch bei 295 USD/t. Die Preise für Ammonium haben in den USA von 495 USD/t im Februar auf 475 USD/t im März nachgegeben.
 
Preise für P-Dünger bröckeln am Weltmarkt
Etwas schwächer entwickelten sich an den internationalen Spotmärkten zuletzt die Preise für P-Dünger (DAP/MAP). Für die Verladung im März gehen die Preisforderungen in Nordamerika von derzeit 495 USD/t auf 480 USD/t zurück. Bis Mai geben die nordamerikanischen DAP-Preise bis auf 470 USD nach. In Brasilien geben die Importpreise (cif) für P-Dünger (MAP) aktuell ebenfalls nach und liegen Ende Februar etwa bei 490 USD/t (cif) und damit 10 USD/t niedriger als vor zwei Wochen. Die Preise für Kalidünger sind am Weltmarkt weiterhin unverändert und werden sich wohl erst Ende Februar ändern. Dann ist das chinesische Neujahrfest vorüber und mit den russischen und nordamerikanischen Lieferanten werden neue Konditionen für 2015 verhandelt. Derzeit importiert China Kalidünger (MOP) für rund 305 USD/t. In Brasilien liegen Importpreise (cif) Ende Februar bei 362 USAD/t und in Südostasien bei 330 USD/t.
 
Harnstoff, KAS und AHL in Deutschland stabil
An den deutschen Importhäfen (Spotmarktpreise) kostete Harnstoff (granuliert) Ende Februar weiterhin etwa 355 Euro/t und damit etwas weniger als noch zum Beginn des Monats mit 360 Euro/t. Ende Januar lagen die Spotmarktpreise jedoch schon einmal bei 350 Euro und zum Jahresswechsel kostete Harnstoff nur 330 Euro/t. Auch die Preise für Ammonium-Harnstofflösung (AHL) waren an den deutschen Spotmärkten Ende Februar stabil bei etwa 220 Euro/t. Zum Beginn des Monats kostete der Flüssigdünger noch 225 Euro/t. Zum Jahreswechsel lagen die AHL-Preise sogar nur bei rund 200 Euro. Die Preise für Kalkammonsalpter (KAS) haben sich in Deutschland zuletzt ebenfalls nicht verändert. Ende Februar kostete KAS an den deutschen Importhäfen (Spotmärkten) weiterhin relativ stabil bei gut 280 Euro/t. Zum Jahreswechsel hatte man KAS noch 10 Euro preiswerter für gut 270 Euro verladen.
 
P-Dünger und Kali unverändert
Die Preise für P-Dünger (DAP) liegen an den deutschen Importhäfen (Spotmärkten) Ende Februar  relativ stabil bei etwa 505 Euro/t. Anfang Februar waren die preis noch 5 bis 10 Euro niedriger. Zum Jahreswechsel lagen die DAP-Preise an den deutschen Spotmärkten sogar nur bei rund 445 Euro und damit rund 50 Euro niedriger. Ebenfalls unverändert bei etwa 265 Euro/t waren Ende Februar an den deutschen Ostseehäfen die Spotmarkpreise für Kalidünger (Kornkali ). Zum Jahreswechsel hatte man Kornkali an den deutschen Spotmärkten noch für weniger als 260 Euro/t gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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