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Analyse

Harnstoff und AHL billiger, KAS stabil, DAP teurer

von , am
18.02.2015

Mitte Februar geben die Preise für Harnstoff und Ammonium-Harnstofflösung (AHL) an den deutschen Spotmärkten für Mineraldünger nach.

Die Harnstoffpreise liegen gerade 30 Euro unter dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
 
Mitte Februar geben die Preise für Harnstoff und Ammonium-Harnstofflösung (AHL) an den deutschen Spotmärkten für Mineraldünger nach. Grund sind die weiter nachgebenden Kurse an den wichtigsten internationalen Handelsplätzen. So rutschten die Preisangebote für geprillten Harnstoff am ukrainischen Schwarzmeerhafen Yuznhy für die Auslieferung im März erstmals seit Juni 2014 wieder unter die Marke von 300 USD/t. Für die Auslieferung von April bis Juli gehen die Preisforderungen derzeit sogar bis unter 280 USD/t zurück. Grund für die rückläufigen Preise dürfte der Preis- und Angebotsdruck aus China sein. An den Exporthäfen im Mittleren Osten sind die Preisforderungen für granulierte Ware ebenfalls von zuletzt 325 USD/t auf 315 USD/t zurückgegangen. Eine ähnliche Entwicklung ist am Weltmarkt derzeit auch bei den AHL-Preisen zu beobachten .
 
P-Dünger wird am Weltmarkt langsam billiger
Relativ fest zeigten sich am Weltmarkt zuletzt die Preise für P-Dünger (DAP/MAP). Für die Verladung im März gehen die Preisforderungen in Nordamerika jedoch von derzeit noch 485 USD/t auf 475 USD/t zurück. Bis Juni rutschen die nordamerikanischen Exportpreise dann auf weniger als 460 USD. In Brasilien geben die Importpreise (cif) für P-Dünger (MAP) bereits nach und rutschen im Februar unter 500 USD/t (cif). Die Preise für Kalidpünger sind am Weltmarkt bislang relativ stabil und werden sich wohl erst Ende Februar ändern. Dann ist das chinesische Neujahrfest vorüber und mit den russischen und nordamerikanischen Lieferanten werden neue Konditionen für 2015 verhandelt. Derzeit importiert China Kalidünger (MOP) für rund 305 USD/t. In Brasilien liegen Importpreise (cif) Mitte Februar bei 364 USD/t und in Südostasien bei 330 USD/t. Der Euro pendelte im Februar zwischen 1,15 USD/t und etwa 1,13 USD.
 
Harnstoff und AHL in Deutschland billiger, KAS stabil
An den deutschen Importhäfen (Ostsee) kostete Harnstoff (granuliert) Mitte Februar etwa 355 Euro/t und damit etwas weniger als zum Beginn des Monats (360 Euro/t). Ende Januar lagen die Spotmarktpreise jedoch schon einmal bei 350 Euro und zum Jahresswechsel kostete Harnstoff nur 330 Euro/t. Auch die Preise für Ammonium-Harnstofflösung (AHL) sind an den deutschen Spotmärkten zurückgegangen. Mitte Februar kostete der Flüssigdünger noch 220 Euro/t und damit etwa 5 Euro weniger als zum Beginn des Monats mit 225 Euro/t. Zum Jahreswechsel lagen die AHL-Preise allerdings nur bei rund 200 Euro. Die Preise für Kalkammonsalpter (KAS) haben sich in Deutschland zuletzt kaum verändert. Mitte Februar lagen die KAS-Preise an den deutschen Importhäfen (Ostsee) weiterhin relativ stabil bei gut 280 Euro/t. Zum Jahreswechsel hatte man KAS noch 10 Euro preiswerter verladen für gut 270 Euro verladen.
 
Preise für P-Dünger in Deutschland gestiegen, Kali stabil
Die Preise für P-Dünger (DAP) sind den Importhäfen im Februar weiter gestiegen, dürften aber (vgl. internationale Märkte) mittelfristig nachgeben. Mitte Februar wurde DAP an den deutschen Ostseehäfen für etwa 505 Euro/t verladen. Im Vergleich zum Monatsbeginn ist die ein weiterer Preis-Anstieg von 5 bis 10 Euro. Zum Jahreswechsel lagen die DAP-Preise an den deutschen Spotmärkten sogar nur bei rund 445 Euro und damit rund 50 Euro niedriger. Weitgehend unverändert waren an deutschen Spotmärkten zudem die Preise für Kalidünger. Mitte Februar wurde Kornkali an den deutschen Ostseehäfen für etwa 265 Euro/t verladen. Zum Jahreswechsel hatte man Kornkali allerdings noch für weniger als 260 Euro/t gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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