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Analyse

Frankreichs Maisernte ist so groß wie noch nie

von , am
18.11.2014

Frankreichs Maisernte ist ist so groß wie noch nie. Davon gehen Mitte November die Analysten der französischen Agrarbehörde FranceAgrimer aus.

Die Maispreise folgen momentan dem Trend aus den USA-nämlich abwärts. © Fritz/agrarheute.com
Frankreichs Maisernte ist ist so groß wie noch nie. Davon gehen Mitte November die Analysten der französischen Agrarbehörde FranceAgrimer aus. Nach der den bislang vorliegenden Daten wird die bisherige Rekordernte aus dem Jahr 2002 relativ deutlich übertroffen. Unsere westlichen Nachbarn sind damit mit großem Abstand vor Rumänien, Italien und Ungarn der größte Maisproduzent der Europäischen Union. Gleichzeitig nehmen mit der sehr großen Ernte auch die Exporte beim größten europäischen Maisexporteur zu. Rund als 95 Prozent aller französischen Maisexporte gehen allerdings in andere EU-Länder. Wegen der rekordhohen Ernte wachsen die Endbestände sehr kräftig um 80 Prozent an. Die Maispreise sind am französischen Binnenmarkt seit Oktober wieder gestiegen und lagen am wichtigsten französischen Handelsplatz in Bordeaux bei 149 Euro/t und damit rund 13 Euro höher als vor vier Wochen.
 
Rekordernte wird bestätigt
Die französische Maisernte 2014 setzte FranceAgrimer Mitte November auf 16,91 Mio. t fest und damit 0,8 Mio. t höher als bei der letzten Prognose im September (16,16 Mio. t). Im Vergleich zur Ernte 2013 von 14,48 Mio. t wäre dies ein Produktionszuwachs von 2,4 Mio. t oder etwa 17 %. Gleichzeitig würden die Landwirte in Frankreich damit die bisherige Rekordernte aus dem Jahr 2002 von knapp 16,44 Mio. t übertreffen. Die Anbaufläche von Mais ermittelte FranceAgrmer in diesem Jahr mit 1,73 Mio. ha und damit sogar etwas kleiner als im Vorjahr mit 1,76 Mio. ha. Die durchschnittlichen Erträge liegen jedoch sehr hoch bei 97,7 dt/ha, nach 94,1 t/ha in der Septemberschätzung und 82,1 dt/ha im letzten Jahr (2013). Die Analysten von Strategie Grains als auch die französische Statistikbehörde Agreste gingen im November  sogar von einer französische Maisernte von 17,3 Mio. t aus und auch Töpfer/ADM erwartete zuletzt 17,3 Mio. t.
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Mehr französischer Mais für den EU-Markt
Bei den Maisexporten erwartet die FranceAgrimer im Wirtschaftsjahr 2014/15 ebenfalls einen Anstieg. Mit geschätzten 5,83 Mio. t ist die erwartete Exportmenge 0,6 Mio. t größer als die Experten von FranceAgrimer für die letzte Saison ermittelte Menge (5,25 Mio. t). Von den französischen Gesamtexporten sollen etwa 5,5 Mio. t bzw. knapp 95 Prozent in andere EU-Länder verkauft werden. Lediglich 0,3 Mio. t gehen in Drittländer. Im letzten Jahr exportierten die Franzosen 4,7 Mio.t Mais in andere EU-Länder und rund 0,5 Mio. t in Drittländer. Damit erwartete FranceAgrmer eine Zunahme der Ausfuhren in EU-Länder um 0,8 Mio. t oder 17 %.
 
Weniger Mais ins Tierfutter, riesige Bestände
Der Einsatz von Mais in der Tierfütterung geht trotz der deutlich größeren Ernte von 3,5 Mio. t (2013) auf 3,3 Mio. t (Sept: 3,1 Mio. t) im aktuellem Wirtschaftsjahr zurück. Grund dürfte die große Weizenernte und das sehr große Angebot an Futterweizen sein. Der französische Gesamtverbrauch von Mais schrumpft im aktuellen Wirtschaftsjahr von 7,73 Mio. t auf nur noch 7,19 Mio. t (Sept: 6,97 Mio. t). Im Ergebnis sollen die französischen Maisbestände um 80 Prozent wachsen. Währen die Endbestände in der zurückliegenden Saison bei 2,29 Mio. t  lagen, sollen am Ende der aktuellen Saison  4,13 Mio. t Mais  (Sept: 3,69 Mio. t) in den Lägern liegen.
 
Maispreise in Frankreich wieder gestiegen
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise von Oktober bis Mitte November um 10 bis 15 Euro gestiegen. Nachdem die neue Ernte am Mitte September nur noch für 135 Euro gehandelt wurde sind es derzeit für den Januartermin wieder 150 Euro und für den März 155 Euro. Auch am französischen Kassamarkt sind die Maispreise zuletzt gestiegen. Am wichtigsten Umschlagplatz in Bordeaux kostete Mais der neuen Ernte Mitte September nur noch 136 Euro/t. Mitte November lagen die Maispreise in Bordeaux wieder bei 149 Euro/t.
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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