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Analyse

Moderater Preisrückgang bei Futtergerste

von , am
26.08.2015

Die Preise für Futtergerste haben zuletzt etwas nachgegeben, können sich diese Woche jedoch wieder behaupten

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Futtergerste haben zuletzt etwas nachgegeben, können sich diese Woche jedoch wieder behaupten. Je nach Handelsplatz sind die aktuellen Gerstenpreise zwischen 2 und 5 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Gestützt werden die Kurse nach wie vor durch eine sehr starke Exportnachfrage, die vor allem in Frankreich, aber auch in Rumänien und Deutschland reichlich Ware an die Exporthäfen zieht.
 
Allerdings ist auch die Ernte bei Wintergerste in Frankreich und Deutschland (auch im Vereinigten Königreich) größer ausgefallen als zunächst erwartet wurde und Futtergerste ist derzeit nicht wirklich knapp. Unterstützung könnten die Gerstenpreise mittelfristig jedoch (neben dem Export) auch durch die sehr schwache europäische Maisernte bekommen. Dann könnte die Futterindustrie stärker als zunächst geplant auf Futtergerste (und Futterweizen) zurückgreifen und damit Nachfrage und Preise ankurbeln.
 
Moderater Preisrückgang an den Exporthäfen
Am deutschen Exporthafen Hamburg handelte man Futtergerste am Dienstag (25. August) für die Anlieferung im August mit 156 bis 158 Euro/t. Das waren etwa 1 bis 3 Euro niedrigere Preise als eine Woche zuvor mit 158 bis 159 Euro. Im Vergleich zur letzten Preisspitze von Anfang Juli mit 178 Euro sind die aktuellen Gerstenpreise allerdings auch an den Exporthäfen etwa 22 Euro niedriger.
 
Im vorigen Jahr (August 2014) kostete Futtergerste in Hamburg zum aktuellen Termin etwa 154 Euro. Damit sind die derzeit in Hamburg notierten Preise etwa 2 bis 4 Euro höher als zum gleichen Termin des Vorjahres.
 
Die Preismeldungen am wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen lagen am Dienstag (25.08) dieser Woche für Futtergerste bei 154 Euro. Eine Woche zuvor (18.08) hatte man in Rouen Gerstenpreise von 158 Euro notiert.
 
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Gerstenpreise im Osten und Süden etwas schwächer
Im Großhandel in Brandenburg notierte man Futtergerste am Dienstag (25.08) mit 135 Euro und damit 5 Euro niedriger als in der Vorwoche (140). Vom Großmarkt in Dresen (Sachsen) meldete man am gleichen Tag Preise von 133 Euro.
 
Am Großmarkt in Mannheim notierte man für Futtergerste am Montag (24.08) dieser Woche Preise von 156 bis 160 Euro (Vw: 156 bis 160). Ab südwestdeutscher Station handelte man die Futtergerste in Mannheim zum Beginn dieser Woche mit 152 bis 155 Euro (Vw: 153 bis 156) und damit rund 1 Euro schwächer. An anderen wichtigen Handelsplätzen wurde wegen der starken Schwankungen und Turbulenzen an den Terminmärkten am Dienstag nicht notiert (gehandelt).
 
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Gerstenexport stützt die Nachfrage
Der europäische Gerstenexport läuft bislang ausgewöhnlich gut und liegt deutlich über den rekordhohen Ausfuhrmengen aus dem Vorjahr. Weiterhin fließt aus Frankreich deutlich mehr Gerste auf den Weltmarkt als aus Deutschland. Einer der wichtigsten Absatzmärkte für französische Gerste ist dabei China.
 
Nach den Angaben der EU-Kommission wurden in den ersten sieben Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2015/16 bereits 2,23 Mio. t Gerste (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das sind 85 % mehr als im bisherigen Rekordjahr 2014/15 zu diesem Termin mit 1,21 Mio. t. Frankreich exportierte bislang 779.112 t Gerste, Rumänien verkaufte 498.398 t und aus Deutschland gingen bis zum 18. August 404.373 t auf den Weltmarkt.
 
Dr. Olaf Zinke
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