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Analyse

Preise für Futtergerste geben nach

von , am
15.04.2015

Die Preise für Futtergerste sind in Deutschland zuletzt zurückgegangen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Futtergerste sind in Deutschland zuletzt zurückgegangen. Vor allem aus dem Norden (Exporthäfen) und aus dem Osten Deutschlands wurden niedrigere Preise gemeldet als in der vorigen Woche und auch als zum Beginn des Monats. Auch zum Beginn der laufenden Woche geben die Preise weiter nach. Der deutsche und europäische Export von Gerste hat sich zuletzt wieder etwas abgeschwächt. Insgesamt  befindet sich die in Drittländer verkaufte Gerstenmenge der Europäer jedoch auf Rekordstand. Am Mittwoch (15. April) handelte man Futtergerste am Exporthafen Hamburg mit 166 Euro/t. Das waren 4 Euro weniger als in der Woche zuvor (170 Euro) und 2 Euro weniger zum Beginn der aktuellen Woche (168 Euro). Im Vergleich zu dem Gerstenpreisen vor einem Jahr (185 Euro), sind die Preise für Futtergerste in Hamburg derzeit etwa 19 Euro niedriger.
 
Preise in Ostdeutschland meist schwächer
In Ostdeutschland sind die Preise für Futtergerste überwiegend zurückgegangen. Am Dienstag (14.04) meldete man aus Sachsen für Futtergerste Preise von 146 Euro und damit 2 Euro niedrigere Notierungen (Vw: 148). In Thüringen (Erfurt) notierte man ebenfalls niedrigere Gerstenpreise von 147 Euro (Vw. 150) und vom Großmarkt in Halle meldete man am Dienstag Preise von 147 Euro und damit einen Rückgang von etwa 3 Euro (Vw: 150 Euro/t). Die Preismeldung aus Brandenburg war mit 148 Euro etwa so hoch wie vor zwei Wochen (148 Euro). Fob-Mittellandkanal wurden zum Beginn der Woche Gerstenpreise von 162 bis 165 Euro gemeldet (Vw: 162 bis 163 Euro) und damit relativ stabile Kurse.
 
Gerstenpreise in Süddeutschland behauptet
Am Großmarkt in Mannheim notierte man für Futtergerste am Montag (13.04) dieser Woche noch Preise von 154 bis 156 Euro (Vw: 154 bis 156 Euro) und damit relativ stabile Gerstenpreise. Ab Station handelte am die Futtergerste in Mannheim mit 150 Euro bis 153 Euro und damit ebenfalls fast unverändert (Vw: 151 bis 153 Euro). Aber auch im Süden dürften die jüngsten Preiskorrekturen am Futterweizenmarkt auch bei Gerste zu Preisanpassungen führen. Vom südwestdeutschen Großmarkt in Stuttgart meldete man in der diese Woche ab Station ebenfalls Preise von 150 bis 153 Euro.
Cif-Niederrhein lagen die Preisvorstellungen für Futtergerste relativ unverändert bei 174 Euro (Vw: 174 Euro). Franko Südholland lagen die Preisangebote für Futtergerste bei 172 Euro und damit etwas niedriger als vor zwei Wochen (173 Euro. Aus Frankreich meldet man am Mittwoch dieser Woche (fob Rouen) Futtergerstenpreise von 176 Euro.
 
Europäischer Gerstenexport zuletzt etwas schwächer
Bei Gerste liefen die Exporte an den deutschen Häfen (nach zwei besseren Wochen) zuletzt wieder etwas schwächer. In der letzten Woche verkauften die Europäer lediglich 56.000 t (Vw: 171.000 t) Gerste in Drittländer. Insgesamt wurden nach den Daten der EU-Kommission in den ersten 41 Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 bereits 6,9 Mio. t (Lizenzen) Gerste in Drittländer verkauft. Das ist eine 36 Prozent bzw. 1,82 Mio. t größere Menge als im bisherigen Rekordjahr 2013/14 mit rund 5,89 Mio. t.
 
Deutschland hat schon mehr als knapp 2,0 Mio. t exportiert
Der größte europäische Einzelexporteur in den ersten 41 Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres ist Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge (Lizenzen) von 2,02 Mio. t. Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 1,46 Mio. t Gerste aus Frankreich. Auf Position drei der wichtigsten europäischen Exporteure liegt Rumänien mit Ausfuhren von 562.394 t Gerste. Größere Exportmengen kamen aus dem Vereinigten Königreich mit 323.755 t, aus Bulgarien mit 278.130 t, aus Litauen mit 256.150 t sowie aus Lettland mit 166.395 t. Rund 1,14 Mio. t Gerste verließen zudem über die niederländischen Exporthäfen die EU.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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