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Analyse

Deutsche Maisimporte bleiben hoch, Maispreise schwächer

von , am
21.01.2015

Die Maisimporte der Europäer sind weiterhin überraschend hoch. Das gilt unter anderem für Deutschland.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Maisimporte der Europäer sind weiterhin überraschend hoch. Das gilt unter anderem für Deutschland. Außerdem sind die Importmengen des größten europäischen Importeurs Spanien ähnlich hoch wie im Vorjahr. Dagegen sind die bisherigen Einfuhrmengen anderer großer Importeure  wie Portugal und Italien deutlich niedriger. Gleiches gilt für das Vereinigte Königreich, Irland und Dänemark sowie die meisten osteuropäischen Länder. Die EU-Länder haben bis zum 13. Januar rund 5,0 Mio. t Mais in Drittländern gekauft. Das ist eine 1,1 Mio. t kleinere Menge als im Rekordjahr 2013 zu diesem Termin (6,2 Mio. t). Allein in der letzten Abrechnungs-Woche haben die Europäer (vor allem Spanien)  allerrings knapp 0,9 Mio. t Mais am Weltmarkt gekauft.
 
Deutschland importiert mehr Mais, Spanien ähnlich viel
Deutsche Importeure haben bisher 502.000 t Mais in Drittländern geordert und damit gut 60.000 t mehr als im letzten Jahr (2014) zu diesem Termin als die man 442.000 t Mais importierte. Damit sind die Deutschen derzeit nach Spanien und vor Italien und Portugal der zweitgrößer Maisimporteur der EU. Die die größte Menge Mais  hat bislang Spanien in Drittländern gekauft. Mit 1.923.000 t flossen 38 % der europäischen Gesamtimporte auf den spanischen Markt. Das sind aber immr noch  7 % oder 147.000 t weniger als im letzten Jahr zu diesem Termin  (2.070.000 t). Auf Position drei der wichtigsten europäischen Importeure liegt Italien mit Einfuhren von 443.706 t. Vor einem Jahr hatten die Italiener 812.000 t Mais aus Drittländer gekauft und damit 83 % mehr.
 
Weniger Mais ins Vereinigte Königreich und nach Irland
Auf Position vier der europäischen Importeure stehen bislang die Portugal mit 248.460 t. Im vorigen Jahr lag die portugiesische Importmenge zu diesem Termin bereits 645.000 t und war damit mehr als doppelt so groß. Mit einer Einfuhrmenge von bisher 188.972 t bleibt das Vereinigte Königreich bei der Maiseinfuhr deutlich hinter der Importmenge aus dem letzten Jahre zurück (355.000 t). Rund 205.000.t Mais kaufte bislang Irland und damit etwas weniger als im letzten Jahr (254.000 t). Gleichzeitig wurden über die die niederländischen Importhäfen (zum Weiterverkauf) bislang 1.213.000 t Mais in die EU eingeführt und damit 12 % mehr als letzten Jahr (1.087.000 t).
 
Exporte trotz Rekordernte deutlich kleiner
In Drittländer exportiert haben die EU-Länder bis zum 13. Januar (trotz der Rekordernte) erst knapp 1,5 Mio. t Mais und damit knapp 30 % weniger als im letzten Jahr (2,08 Mio. t). Größter Einzelexporteur ist bislang Rumänien, mit Maisexporten von 708.000 t (Vj: 909.667). Auf Position zwei der europäischen Maisexporteure liegt Bulgarien, mit Maisexporten von 277.511 t (Vj: 266.385). Danach kommt bereits Deutschland, mit Drittlandsverkäufen von 116.520 t (Vj: 235.643 t) und damit ebenfalls mit einer deutlich kleineren Exportmenge, gefolgt von Frankreich mit Ausfuhren von 88.942 t (Vj: 235.643 t) und Österreich mit 43.563 t (Vj: 62.998 t). Über die niederländischen Exporthäfen wurden 246.039 Mais in Drittländer vermarket und damit ähnlich viel wie als im letzten Jahr (241.475 t).
 
Maispreise in Europa zuletzt gefallen
In Europa haben die Maispreise diese Woche leicht nachgegeben. Die Kontraktpreise für den Märztermin lagen am europäischen Terminmarkt am Dienstag (20.01) bei etwa 157 Euro/t und damit 2 Euro niedriger als zum Beginn der Woche und etwa 5 Euro niedriger als Anfang Januar (162 Euro). Beim größten europäischen Maisproduzenten und Exporteur Frankreich (fob Bordeaux) lagen die aktuellen Preismeldungen am Mittwoch (21.01) dieser Woche bei 152 Euro und damit 4 Euro niedriger als zum Beginn der Woche und 8 Euro niedriger als vor 8 Tagen (160 Euro). Die letzten Preismeldungen fob-Oberrhein lagen zwischen 152 und 155 Euro (Vw: 157 Euro bis 160 Euro) und am Großmarkt in Mannheim wurden Preise von 155 Euro bis 158 Euro genannt (Vw: 158 Euro bis 160 Euro) und damit ebenfalls 3 bis 5 Euro niedriger Preise. Aus Baden-Württemberg vom Großmarkt in Stuttgart meldete ab Station Maispreise von 157 bis 159 Euro (Vw: 158 bis 160 Euro/t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter Markt
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