Login
Analyse

Deutschland beim Gerstenexport jetzt vor Rumänien

von , am
08.08.2014

Größter Einzelexporteur in den ersten sechs Wochen des neuen Wirtschaftsjahres ist jetzt Deutschland.

© landpixel
 
Bei Gerste erreichen die Exportverkäufe (Lizenzen) der Europäer in den ersten sechs Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 weiterhin nicht das sehr hohe Tempo aus dem letzten Jahr. Nach den Angaben der EU-Kommission wurden in den ersten sechs Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 etwa 1,04 Mio. t Gerste der neuen Ernte ins Ausland verkauft. Das sind etwa 28 % weniger als im Rekordjahr 2013/14 zu diesem Termin (1,43 Mio. t), jedoch knapp 10 % mehr als vor zwei Jahren (0,948 Mio. t).
 
Deutschland verkauft am meisten Gerste
In der aktuellen Abrechnungswoche bis 05. August lag die in Drittländer verkaufte Menge an Gerste (Lizenzen) bei 131.000 t, nach 118.000 t in der Vorwoche und 220.000 t vor zwei Wochen. In der vergleichbaren Vorjahreswoche (2013/14) lag die Ausfuhrmenge bei 273.000 t und vor zwei Jahren (2012/13) verkauften die Europäer in dieser Woche 103.000 t Gerste ins Ausland. Größter Einzelexporteur in der aktuellen Woche war Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge von 91.000 t. Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 20.000 t aus Dänemark. Auf Position drei der größten Exporteure lag in der letzten Woche Frankreich mit 14.000 t Gerste. Aus Rumänien und Bulgarien wurde diese Woche keine Gersten exportiert.
 
Deutschland jetzt vor Rumänien und Frankreich
Größter Einzelexporteur in den ersten sechs Wochen des neuen Wirtschaftsjahres ist jetzt Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge von insgesamt 286.328 t. Die zweitgrößte Liefermenge kam mit 213.955 t Gerste aus Rumänien. Üblicherweise beginnt die Ausfuhr aus den Schwarzmeerländern Rumänien und Bulgarien sehr früh im Wirtschaftsjahr. Auf Position drei der größten Exporteure lag in den ersten sechs Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres Frankreich mit 207.121 t. Über die niederländischen Exporthäfen wurden 160.886 t Gerste vermarket und aus Bulgarien gingen bisher 111.550 t auf den internationalen Markt. Kleinere Menge wurden zudem aus Dänemark, Österreich, Ungarn und dem Vereinigten Königreich verkauft.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant