Login
Analyse

Preise für Futtergerste sind wieder gestiegen

von , am
25.03.2015

Die Preise für Futtergerste sind in Deutschland gestiegen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Futtergerste sind in Deutschland gestiegen. Sowohl aus Norddeutschland als auch im Osten und Westen wurden diese Woche höhere Preise gemeldet. Lediglich in Süddeutschland haben sich die Preise für Futtergerste in der letzten Woche fast nicht verändert. Der deutsche und europäische Export läuft allerdings weiterhin deutlich schwächer wie in den Wochen zuvor. Dennoch liegt die bisher in Drittländer verkaufte Menge auf Rekordstand. Am Mittwoch (25. März) handelte man Futtergerste am Exporthafen Hamburg mit 171 Euro/t. Das sind rund 3 Euro mehr wie in der Woche zuvor (168 Euro). Im Vergleich zu dem Gerstenpreisen vor einem Jahr (185 Euro) sind die Preise für Futtergerste in Hamburg derzeit etwa 14 Euro niedriger.
 
Preise in Ostdeutschland und am MLK gestiegen
In Ostdeutschland sind die Preise für Futtergerste zuletzt ebenfalls gestiegen. Am Dienstag (24.03) meldete man aus Sachsen Preise für Futtergerste von 148 Euro und damit 3 Euro höhere Notierungen als der Woche zuvor (Vw: 145). In Thüringen notierte man ebenfalls höhere Gerstenpreise von 150 Euro (Vw. 147) und vom Großmarkt in Halle  (Sachsen-Anhalt) meldete man am Dienstag Preise von 150 Euro und damit ebenfalls ein höheres Niveau (Vw:148 Euro/t). Fob-Mittellandkanal wurden am Dienstag Gerstenpreise von 162 bis 163 Euro genannt (Vw: 160 bis 162 Euro) und damit ebenfalls nach oben korrigierte Kurse. Lediglich die Preisemeldung aus Brandenburg war mit 145 Euro 3 Euro niedriger als in der Woche zuvor (148 Euro).
 
Gerstenpreise in Süddeutschland wenig verändert
Am süwestdeutschen Großmarkt in Mannheim notierte man für Futtergerste am Montag (23.03) dieser Woche Preise von 154 bis 156 Euro (Vw: 154 bis 156 Euro) und damit stabile Gerstenpreise. Ab Station handelte am die Futtergerste in Mannheim mit 151 Euro bis 153 Eur und damit ebenfalls unverändert (Vw: 150 bis 153 Euro). Vom südwestdeutschen Großmarkt in Stuttgart meldete man in der diese Woche ab Station hingegen stabile Preise von 147 bis 150 Euro (Vw: 147 bis 151 Euro).
 
Höhere Gerstenpreise in Westdeutschland
Franko Köln lagen die Preisangebote für Futtergerste Ende der letzten Woche bei 165 Euro (Vw. 162) und damit ebenfalls deutlich höher. Franko Südholland wurden ebenfalls höhere Gerstenpreise von 173 Euro (Vw: 171 Euro) gemeldet. Cif-Niederrhein lagen die Preisvorstellungen für Futtergerste ebenfalls höher als in der letzten Woche bei 174 Euro (Vw: 172 Euro).
 
Europäischer Gerstenexport weiter rückläufig
Bei Gerste blieb das Exporttempo  auch in der letzten Woche vergleichsweise schwach. In der letzten Woche verkauften die Europäer nur 42.000 t (Vw: 66.000 t) Gerste in Drittländer, davon kam diesmal 27.000 t aus Deutschland (Vw: 3000 t). Dennoch wurden nach den Daten der EU-Kommission in den ersten 38 Wochen des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 bereits 6,54 Mio. t (Lizenzen) Gerste in Drittländer verkauft. Das ist eine 29 Prozent bzw. 1,48 Mio. t größere Menge als im bisherigen Rekordjahr 2013/14 mit rund 5,06 Mio. t.
 
Deutschland mit knapp 2,0 Mio. t Exportgerste
Der größte europäische Einzelexporteur in den ersten 38 Wochen des aktuellen Wirtschaftsjahres ist Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge (Lizenzen) von 1,97 Mio. t. Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 1,37 Mio. t Gerste aus Frankreich. Allerdings haben die Franzosen in den letzten 8 Wochen nur noch sehr wenig Gerste exportiert. Auf Position drei der wichtigsten europäischen Exporteure liegt Rumänien mit Ausfuhren von 562.130 t Gerste. Größere Exportmengen kamen aus Bulgarien mit 268.130 t, aus dem Vereinigten Königreich mit 278.523 t, aus Litauen mit 256.150 t sowie aus Lettland mit 166.395 t. Rund 1,01 Mio. t Gerste verließen zudem über die niederländischen Exporthäfen die EU.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
{BILD:631620:png} 
Auch interessant