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Analyse

D 2014: Mehr Wintergerste in Niedersachsen, weniger in Bayern

von , am
21.01.2014

in Bayern ging der Anbau von Wintergerste moderat um 1,9 % zurück. In Niedersachsen wächst die Fläche um 6,0 %.

© Mühlhausen/landpixel
 
Der Anbau von Wintergerste in Deutschland für die Ernte 2014 wurde nach den vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes um rund 2,7 % auf 1.243.900 ha ausgeweitet. Im Jahr zuvor (Ernte 2013) bauten die deutschen Landwirte auf rund 1.212.000 ha Wintergerste an. Gegenüber dem Jahr zuvor (Ernte 2012) war dies bereits ein Zuwachs von 11 %. Vor zwei Jahren (2012) war die Anbaufläche nach erheblichen Auswinterungsschäden auf 1.090.000 ha eingebrochen. Trotz des aktuellen Zuwachses bleibt die Anbaufläche von Wintergerste nach den Daten des Statischen Bundesamtes noch unter dem langjährigen Mittel von 1.309.000 ha.
 
Niedersachsen bauen mehr an, Bayern weniger
Am stärksten ausgeweitet haben die Landwirte den Anbau von Wintergerste für die Ernte 2014 in Brandenburg mit 10,1 % auf 81.300 ha. Auch in Rheinland-Pfalz wächst die Fläche um 9,4 % auf 36.000 ha. Das Bundesland mit der größten Anbaufläche von Wintergerste bleibt jedoch auch im Jahr 2014 Bayern. Allerdings ging der Anbau hier im Vergleich zum letzten Jahr (Ernte 2013) sogar moderat um 1,9 % auf 243.000 ha zurück. Im vorigen Jahr (2013) hatten die Landwirte in Bayern den Anbau von Wintergerste besonders kräftig um gut 11 % ausgedehnt. Auf Position zwei der deutschen Produzenten von Wintergerste rangiert weiterhin Niedersachsen, mit einer Anbaufläche von 135.500 ha. Im Vergleich zur Ernte 2013 ist dies ein weiterer Flächenzuwachs von 6,0 %. Im Jahr 2013 war die Anbaufläche in Niedersachsen bereits um rund 10 % gewachsen.
 
 Anbauausweitung in NRW, SH und Ostdeutschland
Auf Platz drei der deutschen Anbauländer von Wintergerste liegt 2014 NRW, mit rund 135.000 ha und einem Zuwachs von 3,8 %, vor Mecklenburg-Vorpommern, mit einer Fläche von 120.300 ha und einem Plus von 1,8 %. In Sachsen-Anhalt blieb die Anbaufläche zur Ernte 2014 mit 96.000 ha im Vergleich zu 2013 fast unverändert. Um 2,5 % auf 94.500 ha zugenommen hat 2014 die Anbaufläche in Sachsen und auch in Thüringen ist die Anbaufläche mit 74.000 ha rund 3,3 % größer. Eine relativ stabile Anbaufläche meldete man mit 92.500 ha aus Baden-Württemberg. Auf einen Zuwachs von 4,5 % auf 55.600 ha kommen hingegen die Landwirte in Schleswig-Holstein.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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