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Analyse

Deutschland: Maisanbau bleibt stabil

von , am
07.08.2015

Die Anbaufläche von Mais ist in Deutschland 2015 im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant geblieben. Während vermehrt Silomais angebaut wurde, sank die Körnermaisfläche drastisch.

© imago/blickwinkel
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, bauen die deutschen Landwirte 2015 mit 2,56 Mio. ha nur 0,6 Prozent weniger Mais an als im Vorjahr.
Die Anbaufläche von Silomais wurde gegenüber 2014 um 0,4 Prozent auf 2,1 Mio. ha ausgedehnt. Dagegen ist die Fläche von Körnermais im gleichen Zeitraum um 4,7 Prozent auf 458.900 ha eingeschränkt worden. Diese vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes bestätigen die Frühjahrseinschätzung des Deutschen Maiskomitees (DMK). Auf Basis einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kleffmann Group hatte das DMK prognostiziert, dass die Anbaufläche leicht zurückgehen wird.
 
Umwidmungen wahrscheinlich
 
In Schleswig-Holstein schrumpft die Maisanbaufläche das zweite Jahr in Folge deutlich um 5,5 Prozent auf nun 167.100 ha. In Thüringen hat sich die Fläche sogar um 6,2 Prozent verringert. Lediglich in Hessen nahm der Anbau um 1.900 ha oder 3,9 Prozent zu. In anderen Bundesländern gab es keine nennenswerten Veränderungen. In den Hauptanbaugebieten Niedersachsen und Bayern wurde Mais auf 592.300 ha (- 1,9 Prozent) beziehungsweise 567.700 ha (+ 1,9 Prozent) ausgesät.
 
Im Gegensatz zum Silomais ist die Fläche von Körnermais in vielen Bundesländern stark rückläufig. In Niedersachsen und Thüringen wurde fast ein Fünftel weniger Körnermais angebaut. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 Prozent verringert.
 
Das DMK betont aber, dass es bis zur Ernte noch zu Verschiebungen in den Verwertungsrichtungen kommen könne. Insbesondere in den von starker Trockenheit betroffenen Regionen sei damit zu rechnen, dass ursprünglich für Körnermais vorgesehene Bestände vorzeitig als Silomais geerntet werden müssen.
 
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