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Analyse

EU 2014: Maisernte kaum größer als 2013

von , am
21.03.2014

Die Produktion von Mais wird 2014 nach der aktualisierten Prognose von Strategie Grains nur wenig größer ausfallen als 2013.

© Mühlhausen/landpixel
 
Die Produktion von Mais wird 2014 nach der aktualisierten Prognose von Strategie Grains nur wenig größer ausfallen als 2013. Im März erwarteten die Marktbeobachter, dass die neue europäische Maisernte 2014 mit 65,2 Mio. t das Niveau des Jahres 2013 (64,4 Mio. t) um 0,8 Mio. t oder 1 % übertrifft. Im Vergleich zur Februarprognose wurde die Produktionserwartung von Strategie Grains um 0,1 Mio. t nach oben gesetzt. Auf 9,4 Mio. ha veranschlagen die Experten von Strategie Grains die Anbaufläche. Im Vergleich zur Februarschätzung hat sich die Anbauerwartung damit nicht verändert. Gegenüber dem Vorjahr (9,7 Mio. ha) wird der Anbau jedoch um 0,3 Mio. ha eingeschränkt. Die EU-Kommission hat mit ihrer ersten Schätzung zur europäischen Maisernte (69,4 Mio. t) die Prognose von Strategie Grains sehr deutlich übertroffen.
 
Frankreich erntet etwas mehr als 2013
Für Frankreich, den größten Maisproduzenten der EU, erwartet Strategie Grains für 2014 eine Anbaufläche von 1,7 Mio. ha. Das entspricht der Maisfläche der Februarschätzung und ist gegenüber 2013 (1,8 Mio. ha) ein Rückgang von 0,1 Mio. ha. Die französische Maisproduktion 2014 erwartet Strategie Grains im März bei 15,4 Mio. t und damit 0,2 Mio. t kleiner wie zur Februarprognose jedoch noch 0,4 Mio. t größer als 2013 (15,0 Mio. t). Die EU-Kommission hat Anfang März in ihrer Prognose eine deutlich größere französische Maisernte von 17,0 Mio. t erwartet.
 
Ungarische Ernte 10 % größer
Für Ungarn veranschlagt Strategie Grains die Maisfläche unverändert auf 1,2 Mio. ha. Im Vergleich zur Ernte 2013 ist die Maisfläche für die neue Ernte 2014 ebenfalls unverändert. Die Produktionsschätzung für die neue ungarische Maisernte 2014 haben die Experten von Strategie Grains im März um 0,2 Mio. t auf 7,4 Mio. t nach oben gesetzt. Im Vergleich zur Erntemenge von 2013 (6,7 Mio. t) wäre die jetzt für 2014 erwartete Erntemenge 0,7 Mio. t oder etwa 10 % größer. Die EU-Kommission hat Anfang März in ihrer Prognose eine ähnlich große ungarische Maisernte von 7,2 Mio. t erwartet.
 
Rumänien erntet deutlich weniger
Eine deutlich kleinere Maisernte als im Jahr 2013 erwarten die Analysten weiterhin für Rumänien. Zum einen geht der Maisanbau nach den aktuellen Erwartungen gegenüber 2013 um 0,2 Mio. ha auf 2,4 Mio. ha zurück. Zum anderen werden auch die Erträge nicht so hoch sein wie zur Rekordernte 2013. Vor diesem Hintergrund erreicht die rumänische Maisproduktion 2014 nach der Märzprognose rund 8,6 Mio. t. Das ist ebenso viel wie im Februar erwartet, aber 1,8 Mio. t oder 17 % weniger als 2013 (10,4 Mio. t). Die EU-Kommission hat Anfang März in ihrer Prognose eine deutlich größere rumänische Maisernte von 9,5 Mio. t erwartet
 
Italien erwartet mehr Mais
Eine größere Maisernte als im Jahr 2013 erwarten die Analysten in der Märzschätzung auch für Italien. Die Anbaufläche wird im März auf 0,90 Mio. ha veranschlagt und damit 0,02 Mio. ha kleiner als im Februar, jedoch 0,01 Mio. ha größer als 2013. Die italienische Maisproduktion 2014 wird nach der aktuellen Prognose 8,1 Mio. t erreichen. Das sind 0,1 Mio. t weniger als im Februar erwartet, jedoch 0,5 Mio. t oder knapp 7 % mehr als 2013. Die EU-Kommission hat Anfang März in ihrer Prognose eine größere italienische Maisernte von 8,5 Mio. t erwartet.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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