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Analyse

Ertragserwartungen bei Sommergerste gesenkt

von , am
23.06.2015

Die Ertragserwartungen bei Sommergerste hat die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS im Juni um 5 % reduziert.

© landpixel

Die Ertragserwartungen bei Sommergerste hat die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS im Juni um knapp 5 % reduziert, bleibt damit jedoch immer noch immer knapp über dem langjährigen Mittelwert. Deutlich nach unten ging es dabei mit den Ertragsprognosen für Spanien sowie in deutlich geringerem Umfang für Deutschland und für Dänemark. Bei Wintergerste wurde die durchschnittliche Ertragsschätzung für die EU im Juni nicht verändert. Allerdings wurden die erwarteten Erträge in Deutschland nach unten und in Frankreich leicht nach oben korrigiert.
 
Sommergerste: Niedrigere Erträge in Spanien, Deutschland, Dänemark
Bei Sommergeraste rechnet MARS für die EU 28 derzeit mit einem Durchschnittsertrag von 3,95 t/ha und damit mit 4,9 % niedrigeren Erträgen wie im Vorjahr (4,16). Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (3,90) wären die europäischen Erträge bei Sommergerste immer noch 1,2 % höher. Gegenüber der Schätzung von Mai (4,15) hat MARS die Ertragserwartung allerdings deutlich um 4,8 % nach unten korrigiert.
 
In Deutschland sollen die Erträge nach der Prognose von MARS mit 5,49 t/ha rund 8,1 % unter dem sehr guten Vorjahresniveau (5,98) liegen und 2,4 % niedriger als im Mai (5,54) erwartet wurde.Dagegen liegt die Ertragserwartung für Frankreich mit 6,47 t/ha rund 5,7 % über dem Vorjahreswert (6,12) und 7,4 % über dem langjährigen Mittel (6,03) und sogar noch 3 % höher als im Mai (6,27).
 
Für Dänemark schätzte MARS mit 5,48 t/ha den Durchschnittsertrag 3,5 % niedriger als im letzten Jahr (5,68) und 3,1 % niedriger als noch im Mai (5,61). Im Vereinigten Königreich sollen die Erträge bei Sommergerste mit 5,68 t/ha knapp 3,1 % niedriger sein als 2014 (5,86). Für Spanien erwartet MARS derzeit mit 2,56 t/ha (Vj. 2,58) ähnlich schwache Erträge wie 2014 (2,58) sowie 16 % niedrigere Erträge als noch vor vier Wochen (3,05).
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Wintergerste: Ertragserwartung für Deutschland gesenkt
Bei Wintergerste geht die Crop-Monitoring-Agentur für die EU 28 von Erträgen aus, die mit 5,60 t/ha etwa 5,4 % niedriger sind als im Vorjahr (5,92) und gleichzeitig 3,8 % über dem langjährigen Mittelwert (5,39) liegen. Gegenüber der vorigen Schätzung von Mai (5,58) hat MARS die Ertragserwartung hingegen kaum verändert.
Mit einem Durchschnittsertrag von 6,71 t/ha verfehlt die Ertragserwartung für Deutschland das ausgezeichnete dem Vorjahresergebnis (7,73) jetzt um 11,1 %, der langjährige Durchschnittswert (6,71) wird jedoch immer noch um 2,5 % übertroffen. Gegenüber der Schätzung von Mai (6,90) hat MARS die Ertragserwartung jedoch um 2,8 % nach unten gesetzt.
 
 Für Frankreich fällt die Ertragsprognose für Wintergerste mit 6,87 t/ha ähnlich groß aus wie im letzten Jahr (6,88) und liegt zudem 5,4 % über dem langjährigen Durchschnitt (6,52). Gegenüber der Schätzung von Mai (6,81) hat MARS die Ertragserwartung für Frankreich leicht nach oben gesetzt.
Im Vereinigten Königreich rechnet MARS mit einem Wintergerstenertrag von 6,72 t/ha. Das wären etwa 6,8 % niedrigere Erträge als 2014 (7,22). Das langjährige Mittel (6,57) würden die britischen Erträge jedoch 2,3 % übertreffen. Gegenüber der Schätzung von Mai (6,73) hat MARS die Ertragserwartung nicht verändert.
 
Dr. Olaf Zinke

 
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