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Analyse

Eiweißfutter wird immer billiger

von , am
11.06.2015

Die Preise für Sojaschrot sind im Mai weiter zurückgegangenen und geben wohl auch Juni und Juli weiter nach.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Sojaschrot sind im Mai weiter zurückgegangenen und geben wohl auch Juni und Juli weiter nach. Ursachen für den anhaltenden Preisrückgang sind die noch über den bisherigen Erwartungen liegenden Erntemengen in Brasilien und Argentinien aus der Ende Mai abgeschlossenen Soja-Ernte. Die zunächst durch Streiks in Brasilien und in Argentinien ausgelösten Lieferprobleme der Südamerikaner, hatten nur zwischenzeitlich zu einem Rückstau bei den Exporten und zu steigenden Preisen geführt.
 
Nun drängt jedoch die neue südamerikanische Rekordernte auf den Weltmarkt und auch nächste Ernte wird nach den derzeitigen Erwartungen sowohl in den USA als auch in Südamerika nicht viel kleiner, so dass die Bestände auf neue Rekordmarken klettern und die Preise unten halten. Bei Rapssaat waren die Preise zuletzt wegen Knappheit am physischen Markt und wegen der schwachen Ernteprognosen Kanadas sehr kräftig auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen und hatten auch die Rapsschrotpreise mit nach oben gezogen.
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Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) Anfang Juni rund 335 Euro und damit 12 Euro weniger als vor vier Wochen (348 Euro). Im vorigen Jahr lagen die Preise für Sojaschrot zum gleichen Termin etwa bei 402 Euro und waren damit 37 Euro höher. Für die Auslieferung und Verladung im Juli lagen die aktuellen Preisforderungen für Sojaschrot noch bei 328 Euro und für den August bei etwa 320 Euro.
 
Die Preise für Rapsschrot waren Anfang Juni am Export-Hafen in Hamburg zweitweise auf 280 Euro gestiegen und waren damit 20 Euro höher als vor vier Wochen (261 Euro) allerdings wurde kaum alterntige Ware zu diesem Preisen gehandelt. Für Rapsschrot der neuen Rapsernte 2015 (August) wurden in Hamburg Anfang etwa 224 Euro/t geboten und damit 3 Euro mehr als vier Wochen zuvor (221 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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