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Analyse

Gerstenexport boomt, höhere Exportpreise

von , am
18.08.2015

Bei Gerste liegen die Exportverkäufe (Lizenzen) der Europäer in den ersten sechs Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres 2015/16 überraschend deutlich über den rekordhohen Ausfuhren aus dem letzten Jahr.

© Mühlhausen/landpixel
 
Bei Gerste liegen die Exportverkäufe (Lizenzen) der Europäer in den ersten sechs Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres 2015/16 überraschend deutlich über den rekordhohen Ausfuhren aus dem letzten Jahr. Auch die Gerstenpreise sind an den Exporthäfen höher als im vorigen Jahr.
 
Vor allem Frankreich und Rumänien exportierten bislang deutlich mehr Gerste in Drittländer als im vorigen Jahr. Nach den Angaben der EU-Kommission wurden in den ersten sechs Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2015/16 bereits 1,96 Mio. t Gerste (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das ist fast doppelt so viel wie im bsiherigen Rekordjahr 2014/15 zu diesem Termin  mit 1,04 Mio. t.
 
Frankreich und Rumänien exportieren deutlich mehr
Größter Einzelexporteur der ersten sechs Wochen des neuen Wirtschaftsjahres ist Frankreich, mit einer Ausfuhrmenge von insgesamt 779.112 t. Das ist 3,5mal so viel wie zum gleichen Termin im vorigen Jahr als 220.295 t Gerste über die französischen Exporthäfen verkauft wurden Auf Position zwei der größten Exporteure lag in den ersten sechs Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres Rumänien, mit Ausfuhren von 405.098 t. Im vorigen Jahr war die rumänische Ausfuhrmenge zu diesem Termin mit 275.655 t etwa ein Drittel kleiner.
 
Deutschland exportiert weniger
Die drittgrößte Liefermenge kam bislang mit 286.133 t Gerste aus Deutschland. Im vorigen Jahr wurden 343.618 t Gerste aus Deutschland verkauft und damit 57.000 t mehr als 2015. Über die niederländischen Exporthäfen wurden 294.883 t Gerste vermarket und aus Polen gingen bisher 63.619 t auf den internationalen Markt. Rund 50.165 t exportierte Bulgarien. Kleinere Menge wurden zudem aus Dänemark, Belgien, Ungarn und dem Vereinigten Königreich verkauft.
 
Preise für Gerste höher als 2014
In der Europäischen Union haben die Gerstenpreise diese Woche mit den Weizenpreisen nachgegeben. Am Exporthafen in Hamburg handelte man den Futtergerste am Montag (17.08) mit 158 Euro/t und damit 2,0 Euro niedriger als zum Ende der letzten Woche (160 Euro) und etwa 4 Euro höher als vor einem Jahr zu diesem Termin.
 
Am südwestdeutschen Großmarkt in Mannheim lagen die Preisangebote in dieser Woche für Futtergerste zwischen 156 und 160 Euro und ab Station zwischen 153 und 156 Euro. Im französischen Großhandel notierte man Futtergerste am wichtigsten Umschlagplatz in Rouen in dieser Woche mit  158 Euro und damit 6 Euro höher als vor einem Jahr (152 Euro/t) zu deisem Termin.
 
Dr. Olaf Zinke
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