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Analyse

Eiweißfutter weiter sehr teurer

von , am
17.01.2014

Die Preise für Sojaschrot und Rapsschrot lagen Mitte Januar auf dem gleichen Niveau wie vier Wochen zuvor.

© Werkbild Bayer
 
Keine grundlegenden Veränderungen an den Marktverhältnissen brachte der letzte USDA-Report für den Soja- und den Rapsmarkt. Auch die Preise für Sojaschrot und Rapsschrot lagen Mitte Januar auf dem gleichen Niveau wie vier Wochen zuvor. Dabei werden für das laufende Wirtschaftsjahr eigentlich neue Rekordmarken sowohl bei der Produktion und beim Verbrauch als auch beim Export und bei den Endbeständen von Soja und Sojaschrot erwartet.
 
US-Soja am Weltmarkt weiter gefragt und teuer
In den USA wurde die Produktion von Sojabohnen etwas stärker nach oben gesetzt als zuvor erwartet wurde. Die Ernteerwartungen für Argentinien ließ das USDA unverändert. Für Brasilien setzte man die Ernteprogose weiter nach oben. Für Brasiliens Landwirte bedeutet die jetzt erwartete Erntemenge einen neuen Produktionsrekord und für Argentinien eine Wiederholung des bisherigen Ernterekords aus dem Wirtschaftsjahr 2009/10. Wirksam wird das größere Angebot aber erst mit der neuen südamerikanischen Ernte im Frühjahr. Bis dahin lebt die Welt im Wesentlichen von den Soja- und den Schrotexporten aus den USA. Bis Anfang Januar hatten die Amerikaner bereits 40,7 Mio. t Soja am Weltmarkt verkauft und damit nicht nur gut 9,7 Mio. t mehr als im letzten Jahr und zudem die gesamte für das laufende Wirtschaftsjahr eigentlich erwartete US-Exportmenge.
 
Schrotpreise auf dem Stand von Dezember
Die Preise für Sojaschrot haben sich vor diesem Hintergrund im Vergleich zum Vormonat kaum verändert. Mitte Januar lagen die Preise für Sojaschrot an den deutschen Importhäfen bei 410 Euro/t (frei LKW) und für den Februar bei 408 Euro. Erst ab April erwarten die deutschen Händler derzeit einen Rückgang der Schrotpreise unter 400 Euro und erst danach, mit der Ankunft der Riesenernte aus Südamerika, fallen die Kontraktpreise nach derzeitiger Einschätzung auf 360 Euro/t bis 370 Euro/t. Bis dahin bleiben die Preise für Soja und Sojaschrot jedoch erst einmal hoch. Rapsschrot kostete Mitte Januar an den deutschen Verladestellen rund 244 Euro und war damit gerade einmal 6 Euro preiswerter als im Dezember.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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