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Analyse

Gerste: Export nicht so stark wie 2013, Deutschland bleibt vorn

von , am
22.08.2014

Bei Gerste bleiben die Exportverkäufe (Lizenzen) der Europäer in den ersten acht Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 unter dem sehr hohen Tempo aus dem letzten Jahr.

© Mühlhausen/landpixel
Bei Gerste bleiben die Exportverkäufe (Lizenzen) der Europäer in den ersten acht Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres 2014/15 unter dem sehr hohen Tempo aus dem letzten Jahr. Offenbar fließt derzeit sehr viel sehr preiswerte Ware aus den beiden Schwarzmeerländern auf den Markt, wie die letzten Exportdaten aus Russland und der Ukraine für den Juli und den August zeigen. Nach den Angaben der EU-Kommission wurden in den ersten acht Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 etwa 1,36 Mio. t Gerste ins Ausland verkauft. Das sind etwa 32 % weniger als im Rekordjahr 2013/14 zu diesem Termin (1,98 Mio. t), jedoch knapp 13 % mehr als vor zwei Jahren (1,2 Mio. t).
 
Diese Woche verkauft Frankreich am meisten
In der aktuellen Abrechnungswoche bis 19. August lag die in Drittländer verkaufte Menge an Gerste (Lizenzen) bei 142.000 t, nach 175.000 t in der Vorwoche und 131.000 t vor zwei Wochen. In der vergleichbaren Vorjahreswoche (2013/14) lag die Ausfuhrmenge bei 338.000 t und vor zwei Jahren (2012/13) verkauften die Europäer in dieser Woche 123.000 t Gerste ins Ausland. Größter Einzelexporteur in der aktuellen Woche war Frankreich, mit einer Ausfuhrmenge von 66.000 t. Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 19.000 t aus Deutschland. Auf Position drei der größten Exporteure lag in der letzten Woche Rumänien mit 10.000 t Gerste und aus Bulgarien gingen 5.000 t auf den Weltmarkt.
 
Deutschland weiterhin vor Frankreich
Größter Einzelexporteur der ersten acht Wochen des neuen Wirtschaftsjahres ist weiterhin Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge von insgesamt 362.118 t. Die zweitgrößte Liefermenge kam mit 286.795 t Gerste aus Frankreich. Auf Position drei der größten Exporteure lag in den ersten acht Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres Rumänien mit 285.255 t. Über die niederländischen Exporthäfen wurden 207.036 t Gerste vermarket und aus Bulgarien gingen bisher 151.500 t auf den internationalen Markt. Kleinere Menge wurden zudem aus Dänemark, Österreich, Ungarn und dem Vereinigten Königreich verkauft.
 
Preise für Futtergerste knapp behauptet
In der Europäischen Union haben die Gerstenpreise in der letzten Woche leicht nachgegeben und sich zum Ende der Woche eher seitwärts bewegt. Am Exporthafen in Hamburg handelte man den Futtergerste am Freitag (22.08) mit 154 Euro/t und damit 2,0 Euro niedriger als zum Ende der letzten Woche (156 Euro). Am Großmarkt in Mannheim lagen die Preisangebote in dieser Woche für Futtergerste zwischen 140 Euro und 142 Euro und ab Station zwischen 138 und 142 Euro. Im französischen Großhandel kostete Futtergerste am wichtigsten Umschlagplatz in Rouen am Ende der Woche 152 Euro/t.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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