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Analyse

Preise für Futtergerste etwas niedriger

von , am
17.09.2015

Die Preise für Futtergerste haben an den deutschen Exporthäfen im September nachgegeben

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Futtergerste haben an den deutschen Exporthäfen im September nachgegeben. Am deutschen Binnenmarkt sind die Preise jedoch nicht überall zurückgegangen sondern haben sich regional auch behauptet und konnten an einigen Handelsplätzen sogar leicht zugegen. In Frankreich haben sich die Gerstenpreise ebenfalls etwas von ihren vorausgegangenen Tiefs erholt. Dennoch sind die Preise am wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen noch immer niedriger als am vergleichbaren deutschen Exporthafen Hamburg. Insgesamt stützt der rekordhohe Export jedoch die Gerstenpreise am europäischen Binnenmarkt.
 
Gerstenpreise an den Exporthäfen etwas schwächer
Am deutschen Exporthafen Hamburg handelte man Futtergerste am Donnerstag (17. September) für die Anlieferung im September mit 153 Euro/t. Das waren nur 3 Euro niedrigere Preise als vor zwei Wochen mit 156 Euro. Der Preisabstand zur französischen Gerste hat sich jedoch auf 3 Euro verringert.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze von Anfang Juli mit 178 Euro sind die aktuellen Gerstenpreise an den deutschen Exporthäfen etwa 25 Euro niedriger. Im vorigen Jahr (September 2014) kostete Futtergerste in Hamburg zum aktuellen Termin etwa 155 Euro. Bis Ende September 2014 sind die Gerstenpreise in Hamburg dann jedoch bis auf 143 Euro gefallen, um dann wieder kontinuierlich zu steigen.
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Gerstenpreise im deutschen Großhandel uneinheitlich
Im Großhandel in Brandenburg notierte man Futtergerste am Dienstag (15.09) mit 138 Euro und damit 3 Euro teurer als vor zwei Wochen (135). Vom Großmarkt in Dresden (Sachsen) meldete man am gleichen Tag Preise von 140 Euro und damit ebenfalls höhere Preise als vor zwei Wochen. Fob Mittellandkanal notierte diese Woche für Futtergerste Preise von 148 Euro. Aus dem Großhandel in Niedersachsen meldete man Preise von 149 bis 150 Euro.
 
Am Großmarkt in Mannheim notierte man für Futtergerste am Montag (14.09) dieser Woche Preise von 156 bis 158 Euro (Vw: 156 bis 158). Ab südwestdeutscher Station handelte man die Futtergerste in Mannheim zum Beginn dieser Woche mit 150 bis 153 Euro (Vw: 150 bis 153) und damit unverändert. Am Großmarkt in Stuttgart wurden für Futtergerste (16.09) am Dienstag dieser Woche Preise von 148 bis 150 Euro geboten.
 
Die Preismeldungen für Futtergerste am wichtigsten französischen Handelsplatz in Rouen lagen am Donnerstag (17.09) dieser Woche bei 150 Euro. Vor zwei Wochen hatte man in Rouen nur noch Gerstenpreise von 146 Euro notiert und damit 4 Euro weniger als jetzt.
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Gerstenexport weiter auf Rekordkurs
Der europäische Gerstenexport läuft weiterhin ausgewöhnlich gut und liegt deutlich über den rekordhohen Ausfuhrmengen aus dem Vorjahr. Weiterhin fließt aus Frankreich deutlich mehr Gerste auf den Weltmarkt als aus Deutschland oder aus Rumänien. Nach den Angaben der EU-Kommission wurden in den ersten zehn Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2015/16 bereits 2,73 Mio. t Gerste (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das sind 69 % bzw. 1,13 Mio. t mehr als im bisherigen Rekordjahr 2014/15 zu diesem Termin mit 1,61 Mio. t. Frankreich exportierte bislang 1.002.389 t Gerste, Rumänien verkaufte bislang 530.398 t Gerste in Drittländer und aus Deutschland gingen bis zum 08. September 468.624 t Gerste auf den Weltmarkt.
 
Dr. Olaf Zinke
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