Login
Analyse

Russland/Gerste: Produktion etwas größer, Exporte stabil

von , am
08.04.2014

Die neue russische Gerstenernte 2014 könnte etwas größer werden als 2013.

Um Infektionen der Gerstenkeimlinge zu vermeiden, rät das Informationssystem ISIP zu einer späten Aussaat. © Mühlhausen/landpixel
 
Die neue russische Gerstenernte 2014 könnte etwas größer werden als 2013. Die Exporte dürften sich hingegen auf dem Niveau des aktuellen Wirtschaftsjahres bewegen. Der Verbrauch nimmt hingegen zu und die Bestände wachsen ebenfalls. Allerdings ist der größte Teil (90 %) der russischen Gerstenproduktion Sommergerste und die Aussaat hat gerade erst begonnen. Zu diesen Ergebnissen kommt das USDA-Büro in Moskau auf Basis der vorliegenden russischen Daten Anfang April. Russland ist nach der EU und deutlich vor Kanada und Australien der zweitgrößte Produzent von Geste und gehört zu den TOP 5 unter den Exporteuren.
 
Produktion etwas größer als 2013
Insgesamt erwarten die USDA-Analysten für Russland im Jahr 2014 eine Erntefläche bei Gerste von 7,8 Mio. ha. Die Produktion wird derzeit auf 16,0 Mio. t geschätzt und wäre damit 0,6 Mio. t größer wie im letzten Jahr (2013) mit 15,38 Mio. t. Im Jahr 2013 ernteten die russischen Landwirte die Gerste von einer Fläche von 8,0 Mio. ha. Der Anteil von Sommergerste an der russischen Gerstenfläche liegt bei etwa 95 % und der Anteil von Sommergerste an der Produktion bei 90 %.
 
Exporte relativ stabil
Den Export erwarten die USDA-Analysten für das neue Wirtschaftsjahr mit 2,5 Mio. t derzeit auf ähnlichem Niveau wie im Wirtschaftsjahr. Damit liegt Russland nach Australien, der EU, Argentinien und etwa gleichauf mit der Ukraine auf Position 4 unter den wichtigsten Exporteuren von Gerste. Im Zeitraum vom 1. Juli bis 2. April hat Russland 2,1 Mio. t Gerste exportiert. Für das gesamte Wirtschaftsjahr bis zum Juni 2014 erwarten Analysten bislang Ausfuhren von 2,5 Mio. t, was einer noch verbleibenden Ausfuhrmenge von gut 0,4 Mio. t entspricht.
 
Gerstenverbrauch nimmt zu, Bestände wachsen
Den russischen Eigenbedarf an Gerste schätzt des USDA für 2014/15 auf 13,2 Mio. t, nach 12,8 Mio. t im laufenden Wirtschaftsjahr. Die Endbestände sollen mit 1,6 Mio. t um rund 0,5 Mio. t größer sein im aktuellen Wirtschaftsjahr. Die Preise für Gerste sind am russischen Binnenmarkt zuletzt mit den Weizenpreisen gestiegen. Die Analysten von SovEcon ermittelten Anfang April für Futtergerste einen durchschnittlichen Großhandelspreis von umgerechnet 130 Euro (6.325 Rubel). Futterweizen wurde am russischen Binnenmarkt für umgerechnet 166 Euro (8125 Rubel) gehandelt.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
Auch interessant