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Analyse

Harnstoff wird auch in Deutschland billiger

von , am
12.03.2015

Für Harnstoff gaben die Spotmarkpreise nach, dagegen legten die Preise für KAS und AHL leicht zu und für P-Dünger bliebnd ie Preise unverändert.

© Mühlhausen/landpixel
 
Mitte März entwickelten sich die Preise für die wichtigsten Mineraldünger an den deutschen Spotmärkten uneinheitlich. Für Harnstoff gaben die Spotmarkpreise nach, dagegen legten die Preise für KAS und AHL leicht zu und für P-Dünger blieben die Preise unverändert. An den internationalen Märkten stehen die Preise für Harnstoff (in USD) unter Druck und geben auch im März weiter nach. Ursache für den anhaltenden Preisdruck sind die bereits zum Beginn des neuen Kalenderjahres ungewöhnlich hohen Harnstoffexporte Chinas, die auch die Exportpreise der anderen wichtigen Exporteure (Ukraine, Mitterer Osten, Ägypten) massiv unter Druck setzen. China hat im Januar 2015 fast dreimal so viel Harntoff exportiert wie im Januar 2014. Allerdings begrenzt der sehr schwache und zuletzt bis auf 1,054 USD gefallene Euro die Wirkung der rückläufigen Weltmarktpreise (in USD) bei Harnstoff und verteuert die Importe anderer Mineraldünger, auch wenn die Weltmarktpreise dort relativ stabil waren oder auch leicht nachgegeben haben.
 
Harnstoff in Deutschland billiger, KAS etwas teurer
An den deutschen Importhäfen (Ostsee) kostete Harnstoff (granuliert) Mitte März 345 Euro/t und damit trotz des deutlich schwächeren Euros etwa 15 Euro weniger als noch vor vier Wochen (360 Euro) und 10 Euro weniger als zum Beginn des Monates (355 Euro). Die Preise für Kalkammonsalpter (KAS) lagen an den deutschen Spotmärkten Mitte März hingegen bei etwa 285 Euro/t und waren damit wegen des schwächeren Euros sogar geringfügig höher als zum Beginn des Monats. Die Preise für Ammonium waren am Weltmarkt nach dem drastischen Preisrutsch zum Jahresbeginn allerings relativ stabil. Die Preise für Ammonium-Harnstofflösung (AHL) sind an den deutschen Spotmärkten Mitte März ebenfalls moderat gestiegen. Waren die Kurse für den Flüssigdünger Mitte Februar zunächst um etwa 5 Euro auf 220 Euro zurückgegangen, bewegen sich die Preiseforderungen Mitte März erneut bei etwa 225 Euro.
 
P-Dünger und Kali in Deutschland kaum verändert
Die Preise für P-Dünger (DAP) lagen Mitte März an den deutschen Importhäfen (Spotmärkte) relativ stabil bei etwa 505 Euro/t. Allerdings waren die Preise bereits Mitte Februar um rund 10 Euro gestiegen. Zum Jahreswechsel lagen die DAP-Preise an den deutschen Spotmärkten sogar nur bei rund 445 Euro und damit rund 50 Euro niedriger als jetzt. Aber auch bei DAP dürfte es in den nächsten Monaten noch zu Preiskorrekturen kommen. Ebenfalls kaum verändert um die Marke von 265 Euro/t bewegten sich Mitte März an den deutschen Importhäfen die Spotmarkpreise für Kalidünger (Kornkali ). Ende 2014 hatte man Kornkali an den deutschen Spotmärkten allerdings noch für weniger als 260 Euro/t gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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