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Analyse

Preise für Eiweißfutter halten sich oben

von , am
12.02.2015

Ein größerer Preisrückgang für Soja und Sojaschrot und in der Folge auch für Raps blieb nach den Daten des Februar-Reports des USDA erst einmal aus.

© landpixel
 
Ein größerer Preisrückgang für Soja und Sojaschrot und in der Folge auch für Raps blieb nach den Daten des Februar-Reports des USDA erst einmal aus. Im Gegenteil, die Ölsaatenmärkte behaupten sich auf dem bisherigen Niveau und die Preiserwartungen bei Soja und Sojaschrot für die nächsten Monate gehen sowohl in den USA als auch in Südamerika an den dortigen Exporthäfen nicht viel weiter nach unten. Dabei hatte der USDA-Report die bislang erwarteten Rekordernten in Brasilien und Argentinien mit leichten Korrekturen bestätigt. In Argentinien wachsen zudem die ohnehin schon riesigen Bestände bei Soja auf neue Rekordwerte und auch die globalen Endbestände sind trotz leichter Korrekturen 35 % größer wie die Rekordbestände aus dem letzten Jahr. Allerdings kostete Soja am Weltmarkt Mitte Februar etwa 25 % weniger als 12 Monate zuvor. An den deutschen Importhäfen sind die Preise für Sojaschrot Mitte Februar rund 15 % niedriger als vor 12 Monaten. Daran hat auch der schwache Euro der seit November 10 % an Wert verloren hat und die Importe entsprechen verteuerte.
 
Preise für Sojaschrot erst im Mai niedriger
Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) am 11. Februar knapp 357 Euro und damit 24 Euro weniger als zum Monatswechsel (381 Euro) und etwa 18 Euro weniger als vor vier Wochen (375 Euro). Im vorigen Jahr lagen die Preise für Sojaschrot zum aktuellen Termin etwa bei 415 Euro und damit 58 Euro höher. Für die Auslieferung und Verladung im März 2015 lagen die Preisforderungen in Hamburg am Mittwoch (11.02) ebenfalls bei 357 Euro und damit 21 Euro niedriger als zum Monatswechsel (378 Euro). Die derzeitigen Preis-Erwartungen für den April liegen ebenfalls bei 356 Euro. Erst für den Mai 2015 fallen die Preiserwartungen dann auf gut 330 Euro/t (Vw. 340 Euro) und liegen damit 27 Euro unter dem aktuellen Niveau.
 
Rapsschrotpreise bleiben hoch
Die Preise für Rapsschrot lagen Mitte Februar am Export-Hafen in Hamburg bei rund 240 Euro und damit rund 8 Euro niedriger als zum Monatswechsel (248 Euro) und ähnlich hoch wie vor vier Wochen (242 Euro). Dabei haben sich die Preis für Rapssaat zuletzt am Terminmarkt gut behauptet, und lagen Mitte Februar am Großmarkt in Hamburg (356 Euro) nur geringfügig niedriger als vor vier Wochen (359 Euro). Im vorigen Jahr kostete Rapsschrot zu diesem Termin etwa bei 260 Euro und damit 20 Euro mehr als 2015. Rapsschrot der neuen Rapsernte 2015 (August) wurde in Hamburg mit 215 bis 220 Euro/t notiert und damit etwas niedriger als vor vier Wochen (227 Euro). Im Vergleich zu den aktuellen Preisen kostet der Schrot der neuen Ernte gut 20 Euro weniger.
 
Dr. Olaf Zinke
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