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Analyse

Preise für Futtergerste behaupten sich

von , am
18.02.2015

Die Preise für Futtergerste entwickeln sich zum Beginn der dritten Februarwoche in den meisten Regionen stabil.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Futtergerste entwickeln sich zum Beginn der dritten Februarwoche in den meisten deutschen Regionen relativ stabil. Nur an wenigen Handelsplätzen ging es mit den Preisen ganz leicht nach unten oder nach oben. Ein Grund für die relativ stabilen Preise am deutschen Markt ist die unverändert gute Nachfrage nach (deutscher) Futtergerste an den Exportmärkten. Gestützt werden die Gerstenpreise zudem auch durch die stabilen oder zuletzt auch wieder leicht festeren Preise für Futterweizen.
 
Preise an den Export-Häfen behauptet
Am 17. Februar handelte man Futtergerste am Exporthafen Hamburg mit etwa 171 Euro/t. Das war ein ähnliches Preisniveau wie in den beiden Wochen zuvor (172 Euro). Im Vergleich zu den Preisen von vor 12 Monaten im  Februar 2014 (177 Euro) sind die derzeitigen Preise für Futtergerste am Hamburger Exporthafen etwa 6 Euro niedriger. Vom wichtigsten Handelsplatz in Frankreich (Rouen) meldete man am 17. Februar für Futtergerste Preise von 175 Euro und damit ebenfalls ähnlich hohe Preise wie in den drei Wochen  zuvor (176 Euro).
 
Preise in Ostdeutschland uneinheitlich
In Ostdeutschland haben sich die Preise (Großhandel) für Futtergerste in der letzten Woche uneinheitlich entwickelt. Aus Sachsen meldete man für Futtergerste etwas höhere Preise von rund 147 Euro (Vw. 145 Euro), während die Notierungen in Brandenburg von 150 Euro auf 148 Euro zurückpendelten. In Thüringen notierte man im Großhandel durchschnittliche Futtergerstenpreise von 146 Euro und vom Großmarkt in Halle meldete man Preise von 150 Euro/t. Fob-Mittellandkanal wurden zuletzt zur Anlieferung im Februar Gerstenpreise von 166 Euro bis 168 Euro genannt.
 
Höher Preise in Süddeutschland, schwächere Kurse in Holland
Am süddeutschen Großmarkt in München notierte man für Futtergerste zuletzt Preise von 150 bis 152 Euro (Vw: 148 bis 149 Euro).  Vom südwestdeutschen Großmarkt in Stuttgart meldete man ab Station hingegen weitgehend unveränderte Preise von 152 bis 154 Euro. Franko Köln lagen die Preisangebote für Futtergerste Ende der  letzten Woche ebenfalls reltiv stabil bei 168 Euro, franko Südholland wurden hingegen die zweite Woche in Folge rückläufige Gerstenpreise von  jetzt 171 Euro (Vw: 173 Euro) gemeldet.
 
Europäische Gerstenexporte laufen gut
Der Export von Gerste und damit auch die Nachfrage an den deutschen (und französischen) Exporthäfen ist weiterhin sehr dynamisch. Nach den Daten der EU-Kommission wurden in den ersten 33 Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 bereits 5,55 Mio. t Gerste (Lizenzen) in Drittländer verkauft. Das eine 13 Prozent bzw. 648.000 t größere Ausfuhremenge in Drittländer als im bisherigen Rekordjahr 2013/14 mit rund 4,9 Mio. t. Gleichzeitig ist die diesjährige Exportmenge 60 Prozent bzw. 2,07 Mio. t größer als die Ausfuhrmenge aus dem Wirtschaftsjahr 2012/13 mit 3,48 Mio. t. In der letzten Abrechnungswoche verkauften die Europäer erneut 145.000 t Gerste in Drittländer, davon kamen 114.000 t aus Deutschland.
 
Deutschland hat schon 1,6 Mio. t exportiert
Der größte europäische Einzelexporteur in den ersten 33 Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres ist Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge (Lizenzen) von 1,63 Mio. t. Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 1,33 Mio. t Gerste aus Frankreich. Auf Position drei der wichtigsten europäischen Exporteure liegt Rumänien mit Ausfuhren von 562.130 t Gerste. Größere Exportmengen kamen aus Bulgarien mit 268.130 t, aus dem Vereinigten Königreich mit 198.523 t, aus Litauen mit 193.150 t sowie aus Lettland mit 166.395 t. Rund 690.799 t Gerste verließen zudem über die niederländischen Exporthäfen die EU.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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