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Analyse

Europäische Kartoffelerträge steigen weiter

von , am
28.10.2014

Die Ertrags- und Erntedaten für die europäische Kartoffelernte 2014 müssen wohl weiter nach oben korrigiert werden.

Abladen Kartoffeln am Feldrand
Die Hektarerträge für Kartoffeln sollen 2017 um die 454 dt betragen. Das wären gut 2 Prozent mehr als 2016. © Mühlhausen/landpixel
Die Ertrags- und Erntedaten für die europäische Kartoffelernte 2014 müssen wohl weiter nach oben korrigiert werden. Ende Oktober hat die europäische Crop-Monitoring Agentur MARS ihre Einschätzung zu den Kartoffelerträgen gegenüber dem Vormonat nochmals um rund 3 % nach oben gesetzt. Verantwortlich sind diesmal weitere Aufwärtskorrekturen im Vereinigten Königreich und in Polen. Gleichzeitig bleiben die Erträge in den maßgeblichen europäischen Produktionsländern sehr hoch und liegen zudem deutlich höher als 2013. In Deutschland geht MARS ebenfalls von erheblich höheren Erträgen aus als im sehr schwachen Jahr 2013 und bleibt damit sogar noch etwas unter der letzten Ertrags- und Ernteschätzung des Statistischen Bundesamtes.
 
Kartoffel-Erträge 9 Prozent höher als 2013
Die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS hat Ende Oktober die Ertragsdaten aus den europäischen Anbauländern aktualisiert und damit die Erwartung an die europäische Ernte 2014. Der für die EU 28 durchschnittlich prognostizierte Kartoffelertrag lag im Oktober bei 33,76 t/ha und damit nochmals 3 % höher als in der Septemberprognose mit 32,78 t/ha. Der im Oktober ermittelte Durchschnittsertrag wäre auch im langjährigen Vergleich ganz hervorragend, zumal die sechs wichtigsten europäischen Produzenten (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Polen, Vereinigte Königreich und Belgien) durchweg sehr große Ernten einfahren. Der durchschnittliche Ertrag des Vorjahres (30,96) wird immerhin um 9,0 % übertroffen. Gleichzeitig liegt die aktuelle Ertragsprognose 10,2% über dem langjährigen Mittelwert von 30,62 t/ha.
 
Spitzen-Erträge bei den europäischen Top-Produzenten
Für Deutschland gehen die Experten von MARS in ihrem Oktoberreport von einem Durchschnittsertrag von 45,26 t/ha und damit von einem ähnlich hohen Ertrag wie im September (45,26). Das Statische Bundesamt hat die Kartoffelerträge im Oktober sogar noch etwas höher auf 46,88 t/ha geschätzt. Das sehr schwache Jahr 2013 (39,83) wird um 13,6 % übertroffen. Das langjährige Mittel (42,95) würden die Landwirte in Deutschland mit diesen Erträgen um 5,4 % übertreffen. Das Statische Bundesamt schätzte die deutsche Produktion 2014 auf 11,49 Mio. t nach 9,67 Mio. t im Jahr 2013. Den französischen Ertragsdurchschnitt erwartet MARS im Oktober bei 46,97 t/ha und eben so hoch wie im September. Die französischen Kartoffelerträge aus dem Vorjahr (43,39) würden mit der neuen Ernte um 8,3 % übertroffen und das langjährige Mittel (43,16) um 8,8 %. Eben so hohe Erträge wie im September (45,96) prognostizierte MARS im Oktober mit 45,69 t/ha auch in den Niederlanden. Das Vorjahresergebnis (41,50) würde um 10,1 % übertroffen und im langjährigen Vergleich (44,13) sind die niederländischen Erträge 3,5 % höher.
 
Nach oben für das Vereinigte Königreich und Polen
Für Belgien ermittelten die Experten von MARS im Oktober einen Durchschnittsertrag von 47,29 t/ha und damit ebenfalls keine Veränderung gegenüber der sehr hohen September-Schätzung (47,29). Das sehr gute Vorjahresergebnis (46,15) würden die Belgier um 2,5 % übertreffen, im langjährigen Vergleich (44,97) sind die belgischen Erträge sogar 5,2 % höher. Die Ertragsprognose für das im Vereinigten Königreich hat MARS im Oktober-Report mit 43,27 t/ha (Sept: 42,97) nochmals leicht nach oben gesetzt. Damit wären die Kartoffelerträge auf der Insel rund 8,5 % höher als im letzten Jahr (40,10) und 6,0 % höher als im langjährigen Mittel (41,07). In Polen ermittelte MARS im Oktober mit 22,28 t/ha (Sept: : 21,18) gut 4 % höhere Erträge als 2013 (21,40). Im langjährigen Vergleich (20,55) sind die polnischen Erträge 8,4 % höher. In Rumänien, dem nach Polen zweitgrößten osteuropäischen Kartoffelproduzenten, erwartet MARS mit 16,59 dt/ha (Sept:: 16,59 t/ha) einen Anstieg der Erträge gegenüber 2013 (15,03) um knapp 10,4 %.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompasss
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