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Analyse

Deutsche Gerstenexporte haben sich halbiert

von , am
25.11.2014

Die deutsche Gerstenausfuhr in Drittländer hat sich gegenüber 2013 mehr als halbiert.

© Mühlhausen/landpixel
Bei Gerste wird der Rückstand der europäischen Exportverkäufe zum Rekordergebnis aus dem Vorjahr im November allmählich kleiner. Dennoch sind die Exportverkäufe (Lizenzen) der Europäer bislang noch immer rund 20 Prozent kleiner als 2013. Vor vier Wochen betrug der Rückstand jedoch noch rund ein Drittel. Die deutsche Gerstenausfuhr in Drittländer hat sich gegenüber 2013 allerdings mehr als halbiert. Nach den Daten der EU-Kommission wurden in den ersten 21 Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 rund 3,64 Mio. t Gerste (Lizenzen) in Drittländer verkauft. Das ist (bei einer ähnlich großer Ernte) eine rund 20 Prozent bzw. 0,94 Mio. t kleinere Menge als im bisherigen Rekordjahr 2013/14 mit 4,58 Mio. t. Andererseits ist die diesjährige Exportmenge 54 Prozent bzw. 1,28 Mio. t größer als die Ausfuhrmenge aus dem Wirtschaftsjahr 2012/13 mit 2,36 Mio. t. Offenbar haben sich Gerstenexporte der beiden Schwarzmeerländern (Russland, Ukraine) zuletzt abgeschwächt. Die Ukraine hat von 1ten Juli 2014 bis 24. November rund 3,32 Mio. t Gerste in Drittländer exportiert. Aus Russland wurden bis zu diesem Termin 2,05 Mio. t Gerste exportiert.
 
Deutsche Gerstenexporte halbiert, Frankreich größter Exporteur
Größter Einzelexporteur in den ersten 21 Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres ist etwa seit Mitte Oktober Frankreich, mit einer Ausfuhrmenge (Lizenzen) von insgesamt 865.387 t. Das sind immerhin 18 % oder 268.000 t weniger als im letzten Jahr zu diesem Termin als die Franzosen nur 1,13 Mio. t exportiert hatten. Die zweitgrößte Liefermenge kam mit 706.183 t Gerste aus Deutschland. Im vorigen Jahr lag die deutsche Ausfuhrmenge zu diesem Termin allerdings bei 1,59 Mio. t und war damit mehr als doppelt so hoch wie 2014 und und auch deutlich größer als die Ausfuhr Frankreichs. Auf Position drei der wichtigsten europäischen Exporteure liegt Rumänien mit Ausfuhren von 504.370 t. Vor einem Jahr hatten die Rumänien 203.000 t Gerste in Drittländer verkauft und damit nicht einmal halb so viel.
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Bulgarien, Litauen und Finnland steigern Exporte
Wie beim Weizen haben im Vergleich zum Vorjahr auch bei Gerste einige osteuropäische und skandinavische Länder ihre Ausfuhrmengen gesteigert. So verkaufte Bulgarien bislang 268.130 t Gerste in Drittländer, während es im letzten Jahr nur 140.224 Mio. t waren. Litauen kommt bisher auf Ausfuhren von 158.150 t im Vergleich zu 138.240 t im Jahr 2013. Aus Finnland wurden 106.000 t in Drittländer verkauft gegenüber 32.000 t im Jahr 2013. Weniger Gerste als 2013 wurde hingegen mit 139.000 (Vj. 178.000 ) aus dem Vereinigten Königreich und auch aus Estland, Österreich und Polen exportiert. Über die niederländischen Exporthäfen wurden 0,56 t Gerste in Drittländer vermarket und damit ebenfalls weniger als im letzten Jahr (0,75 Mio. t).
 
Gerstenpreise Deutschland gestiegen
Die Gerstenpreise haben in Deutschland zuletzt zugelegt. Am Exporthafen in Hamburg handelte man die Futtergerste am Montag (24.11) mit 165 Euro t und damit 7 Euro teurer als Anfang November (158 Euro). Aus Ostdeutschland meldete man ebenfalls höhere Gerstenpreise (ab Station) von 146 Euro (138 bis 140 Euro.) Am Großmarkt in Mannheim bewegten sich die Preisangebote für Futtergerste zum Beginn dieser Woche (24.11) zwischen 148 und 152 Euro (147 bis 151) und ab Station zwischen 146 und 149 Euro (Vw. 146 bis 149) und damit auf unverändertem Niveau. Im französischen Großhandel kostete Futtergerste am wichtigsten Umschlagplatz in Rouen am 24. November 165 Euro/t (Vw. 160) und damit 5 Euro mehr als Anfang November.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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