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Analyse

Kartoffelerträge liegen im langjährigen Mittel

von , am
26.08.2015

Ertrags- und Ernteprognosen für die europäische Kartoffelernte 2015 sind unmittelbar vor dem Beginn der Haupternte deutlich niedriger als im Vorjahr, liegen jedoch leicht über dem langjährigen Mittel.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Ertrags- und Ernteprognosen für die europäische Kartoffelernte 2015 sind unmittelbar vor dem Beginn der Haupternte deutlich niedriger als im Vorjahr, liegen jedoch leicht über dem langjährigen Mittel. Dabei hat die europäische Crop-Monitoring Agentur MARS ihre Ertragsschätzung gegenüber dem Vormonat (Juli) relativ deutlich nach unten gesetzt.
 
Ursache ist, dass die Erträge in einigen großen Produktionsländern witterungsbedingt (Trockenheit und Hitze)nach unten korrgiert werrden mussten. In Deutschland hat MARS die Ertragsprognose im August ebenfalls reduziert und erwartet erheblich niedrigere Erträge als im Rekordjahr 2014. Gleichzeitig liegen die deutschen Durchschnittserträge jedoch nicht weit vom langjährigen Mittel entfernt.
 
Durchschnittliche Kartoffel-Erträge erwartet
Die europäische Crop-Monitoring-Agentur MARS hat Ende August die Ertragsprogosen in den wichtigsten Europäischen Anbauländern aktualisiert und damit auch die Erwartung an die europäische Ernte 2014. Der für die EU 28 insgesamt prognostizierte Kartoffelertrag liegt im August bei 31,83 t/ha und damit knapp 3,6 % niedriger als in der Juliprognose mit 33,05 t/ha.
 
Trotzdem würde man das Ergebnis das langjährige Mittel leicht übertreffen, da die fünf großen europäischen Produzenten überwiegend durchschnittliche Erträge erreichen. Das rekordhohe Vorjahresergebnis (34,95) wird allerdings um 8,9 % verfehlt. Gleichzeitig liegt die aktuelle Ertragsschätzung 1,2 % über dem langjährigen Mittelwert von 31,45 t/ha.
 
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Deutsche Erträge etwas unter dem Durchschnitt
Für Deutschland erwarteten die Experten von MARS in der Augustschätzung einen Durchschnittsertrag von 42,88 t/ha und damit einen um 5,0 % niedrigere Ertrag als im Juli mit 44,13 t/ha. Das rekordhohe Jahr 2014 (47,42) wird mit den erwarteten Erträgen um gut 9,6 % verfehlt. Das langjährige Mittel (43,54) würden die Landwirte in Deutschland mit dem erwarteten Ergebnis knapp um 1,5 % verfehlen.
 
Frankreich und Niederlande mit guten Erträgen
Den französischen Ertragsdurchschnitt erwartet MARS im August bei 44,26 t/ha und damit gut 4,6 % niedriger als zur Juli-Schätzung mit 46,41 t/ha. Die französischen Kartoffelerträge aus dem Vorjahr (47,94) würden mit der neuen Ernte um 7,7 % verfehlt, während das langjährige Mittel (44,03) in etwa erreicht würde. Ähnlich hohe Erträge wie im Juli (43,83) prognostizierte MARS im August mit 43,83 t/ha in den Niederlanden. Das Vorjahresergebnis (45,0) würde um 2,6 % verfehlt und im langjährigen Vergleich (43,88) werden die niederländischen Erträge 0,1 % etwa erreicht.
 
Belgien deutlich unter 2014er Rekord
Für Belgien erwarteten die Experten von MARS im August einen Durchschnittsertrag von 42,54 t/ha und damit eine Rückgang gegenüber der Juli-Schätzung (44,58) von 3,6 %. Die außergewöhnlich hohen Vorjahreserträge (54,0 !!!) würden die Belgier allerdings um 21,2 % verfehlen, im langjährigen Vergleich (46,89) sind die belgischen Erträge etwa 9,3 % niedriger.
 
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Erträge im UK nach oben korrigiert
Die Ertragsprognose für das im Vereinigten Königreich hat MARS im August-Report mit 41,02 t/ha (Juli: 40,82) leicht angehoben. Damit wären die Kartoffelerträge auf der Insel rund 3,0 % niedriger als im letzten Jahr (42,29) und 1,0 % höher als im langjährigen Mittel (40,63).
 
In Polen prognostizierte MARS im August mit 21,46 t/ha (Juli: 22,1) gut 9,1 % niedrigere Erträge als 2014 (23,60). Im langjährigen Vergleich (21,40) sind die polnischen Erträge 0,3 % höher. In Rumänien, dem nach Polen zweitgrößten osteuropäischen Kartoffelproduzenten, erwartet MARS mit 13,0 t/ha einen Rückgang der Erträge gegenüber 2014 (15,03) um knapp 22,3 % und gegenüber dem langjährigen Mittel um (14,6) um 11,0 %.
 
Dr. Olaf Zinke
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