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Analyse

Frankreich: Durchschnittliche Getreideernte bestätigt

Felder vor Mont Saint Michel
© imago/blickwinkel
von , am
08.08.2017

In Frankreich haben sich erste Meldungen über eine durchschnittliche Getreideernte bestätigt. Der Mais dürfte das fünfjährige Mittel hingegen deutlich verfehlen.

Die Statistikabteilung des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) beziffert die Getreideernte 2017 auf 67,1 Mio. t. Damit würde sich die Produktion im Vergleich zum miserablen Vorjahr um 23,7 % erholen und läge ziemlich genau im Mittel der Jahre 2012 bis 2016. Ein noch besseres Ergebnis verhinderten Spätfröste im April, zu wenig Niederschlag im Frühjahr und eine Hitzewelle im Juni.

Die Ernte an Weichweizen fällt gegenüber der Missernte im Vorjahr um ein Drittel besser aus und dürfte annähernd 36,8 Mio. t erreicht haben. Damit würde das fünfjährige Mittel um 3,1 % übertroffen. Die Hartweizen-Erzeugung nimmt im Vorjahresvergleich um 21,2 % und verglichen mit dem mehrjährigen Mittelwert um 12,3 % auf 2,1 Mio. t zu. Der Anbau war um rund 5 % eingeschränkt worden, nachdem das Hartweizen-Areal zuvor zwei Jahre in Folge deutlich ausgedehnt worden war.

Die Gerstenernte (Winter und Sommer) dürfte mit 12,3 Mio. t abgeschlossen haben. Das wären 17,6 % mehr als 2016 und ein Plus von 7,8 % gegenüber den Jahren 2012 bis 2016.

Weniger Körnermais angebaut

Die Rapserzeugung stieg laut Agreste in diesem Jahr um 10,3 % auf 5,2 Mio. t; das wären 2,7 % mehr als im Mittel der Jahre 2012 bis 2016. Im Vergleich zur Schätzung von Juli hob Agreste seine Angaben 560.000 t an.

Die Ernte an Körnermais könnte knapp 13 Mio. t erreichen und würde damit das Vorjahr um 9 % übertreffen, den Fünf-Jahres-Schnitt aber um 12,7 % verfehlen. Ursache ist eine um 15 % reduzierte Anbaufläche. Der Anbau von Futtermais blieb hingegen stabil. Bei um 10 % höheren Erträgen wird die Produktion mit 17,5 Mio. t ebenfalls rund 10 % höher ausfallen als 2016. Agreste weist darauf hin, dass sich die Verteilung der Maisernte zwischen Körner- und Futtermais im weiteren Verlauf der Saison allerdings noch signifikant verschieben kann.

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