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Analyse

Preisanstieg bei Eiweißfutter nicht von Dauer

von , am
15.10.2015

Mitte Oktober sind die Preise dann vor dem Hintergrund einer starken chinesischen Importnachfrage, jedoch noch einmal kräftig nach oben geschossen.

© Beuermann/landpixel
 
Die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot haben im Septembervor dem Hintergrund großer Angebotsmengen in Nord- und Südamerika nachgegeben. Bis Mitte Oktober setzte sich der Preisrückgang zunächst fort. Mitte Oktober sind die Preise dann vor dem Hintergrund einer starken chinesischen Importnachfrage dann  noch einmal kräftig nach oben geschossen.
 
Dieser Anstieg dürft jedoch nicht von Dauer sein, denn die fundamentale Angebotssituation bis zur nächsten, erneut sehr groß erwarteten südamerikanischen Ernte, ist eigentlich ganz hervorragend. Ein Preisanstieg wäre eigentlich nur durch eine unter den Erwartungen bleibende aktuelle US-Ernte oder durch einen witterungsbedingten Rückgang der Ernteerwartungen 2016 für Südamerika zu erwarten.
 
Für den November und den Dezember sind die aktuellen Preiserwartungenfür Sojaschrot am Importhafen Hamburg jedenfalls weiter nach unten gerichtet und die Kontraktpreise für die Auslieferung von Sojaschrot sind für die genannten Termine niedriger als für den Oktober.
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Für Rapsschrot haben die Preise im September ebenfalls nachgegeben und sind im Oktober jedoch wieder relativ deutlich auf das Niveau von Anfang September gestiegen. Hier rechnet man weiter die kommenden Monate (wegen der im Vergleich zum Soja deutlich engeren Versorgung) mit einem moderaten Preisanstieg.
 
Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) Mitte Oktober rund 320 Euro und damit 5 Euro weniger als vor vier Wochen (325 Euro). Zeitweise waren die Kurse im Oktober jedoch bis 312 Euro zurückgegangen. Im vorigen Jahr lagen die Preise für Sojaschrot zum gleichen Termin etwa bei 345 Euro und waren damit 25 Euro höher. Für die Auslieferung und Verladung im November lagen die aktuellen Preisforderungen für Sojaschrot noch bei 318 Euro und damit 7 Euro niedriger als vor vier Wochen (327).
 
Die Preise für Rapsschrot lagen Mitte Oktober am Export-Hafen in Hamburg bei etwa 231 Euro und damit 7 Euro höher als vor vier Wochen (224 Euro). Zeitweise waren die Kurse im Oktober bis 215 Euro zurückgegangen. Im vorigen Jahr lagen die Preise für Rapsschrot zum gleichen Termin etwa bei 200 Euro und waren damit 31 Euro niedriger. Für Rapsschrot zur Auslieferung im November lagen die Angebotsreise in Hamburg bei 232 und damit 6 Euro niedriger als im Vormonat (238 Euro/t).
 
Dr. Olaf Zinke
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