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Analyse

Kommission: Korrektur der Gerstenernte nach unten

von , am
01.04.2014

Die EU-Kommission hat ihre Erwartungen an die neue Gerstenernte Ende März deutlich nach unten angepasst.

Voraussichtlich werden die Landwirte 2017 etwas weniger Braugerste aussäen. Rund die Hälfte der Flächen sind schon bestellt. © Mühlhausen/landpixel

 
Die EU-Kommission hat ihre Erwartungen an die neue Gerstenernte Ende März deutlich nach unten angepasst. Der Export bleibt nach dieser Prognose hingegen auf hohem Niveau stabil, während der Verbrauch von Futtergerste schrumpft. Trotz der kleineren Produktion wachsen die Endbestände kräftig an. Der Verbrauch von Braugerste ändert sich nicht. Zu diesen Ergebnissen kommt die EU-Kommission in ihrer aktuellen Prognose zum europäischen Gerstenmarkt im Wirtschaftsjahr 2014/15. Gleichzeitig hat sich die Kommission mit ihrer Schätzung der letzten Prognose von Strategie Grains weiter angenähert.
 
Produktion nach unten angepasst
Die europäische Gerstenernte 2014 schätzt die Kommission Ende März auf 55,7 Mio. t (davon rund 28,5 Mio. t bzw. 51 % Sommergerste) und damit 0,8 Mio. t kleiner als vor vier Wochen. Im Vergleich zur Ernte 2013 von 59,5 Mio. t wäre dies ein Produktionsrückgang von 3,8 Mio. t oder gut 6 %. Die Anbaufläche veranschlagt die Kommission in diesem Jahr auf 12,2 Mio. ha nach 12,4 Mio. ha im letzten Jahr. Dabei geht der Anbau von Sommergerste zurück, während die Fläche von Wintergerste leicht zunimmt. Das europäische Analystenhaus Strategie Grains hatte die Ernte im Ende März auf 55,4 Mio. t geschätzt und damit nur 0,3 Mio. t kleiner als die Kommission. Die Anbaufläche für 2014 veranschlagte Strategie Grains auf 12,0 Mio. ha und damit 0,2 Mio. ha kleiner als die Kommission.
 
Stabile Exporte, wachsende Bestände
Bei den Gerstenexporten erwartet die Kommission im nächsten Wirtschaftsjahr eine relativ stabile Entwicklung. Mit geschätzten 6,8 Mio. t (einschließlich Malz) ist die erwartete Exportmenge nur 0,1 Mio. t kleiner als die Kommissions-Experten für die noch laufende Saison unterstellen (6,9 Mio. t). Gleichzeitig wachsen die Endbestände von 6,9 Mio. t in der noch laufenden Saison auf 7,5 Mio. in der nächste Saison um 0,6 Mio. t an. Der Einsatz von Gerste in der Tierfütterung geht von 37,5 Mio. t auf 36,0 Mio. t um 1,5 Mio. t zurück. Der Verbrauch von Braugerste bleibt in der mit rund 9,5 Mio. t unverändert und auch der Einsatz von Gerste zur Herstellung von Bioethanol ändert sich mit 0,9 Mio. t nicht.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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