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Analyse

Harnstoff billiger, Preise für KAS und DAP stabil

von , am
13.08.2015

Ein Grund für den Preisrückgang an den internationalen Märkten war der scharfe preisliche Wettbewerb Chinas mit dem Iran und anderen Exporteuren.

© landpixel

 
An den deutschen Importhäfen (Ostsee) kostete Harnstoff (granuliert) Mitte August etwa 315 Euro und damit rund 25 Euro weniger als vor vier Wochen (340 Euro). Auch am Weltmarkt sind die Preise im Juli relativ deutlich zurückgegangen und zeigen auch für die kommenden Termine weiter leicht nach unten. Ein Grund für den Preisrückgang an den internationalen Märkten war der scharfe preisliche Wettbewerb Chinas mit dem Iran und anderen Exporteuren um den letzten großen Einkauftender Indiens.
 
Die chinesische Regierung denkt wegen der weiter kräftig wachsenden Ausfuhren jetzt jedoch über die erneute Erhöhung der Exportzölle ab dem kommenden September nach. Höhere chinesische Exportzölle könnten die Preise am Weltmarkt wieder nach oben ziehen. Im Juli und Mitte August lagen Harnstoffpreise am ukrainischen Exporthanfen Yuzhny bei rund 270 USD/t (245 Euro) und damit 23 USD niedriger als im Juni (293 USD) und 52 USD niedriger als im vorigen Jahr mit 322 USD/t (293 Euro).
 
Kalkammonsalpeter (KAS) kostete an den deutschen Spotmärkten Mitte August etwa 250 Euro und damit ähnlich viel wie vier Wochen (250 Euro/t). Im Vergleich zu den Preisen von 2014 (253 Euro) kostet KAS in Deutschland derzeit ebenfalls ähnlich viel. Die Spotmarkt-Preise für Ammonium-Harnstofflösung (AHL) lagen Mitte August an den Spotmärkten der Ostseehäfen bei etwa 195 bis 200 Euro je t und waren damit 5 bis 10 Euro höher als vor vier Wochen (190 bis195 Euro). Gegenüber den Preisen von 2014 (190 Euro) kostet AHL in Deutschland etwa 10 Euro mehr.
 
Die Preise für P-Dünger (DAP) lagen an den deutschen Spotmärkten Mitte August etwa bei 500 Euro und waren damit im Vergleich zum Juli (500 bis 505 Euro/t) ähnlich hoch. Die Weltmarkpreise gaben im Juli ganz leicht nach.
 
Der Euro pendelte im Juli und auch Anfang August um die Marke von 1,10 USD und hatte damit nur geringen Einfluss auf die Veränderung der Exportpreise.
 
Dr. Olaf Zinke
 
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