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Analyse

Europäische Sojaimporte kleiner, Schrotimporte stabil

von , am
03.03.2015

Der Import der Europäer von Sojabohnen war in den ersten 6 Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 (Juni bis Dezember) rund 11 % kleiner als die Importmenge des letzten Jahres.

© Werkbild Bayer
Der Import der Europäer von Sojabohnen war in den ersten 6 Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 (Juni bis Dezember) rund 11 % kleiner als die Importmenge des letzten Jahres. Gleichzeitig sind die Einfuhren von Sojaschrot nach Europa im gleichen Zeitraum etwa so hoch wie im vorigen Wirtschaftsjahr. Die wichtigsten Schrotlieferanten für die Europäische Union sind Argentinien und Brasilien. Ihre  Sojabohnen kauften die Europäer hingegen vor allem in Brasilien und in den USA. Diese Entwicklung zeigt eine Auswertung der Importdaten durch die EU-Kommission für den Zeitraum Juli bis Dezember 2014.
 
Rund 11 % weniger Sojabohnen importiert
Der Import von Sojabohnen in die Europäische Union erreichte nach den Daten der EU-Kommission in den ersten 6 Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 (Juni bis Dezember) einen Umfang von 5,56 Mio. t. Im letzten Jahr lag die Importmenge zum gleichen Termin bei 6,28 Mio. t und war  damit 0,72 Mio. t oder 11 % größer. Vor zwei Jahren hatten die Europäer im gleichen Zeitraum rund 5,73 Mio. t Sojabohnen importiert und im langjährigen Mittel betrug die Einfuhrmenge immerhin 5,92 Mio. t und ist damit ebenfalls rund 7 % größer. Die Länder der EU sind nach China der zweitgrößte globale Importeur von Sojabohnen und das USDA erwartet die diesjährigen europäischen Soja-Importe bislang bei 12,8 Mio. t (Vj. 13,0 Mio. t).
 
Wichtigster Sojalieferant ist Brasilien
Der wichtigste europäische Lieferant von Sojabohnen in den ersten 6 Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 (Juni bis Dezember) war Brasilien, mit einer Liefermenge von 2,42 Mio. t bzw. etwa 44 % der europäischen Sojabohnenimporte. Im letzten Jahr lag die brasilianische Liefermenge zu diesem Termin bei 2,36 Mio. t und im langjährigen Mittel bei 2,49 Mio. t. Zweitwichtigster Lieferant  für die EU sind im aktuellen Wirtschaftsjahr die USA, mit einer bisherigen Liefermenge von 1,88 Mio. t und einem Lieferantanteil von 34 %. Dabei ist ein deutlicher Zuwachs der US-Lieferungen gegenüber dem Vorjahr (1,39 Mio. t) und erst Recht gegenüber dem langjährigen Mittel (1,12 Mio. t) zu beobachten. Drittwichtigster Lieferant für die EU ist bislang Kanada mit einem Lieferumfang von 0,6 Mio. t (Vj. 0,86 Mio. t) und auf Position vier der wichtigsten Sojalieferanten für die EU liegt die Ukraine, mit Lieferungen von 0,26 Mio. t (Vj. 0,23 Mio. t).
 
Schrotimporte sind relativ stabil
Der Import von Sojaschrot in die Europäische Union erreicht nach den Daten der EU-Kommission in den ersten 6 Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 (Juni bis Dezember) einen Umfang von 9,55 Mio. t. Im letzten Jahr lag die Importmenge zum gleichen Termin bei 9,58 Mio. t und war damit ähnlich groß wie in diesem Jahr. Vor zwei Jahren hatten die Europäer im gleichen Zeitraum hingegen lediglich 8,99 Mio. t Sojaschrot importiert. Im langjährigen Mittel beträgt die Einfuhrmenge immerhin 10,12 Mio. t und ist damit rund 6 % größer als in diesem Jahr. Derzeit sind die Europäer der mit Abstand größte globale Importeur von Sojaschrot und das USDA erwartet die diesjährigen europäischen Gesamtimporte bei 19,3 Mio. t (Vj. 18,1 Mio. t).
 
Argentinien mit stabilen Schrot-Liefermengen
Der wichtigste europäische Lieferant von Sojaschrot in den ersten 6 Monaten des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 (Juni bis Dezember) war Argentinien, mit einer Liefermenge von 4,22 Mio. t bzw. etwa 44 % der Gesamtimporte. Im letzten Jahr lag die argentinische Liefermenge zu diesem Termin bei 4,17 Mio. t und im langjährigen Mittel immerhin bei 5,04 Mio. t. Zweitwichtigster Lieferant ist im aktuellen Wirtschaftsjahr Brasilien mit einer bisherigen Liefermenge von 3,99 Mio. t und einem Lieferantanteil von 42 %. Dies ist jedoch ein Rückgang der brasilianischen Lieferungen gegenüber dem Vorjahr (4,32 Mio. t) um 8 % und auch gegenüber dem langjährigen Mittel (4,49 Mio. t). Drittwichtigster Lieferant für die EU ist Paraguay, mit einem Lieferumfang von 0,63 Mio. t (Vj. 0,11 Mio. t) und auf Position vier liegt die USA mit Lieferungen von 0,29 Mio. t (Vj. 0,52 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
 
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