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Analyse

Preise für Eiweißfutter steigen wieder

von , am
20.02.2015

Die Preise für Eiweißfutter sind diese Woche in Deutschland und an den internationalen Märkten wieder gestiegen.

© landpixel
 
Die Preise für Eiweißfutter sind diese Woche in Deutschland und an den internationalen Märkten wieder gestiegen. Auch am US-Terminmarkt in Chicago haben die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot zugelegt und die Preise für Sojabohnen haben ungeachtet der rekordhoch erwarteten Ernte in Südamerika im Wochenverlauf erneut die 1000 Ct je Buschel (323 Euro) Marke nach oben übersprungen. Ein Grund für diese Entwicklung sind die witterungsbedingten Verzögerungen der laufenden Sojaernte in Brasilien, die auch zu einer späteren Verladung und Ausfuhr der Sojabohnen und damit auch zu einer längeren Belieferung der globalen Märke durch die USA führen. Mitte Februar war die Sojaernte im wichtigsten brasilianischen Anbaustaat Mato Grosso zu 25 % eingebracht.
 
Sojaschrot aus Südamerika wird billiger
An den US-Exporthäfen wurden Sojabohnen am Mittwoch (18.02) für den Februartermin für 406 USD/t (356 Euro) angeboten. Die Preisforderungen für die Verladung im März lagen bei 400 USD/t (351 Euro) und für den April bei 395 USD/t (346 Euro). Argentinische Sojabohnen kosten für die Auslieferung im April  379 USD/t (332 Euro)  und damit knapp 30 USD oder 7 % wenierg als die US-Bohnen. Die europäischen Importpreise für Sojaschrot lagen am Mittwoch in Rotterdam bei 467 USD/t (410 Euro) und für die Auslieferung im März lagen die Preisforderung in Rotterdam bei 452 USD/t (396 Euro). Für den April geht man in Rotterdam derzeit von Sojaschrotpreisen von 432 USD/t (379 Euro) aus und damit ebenfalls von einem Preisrückgang von etwa 7 %. Rapsschrot wurde in Rotterdam am Mittwoch für die Auslieferung im Februar mit 273 USD/t (239 Euro) notiert und für den April mit 270 USD/t.
 
Preise für Sojaschrot sind wieder gestiegen
Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) am 19. Februar knapp 365 Euro und damit 8 Euro mehr wie als in der Vorwoche (357 Euro), jedoch 15 Euro weniger als Ende Januar (380 Euro). Im vorigen Jahr lagen die Preise für Sojaschrot zum aktuellen Termin etwa bei 420 Euro und damit 55 Euro höher. Für die Auslieferung und Verladung im März 2015 lagen die Preisforderungen in Hamburg am Donnerstag (19.02) ebenfalls bei 365 Euro und damit auch 8 Euro höher als vor eienr Woche. Die Preis-Erwartungen für den April lagen ebenfalls bei 363 (Vw: 356 Euro). Erst für den fallen die Preisforderungen auf 338 Euro/t (Vw. 330 Euro) und liegen damit 27 Euro bzw. 7 % unter dem aktuellen Niveau.
 
Rapsschrot verteuert sich ebenfalls
Die Preise für Rapsschrot lagen am Donnerstag am Export-Hafen in Hamburg bei 244 Euro und  waren damit 4 Euro höher als vor einer Woche (240 Euro) und fast wieder so hoch wie Ende Januar (248 Euro). Dabei haben sich die Preis für Rapssaat im Verlauf der Woche am Terminmarkt kaum verändert, und lagen am Donnerstag (19.02) am Großmarkt in Hamburg bei 358 Euro und damit 2 Euro höher als vor einer Woche (356 Euro). Im vorigen Jahr kostete Rapsschrot in Hamburg zu diesem Termin etwa 270 Euro und damit 26 Euro mehr als 2015. Rapsschrot der neuen Rapsernte 2015 (August) wurde in Hamburg am Donnerstag mit 225 Euro notiert damit etwas höher als in der vorigen Woche (220 Euro). Im Vergleich zu den aktuellen Preisen kostet der Schrot der neuen Ernte gut 20 Euro weniger.
 
Dr. Olaf Zinke
 
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