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Analyse

Alte Maisernte billiger, neue Ernte teurer

von , am
26.05.2015

Am europäischen Terminmarkt konnten sich die Maispreise für die vorderen Termine dem Druck von den internationalen Märkten nicht entziehen und gaben für die alte Ernte leicht nach. Für die neue Ernte sind die Preise hingegen gestiegen.

© Tobias Marx/fotolia

 
An den Exportmärkten haben die Maispreise unter dem Druck der nachgebenden US-Preise etwas nachgegeben. Auch am europäischen Terminmarkt konnten sich die Maispreise für die vorderen Termine dem Druck von den internationalen Märkten nicht entziehen und gaben für die alte Ernte leicht nach. Für die neue Ernte sind die Preise hingegen gestiegen. Gleichzeitig sind die Maispreise für die neue europäische Ernte 2015 wegen der deutlich kleiner erwarteten Produktion 13 Euro bis 15 Euro/t höher als für den aktuell in Europa gehandelten Mai der akten Ernte. Am deutschen und europäischen Kassamarkt haben sich die Maispreise hingegen weniger bewegt als am Terminmarkt und liegen meist auf dem Niveau der Vorwoche.
 
Preise für alte Maisernte bröckeln
Am Dienstag Mittag notiert der Mais (Junitermin) am europäischen Terminmarkt unverändert bei 153,0 Euro. Gleichzeitig kostet die neue Ernte Dienstag Mittag 165,75 Euro und ebenfalls so viel wie am Vortag (Montag). Am vorigen Freitag (22.05) und auch am Montag (25.05) haben sich die Maispreise am europäischen Terminmarkt nachgegeben. Der Junikontrakt beendete den Handel am Montag mit 153,0 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % niedriger als am Vortag (154,25 Euro).
 
Im Vergleich zur Vorwoche (154,50 Euro) haben die Maispreise an der MATIF damit um 1,50 Euro bzw. 1 % niedriger. Der Augusttermin notierte am Montag bei 161,50 Euro und damit 0,50 Euro niedriger als am Vortag (162,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Montag 165,75 Euro und damit eben so viel wie am Vortag (165,75 Euro) sowie 12,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zur Vorwoche ist (162,25 Euro) sind die Maispreise für die neue Ernte am europäischen Terminmarkt sogar 3,50 Euro höher. Gegenüber den Maispreisen vom Vorjahr (184,0 Euro) sind die Maispreise für den vorderen Termin am europäischen Terminmarkt derzeit 31,0 Euro niedriger.
 
Wenig veränderte Maispreise am Kassamarkt
Am europäischen Kassamarkt sind die Maispreise in der letzten Woche ganz leicht zurückgegangen (Frankreich) oder haben sich behauptet (Deutschland). Beim größten europäischen Maisproduzenten Frankreich (fob Bordeaux) lagen die Preismeldungen am heutigen Dienstag (26.Mai) bei 147 Euro und damit 1 Euro niedriger als eine Woche zuvor (148 Euro). Am Großmarkt in München handelte man den Mais (ab Station) in der vorigen Woche mit 150 Euro (Vw: 150 Euro). Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete Mitte letzter Woche ab Station stabile Maispreise von 150 bis 152 Euro (Vw: 150 bis 152 Euro/t). Ab südwestdeutscher Station lagen die Maispreise ebenfalls bei 150 bis 152 Euro und fob-Oberrhein zwischen 150 und 151 Euro.
 
Exportpreise in den USA zurückgegangen
Die Preisforderungen für Exportmais sind an den Exporthäfen der USA zurückgegangen. Am vorigen Freitag (22.05) lagen die Exportpreise für US-Mais am US-Golf (fob) für die aktuelle Verladung im Mai bei 169 USD/t (Vw: 173 USD/t) und für den Zeitraum Juni bis August bei 169 bis 173 USD/t (Vw: 173 USD bis 176 USD/t) und damit 3 bis 4 USD/t niedriger als vor einer Woche.
 
Am Dienstag Mittag (MEZ) lagen die die Maispreise am Terminmarkt in Chicago im vorbörslichen Handel 0,4 % im Minus bei 359,2 Ct je Buschel (128 Euro). Am vorigen Freitag (22.05) hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 1,4 % auf 360,0 je Buschel (128,3 Euro/t) nachgegeben. Im Wochenvergleich waren die Maispreise in Chicago damit um 1,5 % niedriger.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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