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Analyse

Kartoffelprodukte: EU-Exporte um 10% gestiegen

von , am
08.01.2014

Die größten EU-Exporteure für tiefgekühlte Kartoffelprodukte sind die Niederlande, Belgien, Polen, Frankreich und Deutschland.

© Rainer Sturm
 
Die EU-Exporte für tiefgekühlte Kartoffelprodukte sind im vergangenen Jahr 2013 im Vergleich zu 2012 um 10% auf mehr als 1 Millionen Tonnen gestiegen. Im Vergleich zu 2010 sind die Exporte sogar noch deutlicher um mehr als 51% gestiegen. Die Hauptabsatzmärkte für tiefgekühlte Kartoffelprodukte aus der EU sind Brasilien, Saudi Arabien, Russland, Chile und Australien. In diese Länder geht nahezu die Hälfte der Gesamtexporte. Die Daten dieser Studie wurden vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium USDA ausgewertet.
 
Die Benelux-Staaten dominieren
Die größten EU-Exporteure für tiefgekühlte Kartoffelprodukte sind die Niederlande, Belgien, Polen, Frankreich und Deutschland. Besonders die Niederlande und Belgien spielen eine bedeutende Rolle beim Export: Sie sind zusammen für etwa 80% der Gesamtexporte der EU verantwortlich. So konnte die Niederlande im vergangenen Jahr ein Exportplus von 13% auf etwa 400.000 t erreichen. Belgien erreichte immerhin ein Plus von 11% auf 350.000 t. Im Vergleich dazu exportierten Polen, Frankreich und Deutschland zusammen lediglich 200.000 t tiefgekühlte Kartoffelprodukte.
 
Nachfrage steigt weiter
Für 2014 wird erwartet, dass die Nachfrage am EU-Binnenmarkt nach frischen und verarbeiteten Kartoffelprodukten stabil bleibt. An den Exportmärkten prognostiziert das USDA, dass vor allem die Nachfrage nach Kartoffelprodukten aus der EU in Südostasien, im mittleren Osten und Lateinamerika für 2014 weiter steigt. Aufgrund der wachsenden Nachfrage in Russland und der Ukraine profitieren auch die polnischen Exporte, trotz geringerer Wachstumsraten. Besonderen Einfluss auf die Kartoffelpreise und damit auf den Export haben die Frachtkosten und Währungskurse. Besonders im vergangenen Jahr profitierte der EU-Export von den relativ niedrigen Frachtkosten.
 
Tina Buthut // agrarmanager
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