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Analyse

Kommission erwartet große Maisernte

von , am
30.04.2014

Die Erwartung der EU-Kommission an die neue europäische Maisernte 2014 bleibt unverändert optimistisch.

Mais toleriert keine Bodenverdichtungen. © Mühlhausen/landpixel
 
Die Erwartung der EU-Kommission an die neue europäische Maisernte 2014 bleibt unverändert optimistisch. Wie schon vor vier Wochen verfehlt die EU-Prognose auch Ende April nur knapp die 70-Mio.-t-Marke (69,2 Mio. t). Damit wäre die erwartete Erntemenge deutlich größer als 2013. Der europäische Importbedarf könnte sich wegen der größeren Ernte mehr als halbieren und die Endbestände nehmen zu. Allerdings übertrifft die Kommission mit ihrer Schätzung zur Maisernte die April-Prognose der privaten Analysten von Strategie Grains (65,1 Mio. t) weiterhin recht deutlich.
 
Produktion nur knapp unter der 70-Mio. t
Die europäische Maisernte 2014 schätzt die Kommission Ende April (wie schon im März) auf 69,2 Mio. t. Im Vergleich zur Ernte 2013 von 64,9 Mio. t wäre dies ein Produktionszuwachs von 4,3 Mio. t oder knapp 7 %. Gleichzeitig würde für die EU ein neuer Produktionsrekord aufgestellt (bisher 68,6 Mio. t im Jahr 2011/12). Die Anbaufläche von Mais erwartet die Kommission weiterhin bei 9,9 Mio. ha und damit rund 0,2 Mio. ha größer als im Vorjahr (9,7 Mio. ha). Das europäische Analystenhaus Strategie Grains hatte die Ernte im April auf 65,1 Mio. t geschätzt und damit mehr als 4,0 Mio. t kleiner. Die Anbaufläche für 2014 veranschlagte Strategie Grains allerdings nur auf 9,4 Mio. ha und damit deutlich um 0,5 Mio. ha kleiner als die Kommission.
 
Importe mehr als halbiert und weniger Futtermais
Bei den Maisimporten erwartet die Kommission im nächsten Wirtschaftsjahr weiterhin einen drastischen Rückgang. Mit geschätzten 6,0 Mio. t ist die erwartete Importmenge rund 7 Mio. t bzw. mehr als die Hälfte kleiner als die Rekordmenge die die Kommissions-Experten für die noch laufende Saison veranschlagen (13,0 Mio. t). Gleichzeitig sollen die Endbestände von 13,7 Mio. t zum Ende der noch laufenden Saison, auf 14,9 Mio. t zum Ende der kommenden Saison wachsen. Der Einsatz von Mais in der Tierfütterung geht - trotz der größeren Ernte - von 59,7 Mio. t auf 57,0 Mio. t zurück. Der Export von Mais aus der EU schrumpft von 2,8 Mio. t im laufenden Wirtschaftsjahr auf 2,1 Mio. t in 2014/15.
 
Größere Ernte in Frankreich, Zuwachs in Deutschland
Für Frankreich, den größten Maisproduzenten der EU, erwartet die Kommission für 2014 eine Maisproduktion von etwa 17,2 Mio. t nach nur 15,5 Mio. t im Jahr 2013. Das wäre ein Produktionszuwachs von 1,7 Mio. t oder 11 %. Für Deutschland rechnet die Kommission für 2014 mit einer Maisernte von 4,8 Mio. t nach der sehr schwachen Ernte von 4,1 Mio. t im letzten Jahr. Immerhin ein Produktionszuwachs der Produktion von etwa 20 %. Für unseren östlichen Nachbarn Polen rechnet die Kommission für 2014 mit einer Produktion von 4,2 Mio. t nach einer Ernte von 3,9 Mio. t im Jahr 2013.
 
Ungarn mit mehr Mais, Rumänien mit weniger
Für Ungarn schätzt die Kommission die Maisernte 2014 auf 7,9 Mio. t. Im Vergleich zur Erntemenge von 2013 (6,7 Mio. t) wäre die jetzt für 2014 erwartete Produktion immerhin 1,2 Mio. t oder gut 18 % größer. Eine deutlich kleinere Maisernte als im Jahr 2013 erwarten die EU-Analysten für Rumänien. Im Vergleich zur Rekordernte 2013 von 10,6 Mio. t schrumpft die Produktion 2014 um 1,3 Mio. t auf 9,3 Mio. t. Eine größere Maisernte als im Jahr 2013 erwarten die Kommissionsexperten auch für Italien. Die italienische Maisproduktion 2014 soll nach der aktuellen Prognose 8,2 Mio. t erreichen. Das sind 0,8 Mio. t oder 11 % mehr als 2013 (7,4 Mio. t). Für Spanien erwartet die Kommission 2014 eine Maisernte von 4,9 Mio. t nach 4,8 Mio. t, also relativ stabile Verhältnisse. Auch für Bulgarien ist die Prognose mit 2,2 Mio. t ähnlich groß wie die Ernte im letzten Jahr (2,3 Mio. t).
 
Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass
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