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Analyse

Eiweißfutter wird immer billiger

von , am
16.10.2014

Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) Anfang Oktober 345 Euro/t und damit 25 Euro weniger als Anfang September.

© Mühlhausen/landpixel
 
Am Ölsaatenmarkt bestimmen im Oktober die rekordhohe Ernteprogosen die Markt – und Preisentwicklung. Allerdings hat die witterungsbedingt ungewöhnlich langsame US-Ernte im Oktober den erwarteten Preisrückgang erneut etwas verzögert und Anfang Oktober sogar für einen zwischenzeitlichen Anstieg gesorgt. Zuvor hatte sich die starke Abwärtsbewegung der Soja- und Sojaschrotpreise am Weltmarkt im September jedoch deutlich fortgesetzt. Am US-Terminmarkt betrug der Rückgang der Sojapreise  im September mehr als 10 Prozent. Gleichzeitig schwanken die Sojapreise  jedoch weiterhin sehr kräftig. Zum aktuellen Preisrückgang tragen neben der riesigen US-Ernte auch die sehr hohen Anbau- und Ernteprognosen für die neue Sojaernte in Brasilien und Argentinien bei. Trotz der sehr langsamen US-Ernte zeigt das aktuelle Crop-Monitoring des USDA die Sojapflanzen weiterhin in ganz hervorragendem Zustand.
 
In Deutschland fallen die Preise weiter
Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) Anfang Oktober 345 Euro/t und damit 25 Euro weniger als Anfang September. Für den November lagen die Preisforderungen nur noch bei 325 Euro. Die Preis-Erwartungen für den Februar 2015 bewegten sich bei etwa 310 Euro/t. Rapsschrot kostete an den Verladestellen in Hamburg Anfang Oktober rund 200 Euro/t und damit etwas weniger als vor vier Wochen. Für den November liegen die Preisforderungen derzeit ebenfalls bei 200 Euro und für Februar 2015 bei etwa 195 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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