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Analyse

Preise für Futtergerste nach Rückgang wieder höher

von , am
21.05.2015

Die Preise für Futtergerste sind in Deutschland im April sehr kräftig gefallen. Anfang Mai gaben die Gerstenpreise zunächst weiter nach, konnten sich dann jedoch mit den wieder steigenden Weizenpreisen ebenfalls erholen.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Preise für Futtergerste sind in Deutschland im April sehr kräftig gefallen. Anfang Mai gaben die Gerstenpreise zunächst weiter nach, konnten sich dann jedoch mit den wieder steigenden Weizenpreisen ebenfalls erholen. Diese Entwicklung war sowohl an den Exporthäfen im Norden als auch an den wichtigsten Handelsplätzen im Osten, Süden und Westen Deutschlands zu beobachten. Der europäische Export von Futtergerste hat die Marke von 8,0 Mio. t übersprungen und stützt weiterhin Nachfrage und Preise. Im zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr liegt die insgesamt in Drittländer verkaufte Gerstenmenge der Europäer auf einem neuen Rekordstand.
 
Preise im Norden nach Absturz wieder fester
Am Donnerstag (21. Mai) handelte man Futtergerste am Exporthafen Hamburg mit rund 160 Euro/t. Das waren  2 Euro weniger als vor vier Wochen am 21. April (162 Euro). Anfang April lagen die Gerstenpreise in Hamburg allerdings noch bei 170 Euro und waren damit 10 Euro höherals jetzt. In der Folge gerieten die Gerstenpreise dann jedoch  mit den nachgebenden Weizenpreisen unter Druck und fielen zeitweise bis auf 158 Euro/t. Erst in dieser Woche ging es mit den steigenden Weizenkursen auch für die Gerste wieder bis auf etwa 160 Euro nach oben. Im Vergleich zu dem Gerstenpreisen vor einem Jahr (174 Euro), sind die Preise für Futtergerste in Hamburg derzeit etwa 14 Euro niedriger.
 
Preise in Ostdeutschland bei etwa 140 Euro
In Ostdeutschland verlief die Entwicklung der Preise für Futtergerste ähnlich wie im Norden an den Exporthäfen. Am Dienstag (19.05) meldete man aus Sachsen für Futtergerste Preise von etwa 140 Euro und damit 3 Euro niedrigere Notierungen als vor vier Wochen (143). Die Preismeldung aus Brandenburg war mit 142 Euro ebenfalls 3 Euro niedriger als vor vier Wochen (145 Euro). In Thüringen (Erfurt) notierte man mit 140 Euro deutlich niedrigere Gerstenpreise als vor vier Wochen (147 Euro) und vom Großmarkt in Halle meldete ebenfalls nur noch Preise von 140 Euro und damit ebenfalls einen kräftigen Rückgang (147 Euro/t). Aus Niedersachsen wurden in dieser Woche für Futtergerste Preise von 151 Euro bis 154 Euro gemeldet.
 
Gerstenpreise auch in Süddeutschland niedriger
Am Großmarkt in Mannheim notierte man für Futtergerste am Montag (21.04) dieser Woche noch Preise von 153 bis 155 Euro. Ab Station handelte am die Futtergerste in Mannheim mit 147 Euro bis 150 Euro und damit etwa 2 Euro niedriger (April: 149 bis 152 Euro) als vor vier Wochen. Vom südwestdeutschen Großmarkt in Stuttgart meldete man in der diese Woche ab Station Preise von 145 bis 148 Euro (April: 148 bis 152 Euro) und damit einen Rückgang um etwa 3 Euro.
 
Europäischer Gerstenexport schon über 8 Mio. t
Bei Gerste gehen die Exporte an den deutschen und europäischen Exporthäfen weiter. In der letzten Woche verkauften die Europäer 237.000 t (Vw: 167.000 t) Gerste in Drittländer. Insgesamt wurden nach den Daten der EU-Kommission bis zum 12. Mai des laufenden Wirtschaftsjahres 2014/15 bereits 8,01 Mio. t (Lizenzen) Gerste in Drittländer verkauft. Das ist eine 54 Prozent bzw. 2,8 Mio. t größere Menge als im bisherigen Rekordjahr 2013/14 mit rund 5,27 Mio. t.
 
Deutschland hat 2,2 Mio. t Gerste exportiert
Der größte europäische Einzelexporteur des aktuellen Wirtschaftsjahres ist nach wie vor Deutschland, mit einer Ausfuhrmenge (Lizenzen) von 2,24 Mio. t. Die zweitgrößte Ausfuhrmenge kam mit 1,85 Mio. t Gerste aus Frankreich. Auf Position drei der wichtigsten europäischen Exporteure liegt Rumänien mit Ausfuhren von 563.394 t Gerste. Größere Exportmengen kamen zudem aus dem Vereinigten Königreich mit 323.755 t, aus Bulgarien mit 278.196 t, aus Litauen mit 258.213 t, aus Dänemark mit 244.799 t sowie aus Lettland mit 168.895 t. Rund 1,51 Mio. t Gerste verließen zudem über die niederländischen Exporthäfen die EU.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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