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Analyse

Eiweißfutter wird wieder billiger

von , am
15.01.2015

Mitte Januar geraten die Preise für die wichtigsten Ölsaaten unter Druck und ziehen auch die Preise für Ölschrote mit nach unten.

© LfL Bayern

 
In der zweiten Dezemberhälfte hatte sich Eiweißfutter mit den steigenden Soja- und Rapspreisen noch einmal kräftig verteuert. Mitte Januar geraten die Preise für die wichtigsten Ölsaaten jedoch unter Druck und ziehen auch die Preise für Ölschrote mit nach unten. Auslöser für die Preiskorrektur an den internationalen Märkten sind die Aufwärtskorrekturen der letzten Sojaernte in den USA und der bevorstehenden Ernte in Brasilien. Auch in Argentinien wird im Frühjahr eine Rekordernte erwartet und alle Eckdaten des internationalen Sojamarktes drücken eine außergewöhnlich gute Marktversorgung aus.
 
Auf diese Eckdaten haben die Märkte Mitte Januar reagiert und bewegen sich nach unten. Bislang stützt der unverändert starke Export von Sojabohnen und Schrot der Amerikaner jedoch die Preise und verhindert eine noch stärkere Preiskorrektur. Bis zur Haupternte in Südamerika gehen noch einige Wochen ins Land (Brasilien im März, Argentinien im April) und ehe die (billigen) Sojabohnen in Europa sind dauert es ebenfalls noch einige Zeit.
 
Schrotpreise geben nur langsam nach
Noch ist das Preisniveau für Sojaschrot in Deutschland deshalb relativ hoch. Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) in der zweiten Januarwoche etwa 360 Euro und damit trotz des jüngsten Preisrückgangs ähnlich viel wie vor vier Wochen (360 Euro). Für die Auslieferung und Verladung im Februar lagen die Preisforderungen in Hamburg ebenfalls bei 360 Euro (Dez: 370 Euro) und damit 10 Euro niedriger alsvor vier Wochen. Die Preis-Erwartungen für den Mai 2015 bewegen sich bei knapp 330 Euro Euro/t und damit 30 Euro unter dem derzeitigen Niveau.
 
Die Preise für Rapsschrot lagen Mitte Januar bei rund 235 Euro und damit sogar 5 Euro/t höher als vor vier Wochen (230 Euro). Rapsschrot der nächsten Rapsernte 2015 (August) wurde Mitte Januar mit 225 Euro notiert. 
 
Dr. Olaf Zinke
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