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Analyse

USDA/Gerste: Ernte deckt nicht Bedarf, Bestände auf Rekordtief

von , am
13.05.2014

Für den globalen Gerstenmarkt geht der USDA-Report im neuen Wirtschaftsjahr von einer knappen Versorgung aus.

© Mühlhausen/landpixel
 
Für den globalen Gerstenmarkt geht der USDA-Report im neuen Wirtschaftsjahr von einer knappen Versorgung aus. Die erwartete globale Produktion deckt nicht den Verbrauch. Die Bestände schrumpfen auf ein Rekordtief, während der Welthandel 2014/15 relativ stabil bleibt. Auf knapp 132,5 Mio. t schätzt das USDA die neue globale Gerstenernte. Im Vergleich zum guten aktuellen Wirtschaftsjahr (145,1 Mio. t) schrumpft die weltweite Produktionsmenge damit um knapp 13 Mio. t bzw. 8 %. Der um etwa 3 Mio. t auf 138,6 Mio. t kleinere Bedarf wird damit nicht mehr gedeckt. Damit schrumpft der globale Gerstenbestand um 6 Mio. t auf einen neuen Tiefstand von 18 Mio. t
 
Deutlich kleinere Ernte in der EU
Ursache für den diesjährigen globalen Angebotsrückgang ist vor allem die kleinere Ernte in der EU. Das USDA schätzt die Produktion im neuen Wirtschaftsjahr auf 55,6 Mio. t und damit 4,0 Mio. t kleiner als im letzten Jahr (59,6 Mio. t). Für die deutsche Gerstenernte liegt die aktuelle USDA-Schätzung bei 10,22 Mio. t (Vj. 10,37 Mio. t) und für Frankreich bei 10,9 Mio.t (Vj. 10,34 Mio. t) sowie für das Vereinigte Königreich bei 5,75 Mio. t (Vj. 7,09). Die Briten werden wegen der Einschränkung des Sommergerstenanbaus rund 1.3 Mio. t weniger Geste ernten als 2013. Zum Teil deutlich kleinere Ernten als 2013 erwartet das USDA zudem auch in Spanien, Dänemark, Tschechien und Skandinavien.
 
Kanadische Ernte deutlich kleiner
Mit rund 7,2 Mio. t wird die kanadische Gersten-Ernte um etwa 3,0 Mio. t kleiner ausfallen als 2012 (10,25 Mio. t) und für Australien liegen Ernteschätzung mit 8,1 Mio. t ebenfalls fast 1,5 Mio. t unter dem Vorjahreswert (9,6 Mio. t). In der Ukraine bleibt die Gersten- Produktion mit 7,0 Mio. t rund 0,5 kleiner als im Jahr 2013 erwartet. Für Russland liegen die aktuellen Ernteprognosen allerdings bei 16,00 Mio. t nach 15,4 Mio. t im Jahr 2013.
 
EU wird größter Exporteuer
Größer Exporteur wird nach Einschätzung des USDA im nächsten Jahr die EU mit einer Ausfuhrmenge von rund 5,5 Mio. t und damit rund 1,4 Mio. t mehr als im aktuellen Wirtschaftsjahr. Auf Exporte von 4,7 Mio. t kommt Australien und bleibt damit wegen der kleineren Ernte rund 1,0 Mio. t unter der Ausfuhrmenge des letzten Jahres (5,7 Mio. t). Dagegen könnte Russland seine Exporte um 1,2 Mio. t auf mit 3,5 Mio. t nach oben schrauben. Für die Ukraine geht die Ausfuhrmenge leicht um 0,2 Mio. t auf 2,0 Mio. t zurück. Kanadas Exportmenge wird bei 1,2 Mio. t (Vj. 1,8 Mio. t) und damit ebenfalls etwas kleiner erwartet.
 
Globale Handelsmenge stabil
Hauptimporteur von Gerste bleibt auch im kommenden Wirtschaftsjahr Saudi-Arabien mit Einfuhren 7,5 Mio. t nach 8,0 Mio. t im laufende Wirtschaftsjahr und 10,2 Mio. t vor zwei Jahren. Auch 2014/15 gehen knapp 40 % der globalen Handelsmenge nach Saudi-Arabien. Größere Mengen an Brau- und Futtergerste importieren außerdem auch China (3,0 Mio. t), Japan (1,3 Mio. t) und der Iran (1,0 Mio. t) sowie eine Reihe von Ländern im Nahen Osten und aus Nordafrika. Insgesamt bleibt die globale Handelsmenge relativ stabil bei 20,2 Mio. t (Vj. 20,2 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkomapss
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