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Analyse

Preise für Sojaaschrot sind nochmals gestiegen

von , am
27.01.2015

Die Preise für Sojaschrot (Eiweißfutter) udn Rapsschrot behaupten sich überraschend lange auf hohem Niveau.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Sojaschrot (Eiweißfutter) und Rapsschrot behaupten sich überraschend lange auf hohem Niveau. Massive Unterstützung kam zum Beginn dieser Woche aus den USA, wo sich die Preise für Soja und vor allem für Sojaschrot nach einer zunächst eindeutig abwärts gerichteten Tendenz wieder kräftig erholten. Das mag vor dem Hintergrund der allmählich näher rückenden sehr groß erwarteten Ernte in Südamerika verwundern. Sowohl für Brasilien als auch für Argentinien geht man derzeit von Rekordernten aus. Und auch die Exportdaten für Soja aus den USA waren zuletzt so schwach wie noch nie in diesem Wirtschaftsjahr. Allerdings dauert es noch einige Wochen bis zur südamerikanischen Haupternte und Meldungen über zu wenig Regen in einigen brasilianischen Anbaugebieten stützen immer wieder die Preise. Fundamental gesehen spricht allerdings vieles für eine (baldige) Korrektur der Soja- und Schrotpreise nach unten. Die Rapspreise haben diese Woche auch ohne den Druck vom Soja nachgegeben.
 
Sojaschrot nochmals teurer
Am deutschen Importhafen in Hamburg kostete Sojaschrot (frei LKW) am 27. Januar knapp 380 Euro und damit 10 Euro mehr als in der letzten Woche (370 Euro) und fast wieder so viel wie zum Beginn des Monats (385 Euro). Im vorigen Jahr lagen die Preise für Sojaschrot zu diesem Termin etwa bei 390 Euro und damit 10 Euro höher. Für die Auslieferung und Verladung im Februar 2015 lagen die Preisforderungen in Hamburg am Dienstag (27.01) ebenfalls bei 380 Euro und damit 12 Euro höher als in der vorigen Woche (368 Euro). Die derzeitigen Preis-Erwartungen für den April liegen bei 370 Euro und für den Mai 2015 knapp 340 Euro/t (Vw. 330 Euro) und damit rund 40 Euro bzw. 11 % unter dem aktuellen Niveau.
 
Rapsschrotpreise steigen mit Sojaschrot
Die Preise für Rapsschrot lagen diese Woche am Export-Hafen in Hamburg bei rund 248 Euro und damit (trotz wieder nachgebender Rapspreise) rund 8 Euro höher als in der letzten Woche (240 Euro) und fast so hoch wie zum Beginn des Monats (250 Euro). Dabei haben die Rapsreise diese Woche am Terminmarkt wieder nachgegeben, liegen aber am Großmarkt in Hamburg auf ähnlichem Niveau wie letzte Woche (357 Euro). Im vorigen Jahr lagen die Preise für Rapsschrot zu diesem Termin etwa bei 260 Euro und damit 12 Euro höher. Rapsschrot der neuen Rapsernte 2015 (August) wurde in dieser Woche in Hamburg mit knapp 230 Euro/t notiert und damit geringfügig höher als in der letzten Woche mit 227 Euro. Im Vergleich zu den aktuellen Preisen kostet Schrot der neuen Ernte 7 % oder rund 18 Euro weniger.
 
Dr. Olaf Zinke
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